Die als PMCA4-Inhibitoren bekannte chemische Klasse umfasst eine Vielzahl von Verbindungen, die indirekt die Aktivität der Plasmamembran-Kalzium-transportierenden ATPase 1 (PMCA4) beeinflussen. Dieses Enzym spielt eine entscheidende Rolle bei der Regulierung des intrazellulären Kalziumspiegels, einer entscheidenden Funktion für zahlreiche zelluläre Prozesse. Die Inhibitoren dieser Klasse zielen nicht direkt auf PMCA4 ab, sondern beeinflussen es über verschiedene biochemische und zelluläre Mechanismen, die sich letztlich auf die Kalziumhomöostase auswirken. So unterbrechen Calmodulin-Inhibitoren wie W-7 die für die Aktivität von PMCA4 wichtige Interaktion zwischen Calmodulin und PMCA4. Phosphataseinhibitoren wie Vanadat können den Phosphorylierungszustand von Proteinen verändern, die an der Regulierung von PMCA4 beteiligt sind, und damit indirekt dessen Funktion beeinträchtigen. In ähnlicher Weise konkurrieren Lanthan-Ionen mit Kalzium-Ionen an den Bindungsstellen von PMCA4 und hemmen dessen Aktivität. Lokalanästhetika wie Tetracain beeinträchtigen die Membrandynamik, was sich möglicherweise auf die Kalziumtransportfähigkeit von PMCA4 auswirkt.
Darüber hinaus können Verbindungen wie Thapsigargin und Carboxyeosin, von denen bekannt ist, dass sie auf andere Kalziumpumpen abzielen, PMCA4 indirekt beeinflussen, indem sie die gesamte Kalziumdynamik innerhalb der Zelle verändern. Rutheniumrot und verschiedene Kalziumkanalblocker, darunter Bepridil, Verapamil und Diltiazem, modulieren ebenfalls den intrazellulären Kalziumspiegel und beeinflussen damit die Aktivität von PMCA4. Diese Blocker wirken sich auf PMCA4 aus, indem sie den Kalziumeinstrom verändern, der ein Schlüsselfaktor für die Funktion von PMCA4 ist. Die Verbindung 2-APB, die für ihre Wirkung auf die Kalziumsignalübertragung bekannt ist, kann PMCA4 hemmen, indem sie die Kalziumfreisetzung aus den intrazellulären Speichern verändert. SERCA-Inhibitoren wie Cyclopiazonsäure, die die Kalziumhomöostase stören, wirken sich indirekt auf PMCA4 aus, indem sie das Kalziumgleichgewicht innerhalb der Zelle verändern.
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| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
W-7 | 61714-27-0 | sc-201501 sc-201501A sc-201501B | 50 mg 100 mg 1 g | ¥1873.00 ¥3452.00 ¥18897.00 | 18 | |
Unterbricht die Interaktion zwischen Calmodulin und PMCA4, die für die Aktivität von PMCA4 wesentlich ist, und hemmt dadurch indirekt PMCA4. | ||||||
Sodium metavanadate | 13718-26-8 | sc-251034 sc-251034A | 5 g 25 g | ¥361.00 ¥948.00 | 3 | |
Ein Phosphataseinhibitor, der PMCA4 indirekt beeinflussen kann, indem er den Phosphorylierungszustand von Proteinen verändert, die an seiner Regulierung beteiligt sind. | ||||||
Tetracaine | 94-24-6 | sc-255645 sc-255645A sc-255645B sc-255645C sc-255645D sc-255645E | 5 g 25 g 100 g 500 g 1 kg 5 kg | ¥745.00 ¥3486.00 ¥5641.00 ¥11282.00 ¥16957.00 ¥56410.00 | ||
Ein Lokalanästhetikum, das PMCA4 indirekt hemmen kann, indem es die Membrandynamik verändert und die Kalziumtransportaktivität beeinträchtigt. | ||||||
Thapsigargin | 67526-95-8 | sc-24017 sc-24017A | 1 mg 5 mg | ¥1534.00 ¥5032.00 | 114 | |
Ein SERCA-Pumpeninhibitor, der die intrazellulären Kalziumspeicher unterbricht und sich indirekt auf PMCA4 auswirkt, indem er die Kalziumhomöostase verändert. | ||||||
Ruthenium red | 11103-72-3 | sc-202328 sc-202328A | 500 mg 1 g | ¥2121.00 ¥2821.00 | 13 | |
Hemmt die Kalziumaufnahme und hemmt dadurch indirekt PMCA4, indem es die intrazellulären Kalziumkonzentrationen verändert. | ||||||
Bepridil hydrochloride | 74764-40-2 | sc-202974 sc-202974A | 10 mg 25 mg | ¥587.00 ¥1173.00 | 2 | |
Ein Kalziumkanalblocker, der indirekt auf PMCA4 wirkt, indem er den Kalziumeinstrom beeinflusst und die zelluläre Kalziumhomöostase verändert. | ||||||
Diltiazem | 42399-41-7 | sc-204726 sc-204726A | 1 g 5 g | ¥2358.00 ¥5235.00 | 4 | |
Wirkt sich indirekt auf PMCA4 aus, indem es die Kalzium-Signalübertragung und -Homöostase innerhalb der Zelle verändert. | ||||||
2-APB | 524-95-8 | sc-201487 sc-201487A | 20 mg 100 mg | ¥316.00 ¥598.00 | 37 | |
Beeinflusst die Kalzium-Signalübertragung und könnte PMCA4 indirekt hemmen, indem es die Kalziumfreisetzung aus intrazellulären Speichern moduliert. | ||||||
Cyclopiazonic Acid | 18172-33-3 | sc-201510 sc-201510A | 10 mg 50 mg | ¥1986.00 ¥7040.00 | 3 | |
Stört die Kalzium-Homöostase in der Zelle und beeinflusst indirekt die PMCA4-Aktivität. | ||||||