PARP-L-Inhibitoren sind eine chemische Klasse von Verbindungen, die die enzymatische Aktivität von Poly-ADP-Ribose-Polymerasen stören. Diese Inhibitoren wirken im Allgemeinen, indem sie das Substrat des Enzyms, NAD+, imitieren und an die katalytische Domäne von PARP binden, was zu einer Hemmung der enzymatischen Aktivität von PARP führt. Die Art der Hemmung kann unterschiedlich sein: Einige Inhibitoren wie Olaparib und Rucaparib binden direkt an das aktive Zentrum des Enzyms und blockieren dadurch dessen Fähigkeit, die Übertragung von ADP-Ribose-Einheiten auf Zielproteine zu erleichtern. Diese Wirkung beeinträchtigt die normale Funktion der PARP-Enzyme bei den zellulären Prozessen der DNA-Schadensbehebung. Andere Inhibitoren wirken, indem sie PARP-DNA-Komplexe abfangen, was zu einer Anhäufung von DNA-Schäden und anschließendem Zelltod führen kann.
Die molekulare Interaktion zwischen dem Inhibitor und PARP kann entweder kompetitiv oder nichtkompetitiv sein, wobei einige Inhibitoren reversibel binden, während andere irreversible Bindungseigenschaften aufweisen. Verbindungen wie 3-Aminobenzamid gelten als weniger wirksam und wirken durch reversible Bindung an die NAD+-Bindungsstelle, die durch hohe NAD+-Konzentrationen überflügelt werden kann. Stärkere Inhibitoren wie INO-1001 und AG14361 sind so konzipiert, dass sie stärker an die katalytische Stelle binden und eine ausgeprägtere Hemmwirkung haben. Einige Inhibitoren, darunter XAV-939, haben indirekte Auswirkungen auf die PARP-Funktion, indem sie verwandte Signalwege wie die Wnt-Signalisierung beeinflussen, was zu einer veränderten PARP-Aktivität führen kann. Die chemischen Strukturen dieser Inhibitoren können sehr unterschiedlich sein und reichen von einfachen Benzamiden bis hin zu komplexeren bicyclischen und tricyclischen Strukturen. Trotz dieser Vielfalt liegt die Gemeinsamkeit in ihrer Fähigkeit, mit den PARP-Enzymen zu interagieren und ihre Aktivität zu modulieren.
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| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
Olaparib | 763113-22-0 | sc-302017 sc-302017A sc-302017B | 250 mg 500 mg 1 g | ¥2369.00 ¥3441.00 ¥5585.00 | 10 | |
Olaparib bindet an die katalytische Domäne der PARP-Proteine und verhindert so die PARP-vermittelte DNA-Reparatur. | ||||||
Rucaparib | 283173-50-2 | sc-507419 | 5 mg | ¥1692.00 | ||
Rucaparib bindet an das PARP-Enzym und hemmt dessen Aktivität, wodurch die Reparatur von DNA-Schäden behindert wird. | ||||||
Niraparib | 1038915-60-4 | sc-507492 | 10 mg | ¥1692.00 | ||
Niraparib ist ein selektiver Inhibitor, der mit NAD+ um die Bindung an die katalytische Domäne von PARP konkurriert. | ||||||
Veliparib | 912444-00-9 | sc-394457A sc-394457 sc-394457B | 5 mg 10 mg 50 mg | ¥2053.00 ¥3103.00 ¥8191.00 | 3 | |
Veliparib blockiert die Aktivität des PARP-Enzyms, was die DNA-Reparatur beeinträchtigt. | ||||||
3-Aminobenzamide | 3544-24-9 | sc-3501 sc-3501B sc-3501A | 100 mg 1 g 5 g | ¥169.00 ¥417.00 ¥587.00 | 18 | |
3-Aminobenzamid ist ein früher PARP-Inhibitor, der in die NAD+-Bindungsstellen von PARP eingreift. | ||||||
AG14361 | 328543-09-5 | sc-483192 | 5 mg | ¥2877.00 | ||
AG14361 ist ein starker PARP-1-Inhibitor, der auch eine hohe Affinität für andere PARP-Isoformen aufweist. | ||||||
NU 1025 | 90417-38-2 | sc-203166 | 5 mg | ¥1478.00 | 9 | |
NU 1025 bindet an PARP und verhindert dessen Interaktion mit NAD+, wodurch der DNA-Reparaturprozess beeinträchtigt wird. | ||||||
XAV939 | 284028-89-3 | sc-296704 sc-296704A sc-296704B | 1 mg 5 mg 50 mg | ¥406.00 ¥1320.00 ¥5923.00 | 26 | |
XAV939 stabilisiert Axin, indem es seine PARP-vermittelte Poly-ADP-Ribosylierung verhindert und damit indirekt die Wnt-Signalgebung hemmt. | ||||||