Chemische Inhibitoren von Nephrocalcin können dessen Aktivität durch verschiedene Mechanismen wirksam verringern, vor allem durch die Sequestrierung von Kalziumionen, die für die Funktion des Proteins unerlässlich sind. Magnesiumchlorid beispielsweise konkurriert mit Kalziumionen an den Bindungsstellen von Nephrocalcin und verringert dadurch die Fähigkeit des Proteins, Kalzium zu binden und Komplexe zu bilden. In ähnlicher Weise verringert Phosphat durch seine Bindung an Kalzium die Verfügbarkeit dieses wichtigen Ions und beeinträchtigt damit die Funktion von Nephrocalcin. Chelatbildner wie EDTA und EGTA sind besonders wirksam, da sie mit Kalziumionen starke Komplexe bilden können, die sie von Nephrocalcin fernhalten und so dessen Aktivität hemmen. Durch den Chelatbildungsprozess wird die Konzentration freier Kalziumionen in der Umgebung von Nephrocalcin wirksam reduziert, wodurch es inaktiv wird, da es für seine Funktion auf diese Ionen angewiesen ist.
Weiter unten in der Liste der Inhibitoren funktionieren Citrat und BAPTA nach dem gleichen Prinzip der Calciumionenbindung, wobei Citrat Komplexe mit Calcium bildet und BAPTA als Calcium-Chelator wirkt. Natriumoxalat verfolgt einen anderen Ansatz, indem es sich mit Kalziumionen zu Kalziumoxalat niederschlägt und so den Pool an freiem Kalzium verringert, der für die Nephrocalcin-Aktivität erforderlich ist. Zinkacetat liefert Zinkionen, die die Calciumionen um die Bindungsstellen auf Nephrocalcin verdrängen können, wodurch die Calciumbindungsfunktion des Proteins gehemmt wird. Darüber hinaus können Diphosphat und Alendronat, ähnlich wie Phosphat, Kalziumionen binden, was deren freie Konzentration weiter verringert und Nephrocalcin hemmt. Hydroxylapatit kann aufgrund seiner Affinität zu Kalziumionen ebenfalls an diese binden und die Bioverfügbarkeit von Kalzium für Nephrocalcin einschränken, was zu einer Hemmung des Proteins führt. Ferrozin schließlich ist zwar kein direkter kalziumbindender Inhibitor, kann aber mit anderen Metallionen wie Eisen einen Komplex bilden, der indirekt die Struktur von Nephrocalcin und seine Interaktion mit Kalziumionen beeinflussen kann. Jeder dieser chemischen Inhibitoren kann durch seine Wechselwirkung mit Kalziumionen die Funktionalität von Nephrocalcin wirksam hemmen.
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| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
Magnesium chloride | 7786-30-3 | sc-255260C sc-255260B sc-255260 sc-255260A | 10 g 25 g 100 g 500 g | ¥316.00 ¥395.00 ¥542.00 ¥1410.00 | 2 | |
Magnesiumionen können Nephrocalcin hemmen, indem sie mit Calciumbindungsstellen konkurrieren und so dessen Fähigkeit zur Bindung von Calcium und zur Bildung von Komplexen verringern. Diese Hemmung ist relevant, da Nephrocalcin durch die Bindung von Calciumionen funktioniert. | ||||||
Sodium phosphate | 7601-54-9 | sc-251041 sc-251041A | 25 g 500 g | ¥474.00 ¥530.00 | ||
Phosphat kann an Kalzium binden, wodurch es für die Interaktion mit Nephrocalcin, das für seine Funktion auf Kalzium angewiesen ist, nicht mehr zur Verfügung steht. Die Verringerung der freien Calciumkonzentration hemmt effektiv die Fähigkeit von Nephrocalcin, Calcium zu binden und Komplexe zu bilden. | ||||||
EGTA | 67-42-5 | sc-3593 sc-3593A sc-3593B sc-3593C sc-3593D | 1 g 10 g 100 g 250 g 1 kg | ¥237.00 ¥733.00 ¥1354.00 ¥2832.00 ¥9195.00 | 23 | |
EGTA bindet bevorzugt an Calciumionen statt an Magnesiumionen, was Nephrocalcin hemmen kann, indem es die Verfügbarkeit von Calcium für die Bindung verringert. Da die Aktivität von Nephrocalcin calciumabhängig ist, hemmt die Chelatbildung dieser Ionen durch EGTA die Funktion des Proteins. | ||||||
Citric Acid, Anhydrous | 77-92-9 | sc-211113 sc-211113A sc-211113B sc-211113C sc-211113D | 500 g 1 kg 5 kg 10 kg 25 kg | ¥564.00 ¥1241.00 ¥1636.00 ¥2798.00 ¥6747.00 | 1 | |
Citrat kann mit Calciumionen Komplexe bilden und so die Konzentration an freiem Calcium verringern, das für die Aktivität von Nephrocalcin erforderlich ist. Durch Bindung an Calcium hemmt Citrat die Fähigkeit von Nephrocalcin, mit diesen Ionen zu interagieren, was für seine Funktion notwendig ist. | ||||||
BAPTA, Free Acid | 85233-19-8 | sc-201508 sc-201508A | 100 mg 500 mg | ¥767.00 ¥3012.00 | 10 | |
BAPTA ist ein Kalziumchelator, der Nephrocalcin durch Bindung an Kalziumionen hemmt und so die Wechselwirkung von Kalzium mit Nephrocalcin verhindert, die für dessen kalziumbindende Funktion wesentlich ist. | ||||||
Sodium oxalate | 62-76-0 | sc-203396 sc-203396A | 100 g 500 g | ¥485.00 ¥1568.00 | 5 | |
Natriumoxalat hemmt Nephrocalcin, indem es mit Calciumionen ausfällt und Calciumoxalat bildet, wodurch die Konzentration an freien Calciumionen, die für die Bindung von Nephrocalcin zur Verfügung stehen, verringert wird und somit dessen Funktion gehemmt wird. | ||||||
Zinc | 7440-66-6 | sc-213177 | 100 g | ¥542.00 | ||
Zinkionen können Calciumionen um Bindungsstellen auf Nephrocalcin konkurrieren und so dessen Calciumbindungsfunktion hemmen. Durch die Anwesenheit von Zinkacetat werden Zinkionen bereitgestellt, die Nephrocalcin hemmen können, indem sie seine Konformation verändern und die Calciumbindung verhindern. | ||||||
Alendronate acid | 66376-36-1 | sc-337520 | 5 g | ¥1523.00 | 2 | |
Alendronat, ein Bisphosphonat, kann mit Calciumionen einen Komplex bilden und so deren Verfügbarkeit für die Nephrocalcin-Bindung verringern, was für die Funktion des Proteins von entscheidender Bedeutung ist. Die Hemmung erfolgt aufgrund der Verringerung der freien Calciumkonzentration, die für die Aktivität von Nephrocalcin erforderlich ist. | ||||||
Hydroxylapatite, Ceramic | 1306-06-5 | sc-295168 sc-295168A | 10 g 25 g | ¥1094.00 ¥4242.00 | ||
Hydroxyapatit kann Calciumionen binden und dadurch Nephrocalcin hemmen, indem es Calcium bindet und die Verfügbarkeit der Ionen für die Interaktion mit dem Protein verringert. Da Nephrocalcin Calcium für seine Funktion benötigt, führt die Bindung von Hydroxyapatit an diese Ionen zu einer Funktionshemmung des Proteins. | ||||||