Östradiol-Inhibitoren sind eine Klasse chemischer Verbindungen, die die biologische Aktivität von Östradiol, einer Form von Östrogen, die eine entscheidende Rolle bei verschiedenen physiologischen Prozessen wie der Fortpflanzungsfunktion, dem Zellwachstum und der Genexpression spielt, stören sollen. Östradiol wird aus Cholesterin durch eine Reihe enzymatischer Schritte synthetisiert, an denen hauptsächlich das Enzym Aromatase beteiligt ist, das Androgene in Östrogene umwandelt. Östradiol-Inhibitoren können an verschiedenen Punkten dieses Biosynthesewegs ansetzen oder direkt mit Östrogenrezeptoren interagieren. Durch die Hemmung der Östradiolproduktion oder die Blockierung seiner Bindung an Rezeptoren können Forscher die Regulationsmechanismen der Östrogensignale und ihre nachgeschalteten Auswirkungen auf verschiedene zelluläre Funktionen untersuchen. Die chemischen Strukturen von Östradiol-Inhibitoren variieren je nach Wirkmechanismus. Aromatasehemmer sind beispielsweise so konzipiert, dass sie in das aktive Zentrum des Enzyms passen und die Umwandlung von Androgenen in Östradiol verhindern. Diese Inhibitoren enthalten oft strukturelle Motive, die dem Substrat des Enzyms ähneln, was eine kompetitive Hemmung ermöglicht. Andere Estradiol-Inhibitoren, wie z. B. solche, die auf Östrogenrezeptoren abzielen, sind so konzipiert, dass sie die Bindung des natürlichen Liganden imitieren oder blockieren, die Rezeptorkonformation verändern und die rezeptorvermittelte Gentranskription verhindern. Estradiol-Inhibitoren sind wertvolle Werkzeuge in der Molekularbiologie, um die Rolle von Östrogen bei der Genregulation, dem Zellwachstum und Stoffwechselprozessen zu untersuchen. Ihr Einsatz in der Forschung trägt dazu bei, die komplexen Wechselwirkungen zwischen Hormonen und zellulären Signalwegen zu klären und gibt Aufschluss darüber, wie Hormonspiegel physiologische und biochemische Funktionen in verschiedenen biologischen Systemen regulieren.
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| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
Clomiphene Citrate | 50-41-9 | sc-205636 sc-205636A | 1 g 5 g | ¥948.00 ¥1986.00 | 1 | |
Clomifencitrat wirkt, indem es die Östrogenrezeptoren im Hypothalamus besetzt, was zu einer Verringerung der normalen Östrogensignalisierung führt, die für die Östradiolproduktion erforderlich ist. | ||||||
Tamoxifen | 10540-29-1 | sc-208414 | 2.5 g | ¥3069.00 | 18 | |
Tamoxifen konkurriert mit Östradiol um die Bindung an den Östrogenrezeptor, was die Expression von an der Östradiolsynthese beteiligten Genen verringern kann. | ||||||
Raloxifene | 84449-90-1 | sc-476458 | 1 g | ¥9048.00 | 3 | |
Raloxifen bindet an Östrogenrezeptoren und kann die Expression von Östradiol verringern, indem es die östrogene Stimulation der Hypothalamus-Hypophysen-Achse reduziert. | ||||||
Diethylstilbestrol | 56-53-1 | sc-204720 sc-204720A sc-204720B sc-204720C sc-204720D | 1 g 5 g 25 g 50 g 100 g | ¥801.00 ¥3238.00 ¥6171.00 ¥12388.00 ¥24651.00 | 3 | |
Diethylstilbestrol kann eine negative Rückkopplung auf den Hypothalamus und die Hypophyse ausüben, was zu einer verminderten Gonadotropin-Sekretion und einer daraus resultierenden Abnahme der ovariellen Estradiolsynthese führen kann. | ||||||
Gossypol | 303-45-7 | sc-200501 sc-200501A | 25 mg 100 mg | ¥1309.00 ¥2595.00 | 12 | |
Gossypol ist in der Lage, die enzymatische Aktivität des Steroidogenesewegs zu beeinträchtigen, was zu einer Verringerung der Östradiolsynthese führen kann. | ||||||
Danazol | 17230-88-5 | sc-203021 sc-203021A | 100 mg 250 mg | ¥1038.00 ¥2685.00 | 3 | |
Danazol kann die Sekretion von Gonadotropinen aus der Hypophyse unterdrücken, was zu einer verminderten Stimulation der Ovarialfollikel und einer verringerten Estradiolsynthese führen kann. | ||||||
Mifepristone | 84371-65-3 | sc-203134 | 100 mg | ¥688.00 | 17 | |
Mifepriston kann durch die Antagonisierung der Progesteronrezeptoren zu Veränderungen des Gonadotropinspiegels führen, die in der Folge die Östradiolsynthese in den Eierstöcken verringern können. | ||||||
Letrozole | 112809-51-5 | sc-204791 sc-204791A | 25 mg 50 mg | ¥982.00 ¥1658.00 | 5 | |
Letrozol hemmt spezifisch das Enzym Aromatase, was zu einem deutlichen Rückgang der Umwandlung von Androgenen in Östradiol in peripheren Geweben führt. | ||||||
Trilostane | 13647-35-3 | sc-208469 sc-208469A | 10 mg 100 mg | ¥2572.00 ¥13730.00 | 2 | |
Trilostan hemmt direkt das Enzym 3β-Hydroxysteroid-Dehydrogenase, das für die Biosynthese von Östradiol entscheidend ist, was zu einem Rückgang des Östradiolspiegels führt. | ||||||
Finasteride | 98319-26-7 | sc-203954 | 50 mg | ¥1185.00 | 3 | |
Finasterid reduziert die Produktion von Dihydrotestosteron, ohne direkt den Estradiolspiegel zu senken. Das veränderte Androgen-Östrogen-Verhältnis kann jedoch indirekt die Estradiolsynthese des Körpers herunterregulieren. | ||||||