CLC-7-Inhibitoren umfassen eine Vielzahl von Verbindungen, die direkt oder indirekt die Aktivität des CLC-7-Chloridkanals modulieren können, der eine entscheidende Rolle bei der lysosomalen Ansäuerung und der Knochenresorption spielt. Die direkte Hemmung von CLC-7 ist aufgrund der spezifischen strukturellen und funktionellen Eigenschaften des Kanals schwierig. Daher zielen die meisten der aufgelisteten Verbindungen auf vorgelagerte oder verwandte Prozesse ab, wie z. B. die Regulierung des lysosomalen pH-Werts und die Osteoklastenaktivität, um die CLC-7-Funktionalität zu beeinflussen. Zu den Inhibitoren gehören vor allem Verbindungen, die den lysosomalen pH-Wert beeinflussen, wie Bafilomycin A1, Chloroquin, Mefloquin und Hydroxychloroquin. Diese Verbindungen sind für ihre Fähigkeit bekannt, den lysosomalen pH-Wert zu erhöhen und dadurch die Aktivität von CLC-7 zu beeinträchtigen, das empfindlich auf die saure Umgebung des Lysosoms reagiert. Darüber hinaus zielen Hemmstoffe wie Concanamycin A und Lys05 auf die V-ATPase ab, eine Protonenpumpe, die für die lysosomale Ansäuerung unerlässlich ist, und bieten so einen indirekten Weg zur Modulation von CLC-7.
Neben der pH-Modulation zielen einige Inhibitoren auf die Osteoklastenaktivität und den Proteinabbau ab. Zoledronsäure, wasserfrei, ein Bisphosphonat, wirkt auf Osteoklasten und könnte indirekt CLC-7 beeinflussen, das an der Knochenresorption beteiligt ist. Proteaseinhibitoren wie E-64-d und Leupeptin, Hämisulfat und der Proteasominhibitor MG-132 [Z-Leu-Leu-Leu-CHO] beeinflussen den Proteinabbau in den Lysosomen und damit die Funktion von CLC-7. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass CLC-7-Inhibitoren ein breites Spektrum an Verbindungen umfassen, die die Aktivität des Kanals indirekt modulieren, indem sie auf lysosomale Säuerungsprozesse, die Osteoklastenfunktion und Proteinabbaupfade abzielen. Dieser Ansatz spiegelt das derzeitige Verständnis und die technologischen Grenzen bei der direkten Ausrichtung auf solche Ionenkanäle wider und verdeutlicht die Komplexität der Entwicklung spezifischer Hemmstoffe für Kanäle wie CLC-7. Die laufende Forschung in diesem Bereich erforscht weiterhin neue Verbindungen und Mechanismen, um CLC-7 wirksamer und spezifischer zu hemmen.
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| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
Bafilomycin A1 | 88899-55-2 | sc-201550 sc-201550A sc-201550B sc-201550C | 100 µg 1 mg 5 mg 10 mg | ¥1106.00 ¥2877.00 ¥8631.00 ¥16438.00 | 280 | |
Ein spezifischer Inhibitor der V-ATPase verringert indirekt die lysosomale Ansäuerung, was die Funktion von CLC-7 beeinflussen kann. | ||||||
Chloroquine | 54-05-7 | sc-507304 | 250 mg | ¥778.00 | 2 | |
Das als Malariamittel bekannte Chloroquin erhöht den lysosomalen pH-Wert, was sich möglicherweise indirekt auf die Aktivität von CLC-7 auswirkt. | ||||||
Concanamycin A | 80890-47-7 | sc-202111 sc-202111A sc-202111B sc-202111C | 50 µg 200 µg 1 mg 5 mg | ¥745.00 ¥1884.00 ¥7593.00 ¥29344.00 | 109 | |
Ein weiterer V-ATPase-Inhibitor, der die lysosomale Ansäuerung reduziert und möglicherweise die CLC-7-Aktivität moduliert. | ||||||
Zoledronic acid, anhydrous | 118072-93-8 | sc-364663 sc-364663A | 25 mg 100 mg | ¥1038.00 ¥2888.00 | 5 | |
Ein Bisphosphonat, das sich auf die Osteoklastenaktivität auswirkt, könnte indirekt das an der Knochenresorption beteiligte CLC-7 beeinflussen. | ||||||
E-64 | 66701-25-5 | sc-201276 sc-201276A sc-201276B | 5 mg 25 mg 250 mg | ¥3170.00 ¥10684.00 ¥17758.00 | 14 | |
Ein Cysteinprotease-Inhibitor, der die lysosomale Funktion verändert und sich möglicherweise auf CLC-7 auswirkt. | ||||||
MG-132 [Z-Leu- Leu-Leu-CHO] | 133407-82-6 | sc-201270 sc-201270A sc-201270B | 5 mg 25 mg 100 mg | ¥677.00 ¥2990.00 ¥11282.00 | 163 | |
Proteasom-Inhibitor, kann die zellulären Proteinabbaupfade beeinflussen und damit indirekt auf CLC-7 einwirken. | ||||||
Lys05 | 1391426-24-6 | sc-507532 | 5 mg | ¥1579.00 | ||
Ein dualer V-ATPase-Inhibitor und Autophagie-Inhibitor könnte indirekt die Aktivität von CLC-7 modulieren. | ||||||
NS 1643 | 448895-37-2 | sc-204135 sc-204135A | 10 mg 50 mg | ¥1388.00 ¥5336.00 | 3 | |
Obwohl es in erster Linie ein Modulator des KCNQ2/3-Kanals ist, kann es Off-Target-Effekte haben, die CLC-7 beeinflussen könnten. | ||||||
hydroxychloroquine | 118-42-3 | sc-507426 | 5 g | ¥643.00 | 1 | |
Ähnlich wie Chloroquin erhöht es den lysosomalen pH-Wert, was die Aktivität von CLC-7 beeinträchtigen kann. | ||||||