Chemische Inhibitoren von ACTA1 können die normale Funktion der Aktinfilamente in den Zellen durch verschiedene Mechanismen stören, die jeweils spezifisch für die Struktur und die Affinität der Chemikalie für Aktinmonomere oder -filamente sind. Cytochalasine D und B sind Beispiele für Verbindungen, die an die mit Widerhaken versehenen Enden der Aktinfilamente binden, die die bevorzugten Stellen für die Anlagerung neuer Aktinmonomere sind. Indem sie diese Enden kappen, verhindern sie die Dehnung der Filamente und unterbinden damit die Bildung neuer Aktinstrukturen. Latrunculin A und Tropodithietic Acid wirken anders: Sie sequestrieren Aktinmonomere und hemmen so deren Polymerisation zu Filamenten. Diese Sequestrierung von G-Actin verhindert, dass es in Filamente eingebaut wird, und stoppt so die dynamische Umstrukturierung des Zytoskeletts, die für verschiedene zelluläre Prozesse unerlässlich ist.
Andere Inhibitoren wie Swinholid A, Chondramid und Mycalolid B zielen auf ACTA1 ab, indem sie vorhandene Filamente abtrennen und an ihre neu gebildeten Enden binden, wodurch die Repolymerisation verhindert wird und die Anzahl der Aktinfilamente in der Zelle abnimmt. Swinholid A wirkt insbesondere, indem es die Aktinfilamente durchtrennt und die mit Widerhaken versehenen Enden kappt. Im Gegensatz dazu stabilisieren Jasplakinolid und Phalloidin die Filamente in ihrem polymerisierten Zustand. Diese Stabilisierung scheint zwar kontraintuitiv zu sein, hemmt aber tatsächlich die Funktion von ACTA1, indem sie den notwendigen Umsatz und die dynamische Umstrukturierung des Aktinzytoskeletts verhindert. Misakinolid A und Mycalolid B führen ebenfalls zum Abbau von Aktinfilamenten, allerdings durch die Sequestrierung von Aktinmonomeren, wodurch eine weitere Hemmungsebene hinzugefügt wird, indem der Pool an polymerisierbarem Aktin reduziert wird. S-Methyl-DMAB schließlich verändert die Polymerisationseigenschaften von Aktin, indem es die Cysteinreste an Aktinmonomeren verändert, was die Filamentbildung beeinträchtigen kann. Pentabromopseudilin wirkt sich indirekt auf die Funktion von ACTA1 aus, indem es auf Myosin abzielt und die Aktin-Myosin-Interaktion hemmt, die für die Muskelkontraktion und die Zellbewegung entscheidend ist. Jede dieser Verbindungen dient durch ihre einzigartigen Wechselwirkungen mit ACTA1 als leistungsfähiges Instrument zur Entschlüsselung der komplexen Rolle von Aktin in der Zellfunktion.
Siehe auch...
| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
Cytochalasin D | 22144-77-0 | sc-201442 sc-201442A | 1 mg 5 mg | ¥1862.00 ¥5483.00 | 64 | |
Cytochalasin D bindet an die Widerhakenenden der Aktinfilamente und verhindert so die Anlagerung neuer Monomere. Dadurch wird ACTA1 direkt gehemmt, indem die Verlängerung der Aktinfilamente verhindert und somit die Dynamik des Aktinzytoskeletts gestört wird. | ||||||
Latrunculin A, Latrunculia magnifica | 76343-93-6 | sc-202691 sc-202691B | 100 µg 500 µg | ¥2990.00 ¥9195.00 | 36 | |
Latrunculin A bindet Aktinmonomere und hemmt deren Polymerisation. Durch die Bindung an monomeres G-Aktin hemmt es wirksam die Bildung von Filamenten durch ACTA1 und stört so die Organisation und Funktion des Aktinzytoskeletts. | ||||||
Jasplakinolide | 102396-24-7 | sc-202191 sc-202191A | 50 µg 100 µg | ¥2076.00 ¥3441.00 | 59 | |
Jasplakinolid fördert die Aktinfilament-Keimbildung und stabilisiert die Filamente, was paradoxerweise zur Hemmung von ACTA1 führen kann, indem es den natürlichen Umsatz von Aktinfilamenten verhindert, der für zelluläre Prozesse unerlässlich ist. | ||||||
Phalloidin | 17466-45-4 | sc-202763 | 1 mg | ¥2640.00 | 33 | |
Phalloidin bindet fest an F-Aktin an der Schnittstelle zwischen Aktin-Untereinheiten, stabilisiert das Filament und verhindert dessen Zerfall. Dies hemmt die Funktion von ACTA1, indem es die Aktinfilamente in einem polymerisierten Zustand fixiert und so den Filamentumsatz reduziert. | ||||||
Cytochalasin B | 14930-96-2 | sc-3519 | 5 mg | ¥2245.00 | 19 | |
Cytochalasin B unterbricht die Aktinpolymerisation, indem es an die mit Widerhaken versehenen Enden der Aktinfilamente bindet, die Anlagerung von Aktinmonomeren verhindert und so die Funktion von ACTA1 direkt hemmt. | ||||||