AChRε-Inhibitoren sind eine Klasse von Verbindungen, die die Funktion der Epsilon-Untereinheit des Acetylcholinrezeptors (AChRε) blockieren oder hemmen können. AChRε ist ein Bestandteil des nikotinischen Acetylcholinrezeptors, der ein ligandengesteuerter Ionenkanal ist. Dieser Rezeptor spielt eine wichtige Rolle bei der Übertragung von Signalen im Nervensystem, insbesondere an der neuromuskulären Verbindungsstelle. Da AChRε Teil eines größeren Rezeptorkomplexes ist, können Inhibitoren dieser Untereinheit möglicherweise die Gesamtfunktion des nikotinischen Acetylcholinrezeptors beeinträchtigen. Diese Inhibitoren können auf unterschiedliche Weise wirken. Einige von ihnen könnten direkt an die Epsilon-Untereinheit binden und dadurch die Bindung des natürlichen Liganden Acetylcholin verhindern.
Dies könnte zu einer Verringerung der Ionenkanalaktivität des Rezeptors führen. Andere könnten an allosterische Stellen des Rezeptorkomplexes binden und Konformationsänderungen bewirken, die entweder die Funktion der Epsilon-Untereinheit direkt behindern oder die Gesamtfunktion des Rezeptors so verändern, dass der Beitrag der Epsilon-Untereinheit verringert wird. Einige Verbindungen können die Synthese oder Freisetzung von Acetylcholin, dem natürlichen Liganden für den nikotinischen Acetylcholinrezeptor, hemmen. Indem sie die Verfügbarkeit von Acetylcholin verringern, können diese Inhibitoren indirekt die Aktivierung von AChRε reduzieren. Darüber hinaus können Verbindungen, die die intrazelluläre Verarbeitung, den Transport oder die Insertion der Epsilon-Untereinheit in die Plasmamembran beeinträchtigen, ebenfalls als indirekte Hemmstoffe dienen.