UCK2-Inhibitoren als chemische Klasse wären Verbindungen, die speziell auf die enzymatische Aktivität der Uridin-Cytidin-Kinase 2 abzielen. Diese Inhibitoren würden an das aktive Zentrum von UCK2 oder an seine allosterischen Zentren binden, um die Umwandlung von Uridin und Cytidin in ihre jeweiligen Monophosphate zu verhindern. Da UCK2 für den Bergungsweg von Pyrimidinnukleotiden wichtig ist, würde seine Hemmung in erster Linie die zelluläre Verfügbarkeit von UMP und CMP beeinträchtigen, die für die RNA- und DNA-Synthese unerlässlich sind. Obwohl keine spezifischen UCK2-Inhibitoren bekannt sind, können Verbindungen, die den Pyrimidin-Stoffwechsel beeinflussen, indirekt die Verfügbarkeit von UCK2-Substraten oder die Rückkopplungshemmung des Pyrimidin-Biosynthesewegs verringern und damit die UCK2-Aktivität beeinträchtigen.
Die Entdeckung von UCK2-Inhibitoren würde ein Screening nach Verbindungen beinhalten, die die Kinaseaktivität von UCK2 verringern können. Solche Screening-Assays würden die Umwandlung von Uridin/Cytidin in UMP/CMP in Gegenwart potenzieller Inhibitoren messen. Die identifizierten Verbindungen würden dann auf eine höhere Affinität und Spezifität gegenüber UCK2 optimiert werden. Die in der obigen Tabelle aufgeführten indirekten Inhibitoren zielen auf verschiedene Enzyme des Nukleotid-Synthesewegs ab und beeinflussen somit die für UCK2 verfügbaren Substratmengen oder verändern die Rückkopplungsmechanismen, die die Pyrimidin-Biosynthese regulieren. Bei diesen Verbindungen handelt es sich nicht um spezifische UCK2-Inhibitoren, sondern sie beeinflussen die breiteren Stoffwechselwege, die mit der Aktivität von UCK2 verbunden sind. Die Hemmung der Enzyme, die an der De-novo-Synthese von Pyrimidinen beteiligt sind, wie z. B. der Dihydroorotat-Dehydrogenase durch Brequinar und Leflunomid, verringert den Gesamtpool an Pyrimidinnukleotiden und beeinflusst somit indirekt die UCK2-Aktivität durch eine geringere Substratverfügbarkeit.
| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
Fluorouracil | 51-21-8 | sc-29060 sc-29060A | 1 g 5 g | ¥417.00 ¥1715.00 | 11 | |
5-Fluorouracil wird zu 5-Fluor-UMP metabolisiert, das die Phosphorylierung von UMP hemmen kann, wodurch die Verfügbarkeit von UCK2-Substrat möglicherweise verringert wird. | ||||||
Leflunomide | 75706-12-6 | sc-202209 sc-202209A | 10 mg 50 mg | ¥226.00 ¥936.00 | 5 | |
Leflunomid wird zu einem aktiven Metaboliten verstoffwechselt, der die Dihydroorotat-Dehydrogenase hemmt und so möglicherweise die Verfügbarkeit von UCK2-Substrat verringert. | ||||||
Methotrexate | 59-05-2 | sc-3507 sc-3507A | 100 mg 500 mg | ¥1061.00 ¥2403.00 | 33 | |
Methotrexat hemmt die Dihydrofolat-Reduktase, was die De-novo-Synthese von Pyrimidin beeinträchtigt und somit indirekt die Aktivität von UCK2 beeinflussen könnte. | ||||||
25-Hydroxycholesterol | 2140-46-7 | sc-214091B sc-214091 sc-214091A sc-214091C | 5 mg 10 mg 25 mg 100 mg | ¥598.00 ¥1027.00 ¥1907.00 ¥5348.00 | 8 | |
Acivicin kann die CTP-Synthase hemmen, was sich auf den Cytidinspiegel auswirkt und somit indirekt die Aktivität von UCK2 beeinflusst. | ||||||
Hydroxyurea | 127-07-1 | sc-29061 sc-29061A | 5 g 25 g | ¥880.00 ¥2933.00 | 18 | |
Hydroxyharnstoff hemmt die Ribonukleotidreduktase, was zu einer Verringerung des für UCK2 verfügbaren Nukleotidpools führen könnte. | ||||||
Allopurinol | 315-30-0 | sc-207272 | 25 g | ¥1478.00 | ||
Allopurinol wirkt sich auf den Purinstoffwechsel aus, und sein Ribonukleotid kann mit den Uridin/Cytidin-Nukleotiden konkurrieren und dadurch indirekt UCK2 beeinflussen. | ||||||
Ribavirin | 36791-04-5 | sc-203238 sc-203238A sc-203238B | 10 mg 100 mg 5 g | ¥711.00 ¥1241.00 ¥2414.00 | 1 | |
Ribavirintriphosphat kann die Inosinmonophosphatdehydrogenase hemmen, was zu veränderten Nukleotidspiegeln und indirekten Auswirkungen auf UCK2 führen kann. | ||||||
Mycophenolic acid | 24280-93-1 | sc-200110 sc-200110A | 100 mg 500 mg | ¥778.00 ¥3001.00 | 8 | |
Mycophenolsäure hemmt die Inosinmonophosphat-Dehydrogenase, was möglicherweise die Nukleotidpools stört und indirekt die Aktivität von UCK2 beeinflusst. | ||||||
3′-Azido-3′-deoxythymidine | 30516-87-1 | sc-203319 | 10 mg | ¥688.00 | 2 | |
AZT wird zu seiner aktiven Triphosphatform phosphoryliert, was zu einer Verarmung der natürlichen Nukleotidpools führen kann und damit indirekt die Aktivität von UCK2 beeinträchtigt. | ||||||