TRMU-Inhibitoren gehören zu einer besonderen chemischen Klasse, die sich um ihre Fähigkeit dreht, die Aktivität des mitochondrialen Enzyms TRMU (tRNA 5-Methylaminomethyl-2-Thiouridylat-Methyltransferase) zu modulieren. TRMU ist ein entscheidender Akteur bei der posttranskriptionellen Modifikation spezifischer mitochondrialer tRNAs, einem Prozess, der für die Aufrechterhaltung der Zuverlässigkeit und Effizienz der mitochondrialen Proteinsynthese unerlässlich ist. Dieses Enzym spielt eine zentrale Rolle bei der Biosynthese von 2-Thiouridin (s2U) an der Wobble-Position ausgewählter tRNAs und trägt damit zur genauen Übersetzung des mitochondrialen genetischen Codes bei. Die Inhibitoren, die auf TRMU abzielen, beeinträchtigen in der Regel dessen katalytische Aktivität, indem sie den Transfer der Methylaminomethylgruppe behindern und damit den normalen Ablauf des tRNA-Modifikationsprozesses stören.
TRMU-Inhibitoren sind so konzipiert, dass sie mit Schlüsselresten im aktiven Zentrum des Enzyms interagieren, die Bindung von Substrat-tRNAs behindern und den katalytischen Mechanismus behindern. Dieser Hemmungsmechanismus beinhaltet häufig die Bildung stabiler Komplexe mit TRMU, wodurch das Enzym daran gehindert wird, seine Aufgabe bei der tRNA-Modifikation zu erfüllen. Die Forscher erforschen diese Inhibitoren als wertvolle Werkzeuge, um die komplizierten Regulierungswege zu untersuchen, die mit der mitochondrialen Translation verbunden sind, und um die Folgen beeinträchtigter tRNA-Modifikationen zu verstehen. Durch die Aufklärung der molekularen Details der TRMU-Hemmung wollen die Wissenschaftler ihr Verständnis der mitochondrialen Biologie erweitern und möglicherweise neue Erkenntnisse über zelluläre Prozesse gewinnen, die von der mitochondrialen Funktion beeinflusst werden.
| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
5-Azacytidine | 320-67-2 | sc-221003 | 500 mg | ¥3159.00 | 4 | |
Bei dieser Verbindung handelt es sich um ein Nukleosidanalogon, das sich in die RNA einbauen und deren Methylierung hemmen kann, was sich möglicherweise auf den Methylierungsprozess der tRNA auswirkt, an dem TRMU beteiligt ist. | ||||||
5-Aza-2′-Deoxycytidine | 2353-33-5 | sc-202424 sc-202424A sc-202424B | 25 mg 100 mg 250 mg | ¥2459.00 ¥3633.00 ¥4806.00 | 7 | |
Ähnlich wie Azacitidin ist Decitabin ein weiteres Nukleosidanalogon, das die DNA-Methylierung hemmen kann, was sich indirekt auf die RNA-Verarbeitung und Methylierung auswirkt. | ||||||
Fluorouracil | 51-21-8 | sc-29060 sc-29060A | 1 g 5 g | ¥417.00 ¥1715.00 | 11 | |
Als Pyrimidin-Analogon kann es in die RNA eingebaut werden, wodurch die RNA-Verarbeitung und die Methylierung gestört werden können. | ||||||
DHEA | 53-43-0 | sc-202573 | 10 g | ¥1252.00 | 3 | |
Ein Methionin-Analogon, das als Substrat-Antagonist in Methylierungsprozesse eingreifen kann. | ||||||
1-Hydrazinophthalazine Hydrochloride | 304-20-1 | sc-206167 | 10 g | ¥3159.00 | ||
Es ist bekannt, dass dieses Medikament die DNA-Methylierung hemmt und somit indirekt die RNA-Methylierung und -Verarbeitung beeinflussen kann. | ||||||
Raltitrexed | 112887-68-0 | sc-219933 | 10 mg | ¥1647.00 | ||
Ein Folat-Analogon, das die Thymidylat-Synthase hemmt und möglicherweise die Nukleotidsynthese und indirekt den tRNA-Methylierungsprozess beeinträchtigt. | ||||||
Zebularine | 3690-10-6 | sc-203315 sc-203315A sc-203315B | 10 mg 25 mg 100 mg | ¥1455.00 ¥3204.00 ¥11327.00 | 3 | |
Ein Cytidin-Analogon, das in DNA und RNA eingebaut werden kann und die Methylierung hemmen kann. | ||||||
RG 108 | 48208-26-0 | sc-204235 sc-204235A | 10 mg 50 mg | ¥1478.00 ¥5810.00 | 2 | |
Ein nicht-nukleosidischer DNA-Methyltransferase-Inhibitor, der indirekt die RNA-Methylierung beeinflussen könnte. | ||||||
Homocysteine | 6027-13-0 | sc-507315 | 250 mg | ¥2200.00 | ||
Als Produktinhibitor von Methyltransferase-Enzymen kann es indirekt die Aktivität von TRMU beeinflussen. | ||||||
BIX01294 hydrochloride | 1392399-03-9 | sc-293525 sc-293525A sc-293525B | 1 mg 5 mg 25 mg | ¥417.00 ¥1264.00 ¥4603.00 | ||
EGCG wurde ursprünglich als G9a-Histon-Methyltransferase-Hemmer identifiziert, kann aber auch Off-Target-Effekte auf andere Methylierungsprozesse haben. | ||||||