TRF-Inhibitoren gehören zu einer einzigartigen Klasse chemischer Verbindungen, die speziell auf die TRF-Proteine abzielen, die eine zentrale Rolle bei der Erhaltung und Regulierung der Telomerfunktion spielen. Telomere sind schützende Endkappen der DNA, die sich an den Enden der Chromosomen befinden und die Stabilität und Integrität der Chromosomen während der Zellteilung gewährleisten. Im Laufe der Zeit verkürzen sich die Telomere aufgrund des Problems der Endreplikation auf natürliche Weise, und wenn sie eine kritische Länge erreichen, signalisieren sie der Zelle, dass sie der Seneszenz oder Apoptose unterliegt. Dieser Telomerverkürzung kann durch das Enzym Telomerase entgegengewirkt werden, das telomere Wiederholungen an den Chromosomenenden anfügt. Von zentraler Bedeutung für die Schutzfunktion der Telomere sind die Shelterin-Proteine, von denen TRF1 und TRF2 (Telomeric Repeat-Binding Factors) die wichtigsten sind. Diese TRF-Proteine binden an die doppelsträngige telomere DNA und sind entscheidend für den Schutz und die Struktur der Telomere.
Das komplizierte Gleichgewicht zwischen Telomerlänge und Telomerschutz ist für die Stabilität des Genoms entscheidend. Eine Störung dieses Gleichgewichts kann zu einer Vielzahl zellulärer Anomalien führen, einschließlich genomischer Instabilität und chromosomaler End-zu-End-Fusionen. TRF-Inhibitoren, die auf die TRF-Proteine abzielen, stören deren Bindung an die telomere DNA. Dadurch können sie die Aufrechterhaltung der Telomerlänge, die Verkappung der Telomere und die Telomerfunktion insgesamt beeinträchtigen. Während TRF1 in erster Linie die Telomerlänge und den Zugang zur Telomerase reguliert, ist TRF2 für den Schutz des Telomerendes unerlässlich. Inhibitoren dieser Proteine haben daher das Potenzial, ein breites Spektrum von zellulären Ereignissen zu beeinflussen, die mit der Telomerdynamik zusammenhängen. Angesichts der zentralen Rolle von Telomeren und TRF-Proteinen für die Zellalterung und die Genomstabilität bietet das Verständnis der biochemischen und molekularen Mechanismen von TRF-Inhibitoren wertvolle Einblicke in grundlegende zelluläre Prozesse.
| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
TEMPOL | 2226-96-2 | sc-200825 | 1 g | ¥429.00 | 33 | |
In erster Linie ein Antioxidans. Beeinflusst die Funktion von TRF2 und beeinträchtigt dessen Rolle beim Schutz der Telomere. Steht möglicherweise im Zusammenhang mit der Modulation von oxidativem Stress. | ||||||
Garcinol | 78824-30-3 | sc-200891 sc-200891A | 10 mg 50 mg | ¥1399.00 ¥5664.00 | 13 | |
Hemmt die Interaktion zwischen TRF2 und telomerischer DNA, wodurch die Schutzfunktion von TRF2 am Telomer beeinträchtigt wird. | ||||||
ATM Kinase Inhibitor | 587871-26-9 | sc-202963 | 2 mg | ¥1241.00 | 28 | |
In erster Linie ein ATM-Kinase-Inhibitor, der jedoch die Assoziation von TRF1 mit Telomeren reduziert, was zu einer Telomerverlängerung führt. | ||||||
Colchicine | 64-86-8 | sc-203005 sc-203005A sc-203005B sc-203005C sc-203005D sc-203005E | 1 g 5 g 50 g 100 g 500 g 1 kg | ¥1128.00 ¥3622.00 ¥25824.00 ¥50588.00 ¥205411.00 ¥392038.00 | 3 | |
Wirkt in erster Linie durch Unterbrechung der Mikrotubuli. Beeinflusst die Lokalisierung von TRF1 und TRF2 an den Telomeren, wodurch ihre Schutzfunktion beeinträchtigt werden könnte. | ||||||