Synoviolin-Inhibitoren gehören zu einer besonderen chemischen Klasse, die in erster Linie auf ein bestimmtes Protein abzielt, das als Synoviolin bekannt ist und auch als Hrd1 bezeichnet wird. Synoviolin ist eine E3-Ubiquitin-Ligase, eine entscheidende Komponente des ERAD-Wegs (Endoplasmatisches Retikulum-assoziierter Abbau), der für die Beseitigung fehlgefalteter Proteine verantwortlich ist. Dieses Protein spielt eine zentrale Rolle bei der Aufrechterhaltung der zellulären Homöostase, indem es den ordnungsgemäßen Umsatz von ungefalteten oder fehlgeleiteten Proteinen sicherstellt. Die Hemmung von Synoviolin ist im Zusammenhang mit der zellulären Proteostase von Interesse, da eine Dysregulation des ERAD-Wegs bei verschiedenen pathologischen Zuständen, einschließlich Autoimmunerkrankungen und bestimmten Krebsarten, festgestellt wurde.
Synoviolin-Inhibitoren sind so konzipiert, dass sie mit der katalytischen Stelle von Synoviolin interagieren und seine enzymatische Aktivität stören. Diese Verbindungen weisen häufig spezifische chemische Komponenten auf, die eine Bindung an die aktive Stelle von Synoviolin ermöglichen und so seine normale Funktion bei der Markierung fehlgefalteter Proteine zum Abbau verhindern. Die Entwicklung von Synoviolin-Inhibitoren stellt einen gezielten Ansatz zur Modulation des ERAD-Stoffwechsels dar, der möglicherweise die zellulären Reaktionen auf Stress beeinflusst und den Abbau unerwünschter Proteinaggregate fördert. Die chemische Vielfalt innerhalb dieser Klasse ermöglicht die Erforschung von Struktur-Aktivitäts-Beziehungen, wodurch die Entwicklung von Molekülen mit erhöhter Bindungsaffinität und Selektivität für Synoviolin optimiert wird. Mit dem Fortschreiten der Forschung auf diesem Gebiet kann das detaillierte Verständnis der Synoviolin-Inhibitoren und ihres Wirkmechanismus wertvolle Einblicke in die Mechanismen der zellulären Proteinqualitätskontrolle liefern und den Weg für innovative Strategien zur Beeinflussung der zellulären Proteostase ebnen.
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| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
Eeyarestatin I | 412960-54-4 | sc-358130B sc-358130 sc-358130A sc-358130C sc-358130D sc-358130E | 5 mg 10 mg 25 mg 50 mg 100 mg 500 mg | ¥1286.00 ¥2290.00 ¥3994.00 ¥7864.00 ¥15377.00 ¥65842.00 | 12 | |
Stört den ER-assoziierten Abbau und beeinträchtigt möglicherweise die Funktion der ER-ansässigen Ubiquitin-Ligasen. | ||||||
MLN 4924 | 905579-51-3 | sc-484814 | 1 mg | ¥3227.00 | 1 | |
Hemmt das NEDD8-aktivierende Enzym, was zu einer Anhäufung von fehlgefalteten Proteinen im ER führen kann. | ||||||
Bortezomib | 179324-69-7 | sc-217785 sc-217785A | 2.5 mg 25 mg | ¥1523.00 ¥12241.00 | 115 | |
Proteasom-Inhibitor, der die Belastung des ER erhöhen kann, was sich indirekt auf die Aktivität von Synoviolin auswirkt. | ||||||
MG-132 [Z-Leu- Leu-Leu-CHO] | 133407-82-6 | sc-201270 sc-201270A sc-201270B | 5 mg 25 mg 100 mg | ¥677.00 ¥2990.00 ¥11282.00 | 163 | |
Proteasom-Inhibitor, der eine Erhöhung des ER-Stresses verursachen könnte, was sich indirekt auf Synoviolin auswirkt. | ||||||
Salubrinal | 405060-95-9 | sc-202332 sc-202332A | 1 mg 5 mg | ¥384.00 ¥1173.00 | 87 | |
Selektive Inhibitoren von Phosphatasen, die auf eIF2α abzielen, könnten Synoviolin indirekt durch ER-Stress beeinflussen. | ||||||
Guanabenz HCl | 23113-43-1 | sc-507500 | 100 mg | ¥2775.00 | ||
Es moduliert allosterisch die Reaktion auf ungefaltete Proteine, was die Rolle von Synoviolin beim ERAD beeinflussen kann. | ||||||
Chloroquine | 54-05-7 | sc-507304 | 250 mg | ¥778.00 | 2 | |
Lysosomotropes Mittel, das die zelluläre Autophagie verändern kann und möglicherweise die ER-Stressreaktion beeinträchtigt. | ||||||
Sodium phenylbutyrate | 1716-12-7 | sc-200652 sc-200652A sc-200652B sc-200652C sc-200652D | 1 g 10 g 100 g 1 kg 10 kg | ¥869.00 ¥1873.00 ¥7017.00 ¥56455.00 ¥369858.00 | 43 | |
Chemisches Chaperon, das den ER-Stress reduzieren kann und damit indirekt die Funktion von Synoviolin beeinflusst. | ||||||