Streptolysin-Inhibitoren stellen eine Klasse von Verbindungen dar, die der Wirkung von Streptolysinen entgegenwirken sollen, bei denen es sich um Virulenzfaktoren handelt, die von dem Bakterium Streptococcus pyogenes produziert werden. Streptolysine, einschließlich Streptolysin O (SLO) und Streptolysin S (SLS), sind zytolytische Toxine, die eine zentrale Rolle bei der Pathogenität dieses Bakteriums spielen, indem sie die Lyse von Wirtszellen, einschließlich Erythrozyten, Leukozyten und Epithelzellen, verursachen. Diese Toxine tragen wesentlich dazu bei, dass das Bakterium eine Infektion etablieren und sich der Immunabwehr des Wirts entziehen kann. Die Hemmung ihrer Wirkung kann daher die Auswirkungen der bakteriellen Infektion auf den Wirt verringern.
Die Wirkmechanismen von Streptolysin-Inhibitoren können sehr unterschiedlich sein. Einige Inhibitoren, wie z. B. Cholesterin, wirken, indem sie sich in die Wirtszellmembran integrieren und die porenbildende Fähigkeit von SLO direkt behindern. Wenn Cholesterin an SLO bindet, behindert es die Fähigkeit des Toxins, Poren in den Wirtszellmembranen zu bilden, und verringert so seine zytolytische Aktivität. Ein weiteres Molekül, Ebselen, greift die Thiolgruppe von SLO an. Dadurch wird die Fähigkeit des Toxins zur Oligomerisierung und folglich seine porenbildenden Eigenschaften wirksam unterbunden. Es gibt auch Wirkstoffe wie Methyl-β-Cyclodextrin (MβCD), die indirekt wirken; MβCD entzieht den Zellmembranen Cholesterin und macht sie dadurch weniger anfällig für die SLO-vermittelte Lyse. Dieser indirekte Ansatz reduziert die Bindungs- und Porenbildungsfähigkeiten von SLO, indem sein Hauptrezeptor, das Cholesterin, entfernt wird. Diese Beispiele verdeutlichen zwar einige bekannte Strategien, um der Aktivität von Streptolysin entgegenzuwirken, doch die Erforschung von Hemmstoffen für solche Toxine ist ein sich ständig weiterentwickelndes Gebiet.
Siehe auch...
| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
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Cholesterol | 57-88-5 | sc-202539C sc-202539E sc-202539A sc-202539B sc-202539D sc-202539 | 5 g 5 kg 100 g 250 g 1 kg 25 g | ¥305.00 ¥31691.00 ¥1455.00 ¥2369.00 ¥6577.00 ¥993.00 | 11 | |
Cholesterin integriert sich in die Zellmembran und hemmt die Poren bildende Fähigkeit von Streptolysin O (SLO). Dieses Toxin bildet normalerweise Poren in den Wirtszellmembranen, aber Cholesterin verhindert dies, indem es direkt an das Toxin bindet und so dessen zytolytische Aktivität reduziert. | ||||||
Ebselen | 60940-34-3 | sc-200740B sc-200740 sc-200740A | 1 mg 25 mg 100 mg | ¥372.00 ¥1534.00 ¥5167.00 | 5 | |
Ebselen hemmt die Aktivität von Streptolysin O. Es wirkt, indem es auf die Thiolgruppe von SLO abzielt und so dessen Fähigkeit zur Oligomerisierung und Porenbildung effektiv blockiert. Dieser Thiol-zielende Mechanismus von Ebselen reduziert die zytotoxische Wirkung des Toxins auf Wirtszellen. | ||||||
Methyl-β-cyclodextrin | 128446-36-6 | sc-215379A sc-215379 sc-215379C sc-215379B | 100 mg 1 g 10 g 5 g | ¥226.00 ¥542.00 ¥1805.00 ¥925.00 | 19 | |
MβCD entzieht den Zellmembranen Cholesterin, wodurch diese weniger anfällig für eine durch Streptolysin O vermittelte Lyse werden. Durch die Entfernung von Cholesterin, dem Hauptrezeptor für SLO, reduziert MβCD indirekt die Bindungs- und Porenbildungsfähigkeit des Toxins. | ||||||