SSAT2-Inhibitoren sind eine Klasse chemischer Verbindungen, die speziell auf die Hemmung der Aktivität von SSAT2 (Spermidin/Spermin N1-Acetyltransferase 2) abzielen, einem Enzym, das am Polyaminstoffwechsel beteiligt ist. Polyamine wie Spermidin und Spermin sind kleine organische Kationen, die bei verschiedenen zellulären Prozessen wie der DNA-Stabilisierung, dem Zellwachstum und der Proteinsynthese eine wesentliche Rolle spielen. SSAT2 katalysiert die Acetylierung von Polyaminen und erleichtert so deren Abbau oder Ausscheidung aus der Zelle. Dieser Acetylierungsprozess ist ein entscheidender regulatorischer Schritt bei der Aufrechterhaltung angemessener intrazellulärer Polyamin-Spiegel, indem er deren Biosynthese, Abbau und Export ausgleicht. Durch die Hemmung von SSAT2 stören diese Verbindungen die normale Regulation der Polyamin-Homöostase, was möglicherweise zu veränderten Spermidin- und Sperminspiegeln in der Zelle führt. Der Wirkmechanismus von SSAT2-Inhibitoren besteht in der Regel darin, dass sie an das aktive Zentrum des Enzyms binden und es daran hindern, die Acetylierung von Polyaminen zu katalysieren. Einige Inhibitoren können mit dem Acetyldonor Acetyl-CoA oder den Polyaminsubstraten konkurrieren, während andere Konformationsänderungen induzieren können, die die katalytische Effizienz des Enzyms verringern. Durch die Hemmung von SSAT2 können diese Verbindungen verschiedene zelluläre Prozesse beeinflussen, die von streng regulierten Polyaminspiegeln abhängen, wie z. B. die Genexpression, die Zellproliferation und die intrazelluläre Signalübertragung. Die Hemmung von SSAT2 stört das metabolische Gleichgewicht der Polyamine, was kaskadenartige Auswirkungen auf die zelluläre Homöostase haben kann. Die Erforschung von SSAT2-Inhibitoren liefert wertvolle Erkenntnisse über die Rolle des Polyaminstoffwechsels bei der zellulären Regulation und unterstreicht die Bedeutung von Enzymen wie SSAT2 für die Aufrechterhaltung des Stoffwechselgleichgewichts. Das Verständnis der Hemmung von SSAT2 trägt zu einem umfassenderen Verständnis darüber bei, wie Zellen den Polyaminumsatz steuern und wie sich dies auf kritische biologische Prozesse auswirkt.
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| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
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Difluoromethylornithine | 70052-12-9 | sc-204723 sc-204723A sc-204723B sc-204723C sc-204723D sc-204723E | 10 mg 25 mg 100 mg 250 mg 1 g 5 g | ¥666.00 ¥1501.00 ¥1816.00 ¥3576.00 ¥11090.00 ¥54391.00 | 2 | |
DFMO hemmt Ornithindecarboxylase, ein Schlüsselenzym der Polyaminsynthese. Durch die Verringerung des Gesamtpolyaminspiegels wirkt sich DFMO indirekt auf die Funktion von SAT2 im Polyamin-Stoffwechsel aus. | ||||||
Diminazene Aceturate | 908-54-3 | sc-205651 sc-205651A | 1 g 5 g | ¥1038.00 ¥4253.00 | 11 | |
Diminazenaceturat greift in die Polyaminsynthese ein, indem es auf verschiedene Enzyme in diesem Stoffwechselweg abzielt. Dies kann möglicherweise die Aktivität von SAT2 beim Polyaminumsatz modulieren. | ||||||
Adenosine, periodate oxidized | 34240-05-6 | sc-214510 sc-214510A | 25 mg 100 mg | ¥1343.00 ¥4107.00 | ||
Diese Verbindung hemmt die S-Adenosylmethionin-Decarboxylase, was sich auf die Polyamin-Synthese auswirkt und indirekt die Rolle von SAT2 im Polyamin-Stoffwechsel beeinflusst. | ||||||
MDL 72527 | 93565-01-6 | sc-295375C sc-295375B sc-295375 sc-295375D sc-295375A | 1 mg 5 mg 10 mg 25 mg 50 mg | ¥508.00 ¥1489.00 ¥2268.00 ¥4411.00 ¥8462.00 | ||
Diese Verbindung hemmt die S-Adenosylmethionin-Decarboxylase, was die Polyaminsynthese beeinträchtigt. Die Funktion von SAT2 könnte indirekt durch veränderte Polyaminwerte beeinflusst werden. | ||||||