Chemische Inhibitoren der Natrium/Kalium-ATPase α3 wirken, indem sie an bestimmte Stellen des Proteins binden und seine Aktivität verändern. Ouabain wirkt, indem es spezifisch an das Protein bindet, was dessen Fähigkeit blockiert, Natrium- und Kaliumionen durch die Zellmembran auszutauschen, eine kritische Funktion für die Aufrechterhaltung des elektrochemischen Gradienten, der für zelluläre Prozesse unerlässlich ist. Digoxin und Digitoxin haben einen ähnlichen Mechanismus: Sie hemmen das Protein durch Bindung an seine extrazelluläre Domäne bzw. an dieselbe Stelle wie endogene Kationen und hindern das Enzym daran, seine Ionentransportfunktion auszuführen. Diese Störung der Ionenhomöostase beeinträchtigt die elektrische Aktivität der Zellen. Digoxigenin hingegen konkurriert um die kardiale Glykosid-Bindungsstelle an der Natrium/Kalium-ATPase α3 und stört die für die Funktion der Pumpe notwendigen Konformationsänderungen.
Oleandrin, Bufalin und Marinobufagenin hemmen selektiv die Natrium-/Kalium-ATPase α3, indem sie an das Enzym binden und bestimmte Konformationen stabilisieren oder entscheidende Schritte im Enzymzyklus verhindern. Oleandrin hindert das Enzym daran, den notwendigen Ionenaustausch durchzuführen, Bufalin stabilisiert die E2-Konformation, und Marinobufagenin verhindert die für die ATP-Hydrolyse und den Ionentransport erforderliche Konformationsänderung. Peruvosid hemmt den für den Ionentransport notwendigen Phosphorylierungsschritt und beeinträchtigt damit die Fähigkeit der Pumpe, elektrochemische Gradienten aufrechtzuerhalten. In ähnlicher Weise wirken Telocinobufagin, Proscillaridin A und Cymarin auf die Natrium/Kalium-ATPase α3, indem sie sich an das aktive Zentrum oder an spezifische Ionenstellen binden und so die Fähigkeit des Enzyms, seine Konformationszustände zu durchlaufen, behindern oder den Ionentransportzyklus blockieren, wodurch die Funktion der Pumpe gestoppt und die intrazellulären Ionenkonzentrationen aufrechterhalten werden. Convallatoxin hemmt auch die Natrium/Kalium-ATPase α3 durch Bindung an die K+-Bindungsstelle und verhindert so die für den Ionentransport erforderlichen Konformationsänderungen. Durch diese verschiedenen Wirkungsweisen unterbricht jeder chemische Inhibitor den Ionentransportmechanismus, der für das ordnungsgemäße Funktionieren der Natrium/Kalium-ATPase α3 entscheidend ist.
Siehe auch...
| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
Ouabain-d3 (Major) | sc-478417 | 1 mg | ¥5822.00 | |||
Ouabain bindet spezifisch an die Natrium/Kalium-ATPase α3 und hemmt diese, indem es ihre Fähigkeit blockiert, Natrium- und Kaliumionen durch die Zellmembran auszutauschen, was für die Aufrechterhaltung des elektrochemischen Gradienten, der viele zelluläre Prozesse antreibt, unerlässlich ist. | ||||||
12β-Hydroxydigitoxin | 20830-75-5 | sc-213604 sc-213604A | 1 g 5 g | ¥1613.00 ¥7830.00 | ||
12β-Hydroxydigitoxin hemmt die Natrium/Kalium-ATPase α3 durch Bindung an ihre extrazelluläre Domäne und verhindert so, dass das Enzym den Ionentransport ausführt, wodurch die Ionenhomöostase und die elektrische Aktivität der Zellen gestört werden. | ||||||
Digoxigenin | 1672-46-4 | sc-214892 sc-214892A | 25 mg 100 mg | ¥1151.00 ¥1839.00 | ||
Digoxigenin hemmt die Natrium/Kalium-ATPase α3 durch kompetitive Bindung an die Herzglykosid-Bindungsstelle und stört so die Konformationsänderungen, die für die Aktivität der Pumpe und den Ionentransport erforderlich sind. | ||||||
Digitoxin | 71-63-6 | sc-207577 sc-207577A sc-207577B sc-207577C sc-207577D | 250 mg 500 mg 1 g 5 g 10 g | ¥1264.00 ¥2098.00 ¥3599.00 ¥12433.00 ¥23015.00 | 2 | |
Digitoxin hemmt die Natrium/Kalium-ATPase α3, indem es an dieselbe Stelle wie endogene Kationen bindet, was zur Hemmung seiner ATPase-Aktivität und des anschließenden Ionentransports führt, wodurch die zelluläre Ionenhomöostase gestört wird. | ||||||
Bufalin | 465-21-4 | sc-200136 sc-200136A sc-200136B sc-200136C | 10 mg 25 mg 50 mg 100 mg | ¥1117.00 ¥2302.00 ¥3847.00 ¥6137.00 | 5 | |
Bufalin hemmt die Natrium/Kalium-ATPase α3, indem es an das aktive Zentrum bindet und die E2-Konformation des Enzyms stabilisiert, wodurch der Enzymzyklus nicht abgeschlossen werden kann und somit der Ionentransport gestoppt wird. | ||||||