Chemische Inhibitoren von Sm D2 können ihre hemmende Wirkung über verschiedene Mechanismen entfalten, vor allem durch Störung des Spleißosoms, des Komplexes, in dem Sm D2 seine Funktion ausübt. Amilorid zum Beispiel greift direkt in die RNA-Bindung ein, einen wichtigen Schritt im Spleißprozess, an dem Sm D2 beteiligt ist. In ähnlicher Weise binden Verbindungen wie Pladienolid B und Meayamycin an Komponenten des SF3b-Komplexes, einem wesentlichen Bestandteil der Spleißmaschinerie. Indem sie den SF3b-Komplex behindern, hemmen diese Chemikalien den Aufbau und die ordnungsgemäße Funktion des Spleißosoms und behindern damit die Rolle von Sm D2 beim RNA-Spleißen. Herboxidien zielt ebenfalls auf das Spleißosom ab, hemmt aber die Spleißaktivität selbst, die eine Schlüsselfunktion von Sm D2 ist. Isoginkgetin trägt weiter zu dieser Hemmung bei, indem es den Zusammenbau des Spleißosoms verhindert, ein Schritt, an dem Sm D2 direkt beteiligt ist.
Darüber hinaus bindet Madrasin an die SF3B1-Untereinheit, einen entscheidenden Partner von Sm D2 innerhalb des Spleißosoms, und unterbricht die Interaktion mit der prä-mRNA, die für den Spleißprozess wesentlich ist. Spliceostatin A und E7107 behindern in ähnlicher Weise die Funktion des Spleißosoms, was zu einer Hemmung der Rolle von Sm D2 beim mRNA-Spleißen führt. Darüber hinaus hemmen Chemikalien wie Placetin A und Toyocamycin, obwohl sie nicht direkt auf Sm D2 abzielen, vorgelagerte Prozesse wie die RNA-Transkription und -Synthese. Auf diese Weise schränken sie die Verfügbarkeit von RNA-Substraten ein, die Sm D2 benötigt, um seine Funktion beim RNA-Spleißen zu erfüllen, was zu seiner funktionellen Hemmung führt. Jede der genannten Chemikalien wirkt, indem sie verschiedene, aber miteinander verbundene Schritte des Spleiß-Zyklus behindert und so gemeinsam die Hemmung der Rolle von Sm D2 bei der RNA-Verarbeitung sicherstellt.
Siehe auch...
| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
Amiloride | 2609-46-3 | sc-337527 | 1 g | ¥3339.00 | 7 | |
Amilorid hemmt Sm D2 durch direkte Beeinträchtigung der RNA-Bindung, da Sm D2 Teil des spleißosomalen Komplexes ist und Amilorid die RNA-Verarbeitung hemmen kann. | ||||||
Pladienolide B | 445493-23-2 | sc-391691 sc-391691B sc-391691A sc-391691C sc-391691D sc-391691E | 0.5 mg 10 mg 20 mg 50 mg 100 mg 5 mg | ¥3373.00 ¥64296.00 ¥125219.00 ¥287691.00 ¥747997.00 ¥32436.00 | 63 | |
Pladienolid B interagiert mit dem SF3b-Komplex, der für den ordnungsgemäßen Aufbau des Spleißosoms entscheidend ist, und hemmt dadurch die Funktion von Sm D2 beim RNA-Spleißen. | ||||||
Herboxidiene | 142861-00-5 | sc-506378 | 1 mg | ¥11384.00 | ||
Herboxidien zielt auf das Spleißosom ab und hemmt so die Spleißaktivität, an der Sm D2 beteiligt ist, was zur Hemmung seiner Funktion im Spleißprozess führt. | ||||||
Isoginkgetin | 548-19-6 | sc-507430 | 5 mg | ¥2538.00 | ||
Isoginkgetin hemmt das Spleißen, indem es den Zusammenbau des Spleißosoms stört; da Sm D2 eine zentrale Komponente des Spleißosoms ist, wird seine Funktion folglich gehemmt. | ||||||
Madrasin | 374913-63-0 | sc-507563 | 100 mg | ¥8462.00 | ||
Madrasin hemmt spezifisch den Spleißfaktor 3B Untereinheit 1 (SF3B1), der für die Funktion von Sm D2 im Spleißosom unerlässlich ist, und hemmt damit dessen Funktion. | ||||||
Spliceostatin A | 391611-36-2 | sc-507481 | 1 mg | ¥20308.00 | ||
Spliceostatin A zielt auf das Spleißosom und hemmt dessen Aufbau und Funktion, was wiederum die Rolle von Sm D2 beim mRNA-Spleißen hemmt. | ||||||
Toyocamycin | 606-58-6 | sc-362812 | 10 mg | ¥1557.00 | ||
Toyocamycin hemmt bekanntermaßen die RNA-Synthese und könnte dadurch die Produktion von RNA-Substraten hemmen, die für die Funktion von Sm D2 beim RNA-Spleißen erforderlich sind. | ||||||