Die Serum- und Glukokortikoid-induzierbare Kinase 3 (SGK3) ist eine Serin/Threonin-Kinase, die eine entscheidende Rolle bei der Regulierung verschiedener zellulärer Prozesse spielt, darunter Ionentransport, Zellüberleben, Proliferation und Apoptose. Als Mitglied der AGC-Kinasefamilie ist SGK3 strukturell und funktionell mit den Akt-Kinasen verwandt und weist eine ähnliche Substratspezifität auf. Sie zeichnet sich durch ihren einzigartigen Aktivierungsmechanismus über den Phosphoinositid-3-Kinase (PI3K)-Stoffwechselweg aus, insbesondere durch die Produktion von Phosphatidylinosit-3-Phosphat (PI3P), das für ihre Lokalisierung in frühen Endosomen wesentlich ist. SGK3 ist an der Regulierung des Natriumkanals ENaC sowie an der Modulation anderer Transporter und Kanäle beteiligt und trägt damit zur Kontrolle der zellulären Ionenhomöostase bei. Darüber hinaus wurde SGK3 als Schlüsselakteur in Signalwegen identifiziert, die das Zellwachstum und -überleben fördern, was es zu einem wichtigen Enzym für das Verständnis der molekularen Mechanismen macht, die verschiedenen physiologischen und pathologischen Zuständen zugrunde liegen, einschließlich seines Beitrags zum Überleben und zur Vermehrung von Krebszellen.
Die Hemmung von SGK3 beruht auf spezifischen Mechanismen, die sich direkt oder indirekt auf die Kinaseaktivität, das Expressionsniveau oder die zelluläre Lokalisierung auswirken können. Die direkte Hemmung zielt in erster Linie auf die katalytische Aktivität von SGK3 ab, was durch kleine Moleküle erreicht werden kann, die mit der ATP-Bindung oder den Substraten am aktiven Zentrum der Kinase konkurrieren. Solche Inhibitoren können die Phosphorylierung von SGK3-Substraten wirksam blockieren und dadurch die nachgeschalteten Signalereignisse verhindern, die für die zellulären Funktionen von SGK3 wesentlich sind. Zu den indirekten Mechanismen der SGK3-Hemmung gehören die Modulation des PI3K-Signalwegs oder die Beeinflussung der PI3P-Synthese, die für die SGK3-Aktivierung und die Lokalisierung in Endosomen entscheidend ist. Darüber hinaus stellen Veränderungen der SGK3-Expression durch genetische Modifikationen, wie z. B. Knockdown- oder Knockout-Techniken, einen weiteren Ansatz zur Untersuchung der funktionellen Folgen der SGK3-Hemmung dar. Das Verständnis dieser Hemmungsmechanismen ist entscheidend für die Aufklärung der komplexen regulatorischen Netzwerke, die die Zellphysiologie steuern, und bietet Einblicke in potenzielle Strategien zur gezielten Beeinflussung von SGK3.
| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
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BI-D1870 | 501437-28-1 | sc-397022 sc-397022A | 1 mg 5 mg | ¥1038.00 ¥2933.00 | 12 | |
BI-D1870 ist ein potenter und selektiver Inhibitor von SGK3, der auf die ATP-Bindungsstelle der Kinase abzielt. Durch diesen Mechanismus unterbricht BI-D1870 die Phosphorylierung von SGK3-Substraten und beeinflusst nachgeschaltete Signalwege, insbesondere solche, die mit dem Überleben und der Vermehrung von Zellen zusammenhängen. Die Spezifität des Wirkstoffs für SGK3 macht ihn zu einem unschätzbaren Werkzeug für Forscher, die SGK3-bezogene zelluläre Funktionen untersuchen. | ||||||