SERF1-Inhibitoren sind eine Klasse chemischer Verbindungen, die die Aktivität des menschlichen Proteins SERF1 (Small EDRK-Rich Factor 1) modulieren sollen. SERF1 ist ein kleines, evolutionär konserviertes Protein, das sich durch seine Fähigkeit auszeichnet, die Proteinaggregation zu beeinflussen. Das Protein gehört zur SERF-Familie, die eine entscheidende Rolle bei der Fehlfaltung von Proteinen spielt, insbesondere unter Stressbedingungen. Es wurde nachgewiesen, dass SERF-Proteine als molekulare Chaperone mit ungefalteten oder fehlgefalteten Proteinen interagieren und deren Aggregation erleichtern, wodurch sie eine Rolle bei der zellulären Homöostase spielen. Die Hemmung von SERF1 zielt speziell auf diesen Aggregationsprozess ab und bietet einen molekularen Mechanismus zur Untersuchung der Dynamik von Protein-Protein-Wechselwirkungen und ihrer umfassenderen Rolle in biologischen Systemen. SERF1-Inhibitoren können einen chemischen Rahmen bieten, um besser zu verstehen, wie diese molekularen Chaperone reguliert werden und welche Folgen eine Veränderung ihrer Aktivität auf molekularer und zellulärer Ebene hat. Aus struktureller Sicht sind SERF1-Inhibitoren so konzipiert, dass sie mit den wichtigsten Bindungsdomänen des SERF1-Proteins interagieren und so verhindern, dass es die Aggregation fehlgefalteter Proteine fördert. Diese Inhibitoren können in ihrer Struktur variieren, aber viele wurden entwickelt, um eine Selektivität gegenüber dem SERF1-Protein zu gewährleisten und die Wechselwirkungen mit anderen homologen Proteinen zu minimieren. Das chemische Design von SERF1-Inhibitoren umfasst in der Regel kleine molekulare Gerüste, die in der Lage sind, präzise Bindungen innerhalb hydrophober Taschen oder allosterischer Stellen des Proteins einzugehen. Fortgeschrittene biochemische Methoden wie Kristallographie und Computermodellierung werden häufig eingesetzt, um die Bindungswechselwirkungen zwischen diesen Inhibitoren und SERF1 zu untersuchen. Dies ermöglicht es den Forschern, spezifische Bindungsstellen zu ermitteln und molekulare Designs zu optimieren, um die Spezifität und Wirksamkeit zu verbessern, und liefert Erkenntnisse über das breitere Feld der Proteinaggregation und deren Regulierung durch molekulare Chaperone.
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| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
Trichostatin A | 58880-19-6 | sc-3511 sc-3511A sc-3511B sc-3511C sc-3511D | 1 mg 5 mg 10 mg 25 mg 50 mg | $152.00 $479.00 $632.00 $1223.00 $2132.00 | 33 | |
Trichostatin A kann SERF1 herunterregulieren, indem es die Histone in einem acetylierten Zustand hält, wodurch die Chromatinstruktur um das SERF1-Gen herum kondensiert und seine Transkription unterdrückt wird. | ||||||
5-Azacytidine | 320-67-2 | sc-221003 | 500 mg | $280.00 | 4 | |
5-Azacytidin könnte möglicherweise die SERF1-Expression durch Hemmung der DNA-Methyltransferase verringern, was zu einer Hypomethylierung des SERF1-Genpromotors führt, wodurch die Genexpression zum Schweigen gebracht werden könnte. | ||||||
Rapamycin | 53123-88-9 | sc-3504 sc-3504A sc-3504B | 1 mg 5 mg 25 mg | $63.00 $158.00 $326.00 | 233 | |
Rapamycin (Sirolimus) kann die SERF1-Expression verringern, indem es den mTOR-Signalweg hemmt, der für die Regulierung der Proteinsynthese auf der Translationsebene verantwortlich ist, einschließlich der von SERF1. | ||||||
Retinoic Acid, all trans | 302-79-4 | sc-200898 sc-200898A sc-200898B sc-200898C | 500 mg 5 g 10 g 100 g | $66.00 $325.00 $587.00 $1018.00 | 28 | |
Retinsäure könnte SERF1 herunterregulieren, indem sie an Retinsäurerezeptoren bindet, die die Transkription des SERF1-Gens durch retinoid-responsive Elemente im Promotorbereich unterdrücken. | ||||||
Sodium Butyrate | 156-54-7 | sc-202341 sc-202341B sc-202341A sc-202341C | 250 mg 5 g 25 g 500 g | $31.00 $47.00 $84.00 $222.00 | 19 | |
Natriumbutyrat könnte die SERF1-Expression durch Hemmung von Histondeacetylasen verringern, was zu einer Hyperacetylierung von Histonen und einer anschließenden Verringerung der Transkriptionsaktivität des SERF1-Gens führt. | ||||||
LY 294002 | 154447-36-6 | sc-201426 sc-201426A | 5 mg 25 mg | $123.00 $400.00 | 148 | |
LY294002 kann die Expression von SERF1 durch Blockierung von PI3K hemmen, wodurch nachgeschaltete Signalkaskaden unterbrochen werden, die für die Aktivierung von Transkriptionsfaktoren erforderlich sind, die an der Transkription des SERF1-Gens beteiligt sind. | ||||||
PD 98059 | 167869-21-8 | sc-3532 sc-3532A | 1 mg 5 mg | $40.00 $92.00 | 212 | |
PD98059 könnte die SERF1-Expression durch Hemmung von MEK reduzieren, was wiederum die Aktivierung des ERK-Signals, das für die Transkription des SERF1-Gens erforderlich ist, verringern würde. | ||||||