RhAG, auch bekannt als Rh-assoziiertes Glykoprotein, ist ein entscheidender Bestandteil des Rh-Blutgruppensystems, der hauptsächlich in roten Blutkörperchen (RBC) und Nierentubuluszellen vorkommt. Seine Hauptfunktion besteht in der Vermittlung des Transports von Ammoniumionen durch die Zellmembran, wodurch es eine zentrale Rolle im Säure-Basen-Gleichgewicht und bei den Ammoniak-Entgiftungsprozessen im Körper spielt. RhAG fungiert als Ammoniakkanal, der die Bewegung von Ammoniak durch Zellmembranen als Reaktion auf Konzentrationsgradienten erleichtert. Diese Transportaktivität ist für die Aufrechterhaltung des richtigen pH-Werts in verschiedenen Geweben und Organen sowie für die Verhinderung der Ansammlung toxischer Ammoniakmetaboliten von wesentlicher Bedeutung. Darüber hinaus ist RhAG an der Regulierung der osmotischen Stabilität der roten Blutkörperchen beteiligt, indem es die Bewegung von Wasser und anderen gelösten Stoffen durch die Zellmembran erleichtert.
Die Hemmung von RhAG stellt eine Strategie zur Modulation des Ammoniaktransports und des Säure-Basen-Gleichgewichts im Körper dar. Die Funktion von RhAG kann durch verschiedene Mechanismen gehemmt werden, z. B. durch gezielte Beeinflussung der Expressionsstärke oder durch Beeinträchtigung der Transportaktivität. Die Hemmung der RhAG-Expression kann durch genetische oder molekulare Ansätze wie RNA-Interferenz oder Gen-Editierungstechniken erreicht werden, die die RhAG-mRNA- und -Proteinspiegel herunterregulieren können. Alternativ können spezifische Inhibitoren entwickelt werden, die auf die Ammoniak-Transportaktivität von RhAG abzielen und dessen Funktion direkt blockieren. Diese Inhibitoren können wirken, indem sie an RhAG binden und dessen Fähigkeit beeinträchtigen, Ammoniak durch die Zellmembran zu transportieren, wodurch die Säure-Basen-Homöostase gestört und die Entgiftung von Ammoniak im Körper beeinträchtigt wird. Insgesamt bietet die Aufklärung der Mechanismen der RhAG-Hemmung Einblicke in die physiologische Rolle von RhAG beim Ammoniaktransport und bei der Regulierung des Säure-Basen-Haushalts sowie Ansatzpunkte für Interventionen bei Erkrankungen, bei denen eine RhAG-Dysregulation vorliegt.
| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
Zinc | 7440-66-6 | sc-213177 | 100 g | ¥542.00 | ||
Bindet an Häm, wodurch möglicherweise die Hämoglobinfunktion verändert und indirekt die Rolle von RHAG in Erythrozyten beeinflusst wird. | ||||||
Bepridil | 64706-54-3 | sc-507400 | 100 mg | ¥18277.00 | ||
Moduliert Kalziumkanäle, was die Verformbarkeit der Erythrozyten und indirekt die RHAG-Funktion beeinflussen könnte. | ||||||
Furosemide | 54-31-9 | sc-203961 | 50 mg | ¥463.00 | ||
Hemmt Ionentransporter, könnte indirekt die Rolle von RHAG in der Ionenhomöostase der Erythrozyten beeinflussen. | ||||||
Hydroxyurea | 127-07-1 | sc-29061 sc-29061A | 5 g 25 g | ¥880.00 ¥2933.00 | 18 | |
Verändert die Erythropoese und beeinflusst möglicherweise die RHAG-Expression, indem es die Reifung der Erythrozyten beeinträchtigt. | ||||||
Glyburide (Glibenclamide) | 10238-21-8 | sc-200982 sc-200982A sc-200982D sc-200982B sc-200982C | 1 g 5 g 25 g 100 g 500 g | ¥519.00 ¥688.00 ¥1320.00 ¥1952.00 ¥5979.00 | 36 | |
Hemmt ATP-empfindliche K+-Kanäle, was möglicherweise das Volumen der Erythrozyten und indirekt die Rolle von RHAG verändert. | ||||||
Methazolamide | 554-57-4 | sc-235615 | 1 g | ¥1061.00 | 3 | |
Karbonatanhydrase-Inhibitor, könnte den Bikarbonattransport verändern und indirekt RHAG beeinflussen. | ||||||