Zur Aufklärung der Struktur des PT-Targets könnten Techniken wie Röntgenkristallographie, kernmagnetische Resonanzspektroskopie (NMR) und Kryo-Elektronenmikroskopie (Kryo-EM) eingesetzt werden, die Einblicke in die dreidimensionale Konformation des Targetmoleküls ermöglichen. Diese Strukturinformationen sind von entscheidender Bedeutung, da sie es den Wissenschaftlern ermöglichen, wichtige Bindungsstellen zu identifizieren und die für die Aktivität des Zielmoleküls erforderlichen molekularen Wechselwirkungen zu verstehen. Mit diesem Wissen können Chemiker und Biochemiker mit dem Entwurf und der Synthese von Verbindungen beginnen, die mit dem Zielmolekül auf spezifische Weise wechselwirken können. Diese Wechselwirkungen können Wasserstoffbrückenbindungen, ionische Wechselwirkungen, hydrophobe Effekte und Van-der-Waals-Kräfte umfassen, die alle zur Affinität und Spezifität des Inhibitors für das PT-Target beitragen können. Sobald potenzielle hemmende Verbindungen identifiziert sind, können sie durch verschiedene Strategien der medizinischen Chemie auf eine verbesserte Wirksamkeit und Selektivität hin optimiert werden.
In der Optimierungsphase kommt den SAR-Studien (Structure-Activity-Relationship) eine zentrale Bedeutung zu, da sie die chemische Struktur der Leitverbindungen systematisch verändern, um die Auswirkungen auf die Bindungsaffinität zu bewerten. Jede Veränderung der chemischen Struktur liefert Daten, die zur weiteren Verfeinerung des Inhibitorentwurfs verwendet werden können, wie z. B. die Veränderung von Seitenketten, die Einführung von Ringstrukturen oder das Hinzufügen funktioneller Gruppen, die die Bindungsinteraktionen verstärken. Mit Hilfe von Hochdurchsatz-Screening-Methoden kann eine große Anzahl von Verbindungen gegen das PT-Target getestet werden, um schnell die Verbindungen mit der stärksten Hemmwirkung zu identifizieren. Darüber hinaus spielen computergestützte Methoden wie Molecular Modelling und Docking-Simulationen eine immer wichtigere Rolle, da sie vorhersagen, wie eine Verbindung mit dem Target interagieren wird, wodurch sich die Anzahl der erforderlichen physikalischen Experimente verringern kann. Ziel dieses Prozesses ist es, eine Reihe von PT-Inhibitoren zu entwickeln, die sowohl wirksam als auch selektiv sind und mit hoher Affinität an das Ziel binden können, ohne mit anderen ähnlichen Proteinen oder Enzymen zu interagieren. Diese Sammlung von Inhibitoren kann dann als wertvolles Instrument zur Erforschung der Funktion des PT-Targets und zum Verständnis seiner Rolle in verschiedenen biologischen Prozessen eingesetzt werden.
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| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
Warfarin | 81-81-2 | sc-205888 sc-205888A | 1 g 10 g | ¥824.00 ¥2775.00 | 7 | |
Warfarin hemmt die Synthese der biologisch aktiven Formen der Gerinnungsfaktoren II, VII, IX und X, da es als Vitamin-K-Antagonist wirkt. | ||||||
Dicoumarol | 66-76-2 | sc-205647 sc-205647A | 500 mg 5 g | ¥226.00 ¥451.00 | 8 | |
Dicoumarol wirkt ähnlich wie Warfarin als Vitamin-K-Antagonist und reduziert möglicherweise die Produktion von Gerinnungsfaktoren, einschließlich Thrombin. | ||||||
Rivaroxaban | 366789-02-8 | sc-208311 | 2 mg | ¥1783.00 | 18 | |
Rivaroxaban ist ein direkter Faktor-Xa-Inhibitor und könnte indirekt die Thrombinbildung beeinflussen, indem es die Produktion des aktiven Faktors Xa hemmt. | ||||||
Apixaban | 503612-47-3 | sc-364406 sc-364406A | 10 mg 50 mg | ¥2708.00 ¥7153.00 | 2 | |
Apixaban, ein weiterer direkter Faktor-Xa-Inhibitor, könnte durch seine Wirkung auf Faktor Xa auch indirekt die Thrombinbildung verringern. | ||||||
Aspirin | 50-78-2 | sc-202471 sc-202471A | 5 g 50 g | ¥226.00 ¥474.00 | 4 | |
Aspirin hemmt irreversibel COX-1 und beeinträchtigt damit die Thromboxan-A2-Synthese, die die Thrombozytenfunktion modulieren und indirekt die Thrombinaktivität beeinflussen kann. | ||||||
Dabigatran | 211914-51-1 | sc-481166 | 5 mg | ¥2313.00 | 1 | |
Dabigatran hemmt direkt das Thrombin, was zu einer rückgekoppelten Abnahme der Thrombinexpression aufgrund einer gestörten Gerinnungssignalisierung führen könnte. | ||||||
Argatroban | 74863-84-6 | sc-201310 sc-201310A | 10 mg 50 mg | ¥1320.00 ¥5291.00 | 13 | |
Argatroban ist ein direkter Thrombinhemmer und kann eine Rückkopplungshemmung auf die Thrombinexpression ausüben. | ||||||
Bivalirudin | 128270-60-0 | sc-278793 | 5 mg | ¥1241.00 | ||
Bivalirudin hemmt Thrombin direkt, was zu einer verringerten Thrombinaktivität führen und möglicherweise die Expression von Thrombin beeinflussen kann. | ||||||
Edoxaban | 480449-70-5 | sc-483508 | 25 mg | ¥5889.00 | ||
Edoxaban ist ein selektiver Faktor-Xa-Hemmer, der indirekt die Thrombinproduktion reduziert, indem er die Aktivierung von Prothrombin zu Thrombin hemmt. | ||||||
(±)-Sulfinpyrazone | 57-96-5 | sc-202822 sc-202822A | 1 g 5 g | ¥474.00 ¥1061.00 | 2 | |
Sulfinpyrazon hemmt die Thrombozytenaggregation und kann indirekt die Gerinnungskaskade und die Thrombinproduktion beeinflussen. | ||||||