PEPT1-Inhibitoren sind Verbindungen, die spezifisch die Funktion des Peptid-Transporters 1 (PEPT1), eines Proteins aus der Familie der Solute Carrier, beeinträchtigen. PEPT1 befindet sich vor allem im Darm, insbesondere in der Bürstensaummembran der Dünndarmepithelzellen, und spielt eine entscheidende Rolle bei der Aufnahme von Di- und Tri-Peptiden aus Nahrungsproteinen nach deren vorherigem Abbau durch Magenenzyme. Dieses Protein erleichtert die Aufnahme dieser kleinen Peptide in die Enterozyten durch einen protonengekoppelten Mechanismus, d. h. der Transport von Peptiden geht gleichzeitig mit dem Transport von Protonen (H+-Ionen) einher, wobei der pH-Gradient durch die Epithelzellen ausgenutzt wird. Inhibitoren dieses Transporters erregen große Aufmerksamkeit, da sie das Absorptionsprofil von Substraten modulieren können, die normalerweise von PEPT1 erkannt und transportiert werden, wodurch sich die physiologischen Interaktionen und biochemischen Wege, an denen diese Substrate beteiligt sind, verändern.
Die chemischen Strukturen der PEPT1-Inhibitoren können vielfältig sein, wobei die hemmende Wirkung in erster Linie auf ihrer Fähigkeit beruht, an die aktive Stelle des PEPT1-Proteins zu binden oder dessen Konformation oder Funktion auf andere Weise zu verändern. Die Interaktion zwischen den Inhibitoren und dem Transporter kann kompetitiv sein, d. h. der Inhibitor konkurriert direkt mit den Di- oder Tri-Peptiden um die Bindungsstelle, oder nichtkompetitiv, d. h. der Inhibitor bindet an eine andere Stelle und verändert die Konfiguration des Transporters oder die anschließende Internalisierung der Substrate. Die Spezifität und Affinität dieser Inhibitoren kann aufgrund ihrer chemischen Eigenschaften, wie Molekülgröße, Polarität und Ionisierungszustand, erheblich variieren, was sich auf ihre Interaktionsdynamik mit dem Transporter auswirkt. Während diese Verbindungen in erster Linie auf PEPT1 abzielen, ist ihre Selektivität gegenüber anderen, eng verwandten Transportern wie PEPT2 entscheidend für ihre Auswirkungen auf biologische Systeme, was eine genaue strukturelle und funktionelle Charakterisierung erfordert.
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| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
Amiloride • HCl | 2016-88-8 | sc-3578 sc-3578A | 25 mg 100 mg | ¥248.00 ¥643.00 | 6 | |
Amilorid-HCl könnte das Membranpotenzial oder den intrazellulären pH-Wert modulieren und dadurch die Aktivität von PEPT1 beeinflussen. | ||||||
Captopril | 62571-86-2 | sc-200566 sc-200566A | 1 g 5 g | ¥553.00 ¥1027.00 | 21 | |
Captopril, ein ACE-Hemmer, konkurriert möglicherweise mit der Substratbindungsstelle von PEPT1 und reduziert dessen Transportaktivität. | ||||||
Glyburide (Glibenclamide) | 10238-21-8 | sc-200982 sc-200982A sc-200982D sc-200982B sc-200982C | 1 g 5 g 25 g 100 g 500 g | ¥519.00 ¥688.00 ¥1320.00 ¥1952.00 ¥5979.00 | 36 | |
Glyburid kann PEPT1 hemmen, indem es die Substratbindung oder Translokation des Transporters beeinträchtigt. | ||||||
Probenecid | 57-66-9 | sc-202773 sc-202773A sc-202773B sc-202773C | 1 g 5 g 25 g 100 g | ¥316.00 ¥440.00 ¥1128.00 ¥3125.00 | 28 | |
Es ist bekannt, dass Probenecid mit verschiedenen Transportern konkurriert und möglicherweise die Substratbindung von PEPT1 reduziert. | ||||||
FCCP | 370-86-5 | sc-203578 sc-203578A | 10 mg 50 mg | ¥1061.00 ¥4005.00 | 46 | |
FCCP unterbricht den Protonengradienten, was den protonengekoppelten Transportmechanismus von PEPT1 beeinträchtigen kann. | ||||||
Niflumic acid | 4394-00-7 | sc-204820 | 5 g | ¥361.00 | 3 | |
Nifluminsäure kann den zellulären Ionenhaushalt beeinflussen und damit möglicherweise auch die Aktivität von PEPT1. | ||||||
Quinidine | 56-54-2 | sc-212614 | 10 g | ¥1173.00 | 3 | |
Chinidin kann sich an verschiedene Transporter binden und möglicherweise mit PEPT1-Substraten konkurrieren oder seine Konformation beeinträchtigen. | ||||||
Losartan | 114798-26-4 | sc-353662 | 100 mg | ¥1467.00 | 18 | |
Losartan kann mit den Substratbindungsstellen von PEPT1 interagieren oder diese verändern und so die Transportaktivität beeinträchtigen. | ||||||
Omeprazole | 73590-58-6 | sc-202265 | 50 mg | ¥756.00 | 4 | |
Omeprazol kann aufgrund seiner Protonenpumpenhemmung den intrazellulären pH-Wert verändern, was den protonengekoppelten Mechanismus von PEPT1 beeinträchtigen könnte. | ||||||