PAR4-Inhibitoren gehören zu einer bestimmten und wichtigen Klasse von Verbindungen im Bereich der molekularen Pharmakologie. Diese Inhibitoren zielen auf einen spezifischen Rezeptor ab, der als Protease-aktivierter Rezeptor 4, abgekürzt PAR4, bekannt ist. Protease-aktivierte Rezeptoren (PARs) sind eine Untergruppe der G-Protein-gekoppelten Rezeptoren (GPCRs), die eine wichtige Rolle bei der Vermittlung zellulärer Reaktionen auf verschiedene physiologische und pathologische Reize spielen. PAR4 ist ein Teil dieser Familie und wird besonders in Blutplättchen und bestimmten Zelltypen im zentralen Nervensystem exprimiert. Der Mechanismus der PAR4-Aktivierung und der anschließenden Signalübertragung ist auf faszinierende Weise einzigartig. Im Gegensatz zu herkömmlichen GPCRs, die durch Ligandenbindung aktiviert werden, wird PAR4 durch proteolytische Spaltung seines N-Terminus durch Serinproteasen aktiviert. Durch diese Spaltung wird ein gebundener Ligand freigesetzt, der an den Rezeptor selbst bindet und intrazelluläre Signalkaskaden auslöst. PAR4-Inhibitoren entfalten ihre Wirkung, indem sie in diesen Aktivierungsprozess eingreifen. Durch Bindung an spezifische Stellen des Rezeptors verhindern diese Inhibitoren dessen Spaltung und die nachfolgenden nachgeschalteten Signalereignisse. Diese Klasse von Inhibitoren besteht in der Regel aus kleinen Molekülen, die so konzipiert sind, dass sie auf spezifische Weise mit dem PAR4-Rezeptor interagieren und so dessen Aktivierung als Reaktion auf proteolytische Reize hemmen.
Die Erforschung von PAR4-Inhibitoren ist äußerst vielversprechend, um die Komplexität der GPCR-vermittelten Signalübertragung aufzudecken und unser Verständnis der zellulären Reaktionen auf verschiedene physiologische Reize zu erweitern. Durch die Aufklärung der Feinheiten der PAR4-Aktivierung und -Hemmung wollen Forscher Wege zur Modulation zellulärer Verhaltensweisen in verschiedenen Kontexten aufzeigen. Die Entwicklung von PAR4-Inhibitoren stellt einen bedeutenden Fortschritt auf dem Gebiet der molekularen Pharmakologie dar und bietet einen Einblick in die komplexen Regulationsmechanismen, die die zelluläre Kommunikation und Reaktion steuern.
| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
Olaparib | 763113-22-0 | sc-302017 sc-302017A sc-302017B | 250 mg 500 mg 1 g | $210.00 $305.00 $495.00 | 10 | |
Wird bei fortgeschrittenem Eierstockkrebs und Brustkrebs mit BRCA-Mutationen eingesetzt. | ||||||
Rucaparib | 283173-50-2 | sc-507419 | 5 mg | $150.00 | ||
Wird bei Eierstockkrebs und bestimmten Prostatakrebsarten mit BRCA-Mutationen eingesetzt. | ||||||
Niraparib | 1038915-60-4 | sc-507492 | 10 mg | $150.00 | ||
Indiziert bei Eierstockkrebs und anderen soliden Tumoren mit BRCA-Mutationen. | ||||||
Talazoparib | 1207456-01-6 | sc-507440 | 10 mg | $795.00 | ||
Wird bei fortgeschrittenem Brustkrebs mit BRCA-Mutationen eingesetzt. | ||||||
Veliparib | 912444-00-9 | sc-394457A sc-394457 sc-394457B | 5 mg 10 mg 50 mg | $182.00 $275.00 $726.00 | 3 | |
Wird bei verschiedenen Krebsarten untersucht, oft in Kombination mit anderen Therapien. | ||||||
Ceralasertib | 1352226-88-0 | sc-507439 | 10 mg | $573.00 | ||
Zielt sowohl auf PARP als auch auf ATR und wird in Forschungsmodellen für solide Tumore erforscht. | ||||||