Chemische Inhibitoren des P/Q-Typ-Calciumkanals α1A bieten eine Reihe von Mechanismen, durch die sie die Funktion des Kanals blockieren können. ω-Agatoxin IVA, ω-Conotoxin GVIA, ω-Conotoxin MVIIC und ω-Conotoxin TXA sind Peptidtoxine, die mit hoher Affinität an den P/Q-Typ-Calciumkanal α1A binden können, was zu einer Hemmung der Leitfähigkeit des Kanals führt. ω-Agatoxin IVA erzielt seine hemmende Wirkung durch Bindung an den S3-S4-Linker in Domäne III des Kanals, der für die Fähigkeit des Kanals, Kalziumionen zu leiten, von wesentlicher Bedeutung ist. In ähnlicher Weise hemmen ω-Conotoxin GVIA und ω-Conotoxin MVIIC den Kanal, indem sie seine äußere Pore verstopfen und so den für die neuronale Übertragung notwendigen Fluss von Kalziumionen verhindern. ω-Conotoxin TXA bindet ebenfalls an bestimmte Stellen des Kanals, um die Permeation von Kalziumionen zu verhindern.
Andere Inhibitoren wie SNX-482 und Funnel Web Spider Toxin zielen auf die α1-Untereinheit des P/Q-Kalziumkanals α1A ab und behindern den Fluss von Kalziumionen. SNX-482 ist besonders spezifisch in seiner Bindung und stört den kritischen Zufluss von Kalziumionen, der die synaptische Übertragung unterstützt. Metallionen wie Nickel (Ni2+) und Cadmium (Cd2+) verfolgen einen anderen Ansatz: Sie hemmen den Kanal, indem sie sich an seine extrazelluläre Oberfläche binden bzw. die Calciumionen im Kanal ersetzen. Durch diese Substitution wird der normale Gating-Mechanismus gestört, was zu einer verminderten Kanalleitfähigkeit führt. Cuprizon kann durch die Chelatisierung von Kupferionen indirekt die Aktivität des Kalziumkanals α1A vom Typ P/Q hemmen, da Kupfer ein notwendiger Cofaktor für die Funktion des Kanals ist. In ähnlicher Weise bindet PbTx-2 (Brevetoxin-2) an spannungsempfindliche Natriumkanäle, was aufgrund des Zusammenspiels zwischen Natrium- und Kalziumleitungen in Neuronen indirekt den Kalziumkanal α1A vom Typ P/Q beeinflusst. ω-Conotoxin SO-3 schließlich wirkt spezifisch auf den Kalziumkanal α1A des P/Q-Typs, bindet an ihn und verhindert den Einstrom von Kalziumionen, der eine Voraussetzung für eine wirksame Neurotransmission ist. Jeder dieser Inhibitoren stört die normale Funktion des P/Q-Typ-Calciumkanals α1A, indem er direkt oder indirekt den Durchgang von Calciumionen durch den Kanal blockiert, was für seine Rolle bei der zellulären Signalübertragung wesentlich ist.
Siehe auch...
| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
ω-Agatoxin IVA | 145017-83-0 | sc-302015 | 100 µg | ¥5224.00 | ||
ω-Agatoxin IVA hemmt selektiv den P/Q-Typ-Calciumkanal α1A, indem es an den extrazellulären S3-S4-Linker in Domäne III des Kanals bindet, wodurch die Calciumionenleitfähigkeit effektiv blockiert und die Neurotransmitterfreisetzung gestört wird. | ||||||