OR2Y1-Inhibitoren wirken über verschiedene biochemische Mechanismen auf den Geruchsrezeptor OR2Y1. Einige Inhibitoren konkurrieren mit den natürlichen Liganden des Rezeptors, indem sie sich an dieselben Stellen binden, ohne den Rezeptor zu aktivieren, und so verhindern, dass der Rezeptor auf seine spezifischen Geruchsmoleküle reagiert. Wenn die Ligandenbindungsstelle durch solche Inhibitoren besetzt wird, wird der typische, von OR2Y1 eingeleitete Signaltransduktionsprozess behindert, was zu einer verminderten Wahrnehmung von Gerüchen führt. Andere Substanzen wirken indirekt, indem sie zelluläre Prozesse verändern, die die Funktion des Rezeptors beeinflussen. So können beispielsweise Hemmstoffe, die die Energieproduktion innerhalb der Riechneuronen stören, die Aktivität des Rezeptors verringern, da G-Protein-gekoppelte Rezeptoren wie OR2Y1 zur Aufrechterhaltung ihrer Funktionalität auf ATP angewiesen sind. In ähnlicher Weise können Substanzen, die die Ionenhomöostase in Neuronen stören, zu einer funktionellen Hemmung von OR2Y1 führen, indem sie die Signalwege beeinträchtigen, an denen der Rezeptor beteiligt ist.
Darüber hinaus wirken sich einige Inhibitoren auf die Expression und Empfindlichkeit von OR2Y1 aus, indem sie die Spiegel von Hormonen verändern, die die Expression des Rezeptors regulieren, oder indem sie den Signaltransduktionsprozess beeinflussen. Substanzen, die das hormonelle Milieu manipulieren, können nachgelagerte Auswirkungen auf die Verfügbarkeit und Empfindlichkeit des Rezeptors haben. Einige Substanzen können OR2Y1 auch indirekt hemmen, indem sie die für die olfaktorische Signaltransduktion verantwortlichen Neuronen verändern und so die Fähigkeit des zentralen Nervensystems zur Verarbeitung von Geruchsinformationen beeinträchtigen. Darüber hinaus können Chemikalien, die den Gehalt an Neurotransmittern oder die Rezeptoraktivität innerhalb der Riechbahn verändern, die Funktion des Rezeptors modulieren. Solche Veränderungen in der Neurotransmitterlandschaft können die normalen neuronalen Schaltkreise, die am Geruchssinn beteiligt sind, stören, wodurch die OR2Y1-Aktivität verringert und die Gesamtwahrnehmung von Gerüchen beeinträchtigt wird.
| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
Acetophenone | 98-86-2 | sc-239189 | 5 g | ¥226.00 | ||
Diese Chemikalie bindet an OR2Y1 als Agonist, kann aber in hohen Konzentrationen als Desensibilisator wirken, was zu einer verringerten Rezeptoraktivität führt. | ||||||
Eugenol | 97-53-0 | sc-203043 sc-203043A sc-203043B | 1 g 100 g 500 g | ¥361.00 ¥699.00 ¥2459.00 | 2 | |
Eugenol ist dafür bekannt, dass es mit Geruchsrezeptoren interagiert; es kann die OR2Y1-Aktivität durch kompetitive Hemmung verringern, da es sich an dieselbe Stelle des Rezeptors bindet, ihn aber nicht aktiviert. | ||||||
Methimazole | 60-56-0 | sc-205747 sc-205747A | 10 g 25 g | ¥790.00 ¥1264.00 | 4 | |
Methimazol hemmt die Umwandlung von Iodid in Iod und beeinflusst indirekt die Funktion des Geruchsrezeptors, indem es die Schilddrüsenhormonspiegel verändert, die bekanntermaßen die Expression des Geruchsrezeptors regulieren. | ||||||
2,4-Dinitrophenol, wetted | 51-28-5 | sc-238345 | 250 mg | ¥666.00 | 2 | |
Durch die Entkopplung der oxidativen Phosphorylierung kann diese Verbindung zu einem Rückgang des ATP-Spiegels führen, was indirekt die OR2Y1-Aktivität verringert, da G-Protein-gekoppelte Rezeptoren Energie benötigen, um ordnungsgemäß zu funktionieren. | ||||||
Cadmium chloride, anhydrous | 10108-64-2 | sc-252533 sc-252533A sc-252533B | 10 g 50 g 500 g | ¥632.00 ¥2065.00 ¥3971.00 | 1 | |
Cadmium kann Zink an kritischen Stellen in der Zelle ersetzen und so möglicherweise die Signalübertragung durch G-Protein-gekoppelte Rezeptoren, einschließlich der Aktivität von OR2Y1, stören. | ||||||
Chloroform | 67-66-3 | sc-239527A sc-239527 | 1 L 4 L | ¥1264.00 ¥2302.00 | 1 | |
Die Exposition gegenüber Chloroform kann das zentrale Nervensystem und folglich den Riechkolben beeinträchtigen, wodurch die funktionelle Aktivität von Geruchsrezeptoren wie OR2Y1 möglicherweise reduziert wird. | ||||||
Capsaicin | 404-86-4 | sc-3577 sc-3577C sc-3577D sc-3577A | 50 mg 250 mg 500 mg 1 g | ¥1083.00 ¥1805.00 ¥2708.00 ¥4569.00 | 26 | |
Capsaicin aktiviert TRPV1-Kanäle, die zu einer Kalzium-Dysregulation in Neuronen führen können, wodurch indirekt die Aktivität von Geruchsrezeptoren wie OR2Y1 gehemmt wird. | ||||||
Metyrapone | 54-36-4 | sc-200597 sc-200597A sc-200597B | 200 mg 500 mg 1 g | ¥293.00 ¥643.00 ¥993.00 | 4 | |
Diese Chemikalie hemmt die Biosynthese von Kortikosteroiden, die die Empfindlichkeit von Geruchsrezeptoren, einschließlich OR2Y1, beeinflussen können, wodurch ihre funktionelle Aktivität verringert wird. | ||||||