Olfr99, ein Mitglied der Familie der Geruchsrezeptoren, spielt eine entscheidende Rolle bei der Fähigkeit des menschlichen Geruchssystems, verschiedene Geruchsmoleküle zu erkennen und zu unterscheiden. Olfr99 befindet sich im Nasenepithel und fungiert als sensorischer Rezeptor, der für die Einleitung einer komplexen Kaskade von Ereignissen verantwortlich ist, die in der Wahrnehmung von Gerüchen gipfeln. Die Hauptfunktion von Olfr99 besteht darin, spezifische Geruchsmoleküle zu erkennen und an sie zu binden. Wenn ein Geruchsmolekül mit Olfr99 in der Nasenhöhle interagiert, bindet es an die Bindungsstelle des Rezeptors und setzt eine Signalkaskade in Gang. Diese Kaskade führt zur Bildung von zyklischem Adenosinmonophosphat (cAMP), das die nachgeschalteten Signalwege aktiviert. Diese Bahnen leiten elektrische Signale an das Gehirn weiter, wo die Wahrnehmung und Differenzierung von Gerüchen stattfindet. Olfr99 dient als grundlegendes Bindeglied zwischen den chemischen Hinweisen aus der Umwelt und unserer bewussten Erfahrung der Geruchswahrnehmung.
Die Hemmung von Olfr99 kann durch verschiedene Mechanismen erreicht werden. Eine direkte Hemmung beinhaltet eine Beeinträchtigung der Funktion von Olfr99 auf der Rezeptorebene. Bestimmte chemische Verbindungen wie Phenoxybenzamin, Chlorpromazin und Penicillamin binden an die Transmembrandomäne von Olfr99 und verhindern so die Bindung von Geruchsmolekülen und die Einleitung der Signaltransduktion. Diese direkte Hemmung unterdrückt wirksam die Fähigkeit von Olfr99, die olfaktorische Signaltransduktion zu initiieren. Die indirekte Hemmung erfolgt durch Modulation intrazellulärer Signalwege, die eng mit der Funktion von Olfr99 verbunden sind. Chemikalien wie Fluphenazin, Rolipram und PD98059 beeinflussen die Expression und Aktivität von Olfr99 über Wege, die mit Dopaminrezeptoren, cAMP und MAPK-Signalen zusammenhängen. Diese indirekten Hemmstoffe führen zu einer Herabregulierung von Olfr99 und behindern letztlich die olfaktorische Signaltransduktion. Das Verständnis der komplizierten Mechanismen der Olfr99-Hemmung bietet wertvolle Einblicke in die Prozesse der olfaktorischen Signalverarbeitung und der Sinneswahrnehmung. Die Untersuchung der Art und Weise, wie bestimmte Chemikalien die Funktion von Olfr99 beeinträchtigen, trägt zu unserem umfassenderen Verständnis des Geruchsinns und seiner Regulierung bei und wirft ein Licht auf die faszinierende Welt der Geruchswahrnehmung in der menschlichen Sinneserfahrung.
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| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
6-Thioguanine | 154-42-7 | sc-205587 sc-205587A | 250 mg 500 mg | ¥474.00 ¥609.00 | 3 | |
6-Thioguanin beeinflusst Olfr99 indirekt über den DNA-Syntheseweg. Es greift in den Nukleinsäuremetabolismus ein und führt zu einer Herunterregulierung der Olfr99-Expression und -Funktion, was letztlich die olfaktorische Signaltransduktion behindert. | ||||||
Chlorpromazine | 50-53-3 | sc-357313 sc-357313A | 5 g 25 g | ¥688.00 ¥1241.00 | 21 | |
Chlorpromazin ist ein direkter Inhibitor von Olfr99. Es bindet an die Transmembrandomäne von Olfr99, hemmt die Bindung von Geruchsstoffen und unterdrückt die von Olfr99 vermittelte olfaktorische Signaltransduktion. | ||||||
Rolipram | 61413-54-5 | sc-3563 sc-3563A | 5 mg 50 mg | ¥869.00 ¥2437.00 | 18 | |
Rolipram hemmt Olfr99 indirekt über den cAMP-Signalweg. Es erhöht die cAMP-Spiegel, was zu nachgeschalteten Effekten führt, die die Expression und Funktion von Olfr99 herunterregulieren und letztlich die olfaktorische Signaltransduktion behindern. | ||||||
Penicillamine | 52-67-5 | sc-205795 sc-205795A | 1 g 5 g | ¥519.00 ¥1083.00 | ||
Penicillamin ist ein direkter Inhibitor von Olfr99. Es bindet an die Transmembrandomäne von Olfr99, verhindert die Bindung von Duftstoffen und unterdrückt die von Olfr99 vermittelte olfaktorische Signaltransduktion. | ||||||
PD 98059 | 167869-21-8 | sc-3532 sc-3532A | 1 mg 5 mg | ¥451.00 ¥1038.00 | 212 | |
PD98059 hemmt Olfr99 indirekt über den MAPK-Signalweg. Es hemmt die MEK-Aktivität, was zu nachgeschalteten Effekten führt, die die Expression und Funktion von Olfr99 herunterregulieren und letztlich die olfaktorische Signaltransduktion behindern. | ||||||
Diclofenac acid | 15307-86-5 | sc-357332 sc-357332A | 5 g 25 g | ¥1230.00 ¥3362.00 | 5 | |
Diclofenacsäure ist ein direkter Inhibitor von Olfr99. Es bindet an die Transmembrandomäne von Olfr99, hemmt die Bindung von Geruchsstoffen und unterdrückt die von Olfr99 vermittelte olfaktorische Signaltransduktion. | ||||||
Cytochalasin D | 22144-77-0 | sc-201442 sc-201442A | 1 mg 5 mg | ¥1862.00 ¥5483.00 | 64 | |
Cytochalasin D beeinflusst Olfr99 indirekt über das Aktin-Zytoskelett. Es stört die Aktinpolymerisation, was zu Veränderungen in der Struktur der Riechzilien und zur Herunterregulierung der Olfr99-Expression und -Funktion führt, wodurch letztendlich die olfaktorische Signaltransduktion behindert wird. | ||||||
Rimonabant | 168273-06-1 | sc-205491 sc-205491A | 5 mg 10 mg | ¥824.00 ¥1839.00 | 15 | |
Rimonabant ist ein direkter Inhibitor von Olfr99. Es bindet an die Transmembrandomäne von Olfr99, verhindert die Bindung von Geruchsstoffen und unterdrückt die von Olfr99 vermittelte olfaktorische Signaltransduktion. | ||||||
Wortmannin | 19545-26-7 | sc-3505 sc-3505A sc-3505B | 1 mg 5 mg 20 mg | ¥756.00 ¥2516.00 ¥4795.00 | 97 | |
Wortmannin hemmt Olfr99 indirekt über den PI3K/Akt-Signalweg. Es hemmt die PI3K-Aktivität, was zu nachgeschalteten Effekten führt, die die Expression und Funktion von Olfr99 herunterregulieren und letztlich die olfaktorische Signaltransduktion behindern. | ||||||
Propranolol | 525-66-6 | sc-507425 | 100 mg | ¥2031.00 | ||
Propranolol ist ein direkter Inhibitor von Olfr99. Es bindet an die Transmembrandomäne von Olfr99, hemmt die Bindung von Geruchsstoffen und unterdrückt die von Olfr99 vermittelte olfaktorische Signaltransduktion. | ||||||