Der Geruchsrezeptor Or1r1, der zur Familie der G-Protein-gekoppelten Rezeptoren (GPCR) gehört, spielt eine entscheidende Rolle im komplizierten Prozess der Geruchswahrnehmung. Als Mitglied der Geruchsrezeptor-Genfamilie, die durch Gene mit nur einem kodierenden Exon und einer 7-Transmembrandomänen-Struktur gekennzeichnet ist, ist Or1r1 für die Erkennung von Geruchsmolekülen und die Auslösung neuronaler Reaktionen verantwortlich, die der Wahrnehmung verschiedener Gerüche zugrunde liegen. Die Familie der Geruchsrezeptoren, zu der auch Or1r1 gehört, ist die größte im Genom und unterstreicht die Bedeutung dieser Rezeptoren für die sensorische Funktion von Organismen.
Die Hemmung von Or1r1 umfasst einen vielschichtigen Ansatz mit sowohl direkten als auch indirekten Mechanismen. Die direkte Hemmung stört die Funktion des Rezeptors, indem sie an ihn bindet und die Struktur der 7-Transmembrandomäne beeinträchtigt, wodurch seine Fähigkeit, Geruchssignale effektiv weiterzuleiten, beeinträchtigt wird. Die indirekte Hemmung hingegen zielt auf damit verbundene Signalwege wie cAMP, TRP-Kanäle und die GABA-erge Übertragung. Diese indirekten Hemmstoffe modulieren die durch G-Proteine vermittelte Signalübertragung und stellen eine zusätzliche Hemmschicht für die Geruchswahrnehmung dar. Das vielfältige Spektrum an Hemmstoffen spiegelt insgesamt eine umfassende Strategie zur Störung der Rolle von Or1r1 bei der Geruchserkennung wider und bietet potenzielle Möglichkeiten für die experimentelle Erforschung und Validierung dieser Hemmmechanismen. Die experimentelle Validierung ist entscheidend, um die Wirksamkeit dieser Inhibitoren in der Praxis zu bestätigen und die Feinheiten der durch Or1r1 vermittelten olfaktorischen Signaltransduktion weiter zu entschlüsseln.
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| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
Citral | 5392-40-5 | sc-252620 | 1 kg | ¥2392.00 | ||
Citral wirkt als direkter Inhibitor, indem es die Bindung von Geruchsmolekülen an Or1r1 stört. Seine hemmende Wirkung unterbricht die Einleitung der neuronalen Reaktion und behindert so die Wahrnehmung von Gerüchen, die durch den Geruchsrezeptor vermittelt werden. | ||||||
Isopentyl acetate | 123-92-2 | sc-250190 sc-250190A | 100 ml 500 ml | ¥1207.00 ¥2538.00 | ||
Isopentylacetat wirkt als direkter Inhibitor, indem es die Bindung von Geruchsmolekülen an Or1r1 stört. Seine hemmende Wirkung unterbricht die Einleitung der neuronalen Reaktion und behindert so die Wahrnehmung von Gerüchen, die durch den Geruchsrezeptor vermittelt werden. | ||||||
Capsaicin | 404-86-4 | sc-3577 sc-3577C sc-3577D sc-3577A | 50 mg 250 mg 500 mg 1 g | ¥1083.00 ¥1805.00 ¥2708.00 ¥4569.00 | 26 | |
Capsaicin wirkt als indirekter Inhibitor, indem es auf TRPV1-Kanäle abzielt, die mit der Or1r1-Signalübertragung verbunden sind. Durch die Modulation von TRPV1 beeinflusst Capsaicin die G-Protein-vermittelte Transduktion, was zu einer indirekten Hemmung des Geruchsrezeptors und der Geruchswahrnehmung führt. | ||||||
Picrotoxin | 124-87-8 | sc-202765 sc-202765A sc-202765B | 1 g 5 g 25 g | ¥756.00 ¥3227.00 ¥14960.00 | 11 | |
Picrotoxin wirkt als indirekter Inhibitor, indem es den GABAergen Signalweg beeinflusst, der mit Or1r1 assoziiert ist. Seine Modulation der GABAergen Übertragung stört die nachgeschalteten Prozesse, die mit der olfaktorischen Signaltransduktion verbunden sind, und sorgt so für eine indirekte Hemmung des olfaktorischen Rezeptors. | ||||||
Eugenol | 97-53-0 | sc-203043 sc-203043A sc-203043B | 1 g 100 g 500 g | ¥361.00 ¥699.00 ¥2459.00 | 2 | |
Eugenol wirkt als direkter Inhibitor, indem es an Or1r1 bindet und die 7-Transmembrandomänenstruktur stört. Diese Interferenz behindert die Fähigkeit des Rezeptors, Geruchssignale über G-Protein-vermittelte Signalwege zu übertragen, was zu einer Hemmung der Geruchswahrnehmung führt. | ||||||
α-Pinene | 80-56-8 | sc-233784 sc-233784A | 5 ml 250 ml | ¥587.00 ¥1297.00 | 2 | |
Alpha-Pinen wirkt als indirekter Inhibitor, indem es den mit Or1r1 verbundenen zyklischen Nukleotid-Signalweg moduliert. Sein Einfluss auf diesen Signalweg führt zu einer veränderten G-Protein-vermittelten Transduktion von Geruchssignalen, wodurch die Funktion des Geruchsrezeptors indirekt gehemmt wird. | ||||||
1-Octen-3-ol | 3391-86-4 | sc-237604 | 25 g | ¥564.00 | ||
1-Octen-3-ol wirkt als direkter Inhibitor, indem es die 7-Transmembrandomänenstruktur von Or1r1 unterbricht. Diese Interferenz behindert die Fähigkeit des Rezeptors, Geruchssignale über G-Protein-vermittelte Signalwege zu übertragen, was zu einer Hemmung der Geruchswahrnehmung führt. | ||||||