OATP-I-Inhibitoren umfassen ein breites Spektrum von Verbindungen, die die einzigartige Fähigkeit besitzen, die Aktivität der organischen Anionen transportierenden Polypeptid-Isoform (OATP-I) zu modulieren. OATP-I, ein Mitglied der Superfamilie der organischen anionentransportierenden Polypeptide (OATP), ist ein Zellmembrantransporterprotein, das hauptsächlich in der Leber und anderen Geweben vorkommt. Seine entscheidende Funktion besteht darin, die Aufnahme verschiedener endogener und exogener Moleküle, darunter Medikamente, Hormone und andere organische Anionen, in die Zellen zu erleichtern. OATP-I-Inhibitoren wirken durch kompetitive oder nicht-kompetitive Bindung an OATP-I und verändern dadurch dessen Transportfunktion.
Die chemische Struktur der OATP-I-Inhibitoren ist sehr unterschiedlich und umfasst sowohl synthetische als auch natürlich vorkommende Verbindungen. Diese Inhibitoren lassen sich anhand ihrer strukturellen Merkmale und der Mechanismen der Interaktion mit dem OATP-I-Protein in verschiedene Unterkategorien einteilen. Die Hemmung von OATP-I kann über verschiedene Mechanismen erfolgen, darunter die direkte Blockade der Bindungsstelle, durch die Bindung des Inhibitors induzierte Konformationsänderungen und die Modulation nachgeschalteter Signalwege. OATP-I-Inhibitoren spielen eine zentrale Rolle bei pharmakokinetischen Wechselwirkungen, da sie die Absorption, die Verteilung, den Metabolismus und die Ausscheidung von Arzneimitteln, die Substrate für diesen Transporter sind, beeinflussen können. Die Wechselwirkung zwischen OATP-I-Inhibitoren und dem Transporterprotein kann zu einer veränderten zellulären Aufnahme und systemischen Exposition von Arzneimitteln führen und deren pharmakokinetisches Gesamtprofil beeinflussen. Die Untersuchung von OATP-I-Inhibitoren ist für das Verständnis von Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln von entscheidender Bedeutung.
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| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
Rifampicin | 13292-46-1 | sc-200910 sc-200910A sc-200910B sc-200910C | 1 g 5 g 100 g 250 g | ¥1094.00 ¥3700.00 ¥7627.00 ¥16551.00 | 6 | |
Rifampicin hemmt bekanntermaßen auch OATPs. Diese Hemmung kann zu Wechselwirkungen mit Arzneimitteln führen, die Substrate von OATPs sind. | ||||||
Cyclosporin A | 59865-13-3 | sc-3503 sc-3503-CW sc-3503A sc-3503B sc-3503C sc-3503D | 100 mg 100 mg 500 mg 10 g 25 g 100 g | ¥711.00 ¥1038.00 ¥2821.00 ¥5472.00 ¥11677.00 ¥24155.00 | 69 | |
Cyclosporin ist ein Immunsuppressivum, das häufig bei Organtransplantationen und Autoimmunkrankheiten eingesetzt wird, und hemmt mehrere OATPs. | ||||||
Gemfibrozil | 25812-30-0 | sc-204764 sc-204764A | 5 g 25 g | ¥745.00 ¥3012.00 | 2 | |
Gemfibrozil, das in erster Linie zur Senkung der Blutfettwerte eingesetzt wird, kann verschiedene OATP-Transporter hemmen, was die Aufnahme von gleichzeitig verabreichten Wirkstoffen beeinträchtigen kann. | ||||||
Ritonavir | 155213-67-5 | sc-208310 | 10 mg | ¥1399.00 | 7 | |
Ritonavir ist ein Inhibitor von OATP1B1 und OATP1B3. | ||||||
Atazanavir | 198904-31-3 | sc-207305 | 5 mg | ¥3294.00 | 7 | |
Atazanavir ist dafür bekannt, OATPs zu hemmen. | ||||||
Eltrombopag | 496775-61-2 | sc-207614 sc-207614A sc-207614B | 5 mg 50 mg 100 mg | ¥2967.00 ¥4298.00 ¥5528.00 | 1 | |
Es wurde festgestellt, dass diese Chemikalie OATP1B1 und OATP1B3 hemmt. | ||||||
PSC 833 | 121584-18-7 | sc-361298 sc-361298A sc-361298B sc-361298C sc-361298D | 1 mg 10 mg 50 mg 100 mg 1 g | ¥2448.00 ¥8326.00 ¥29017.00 ¥48941.00 ¥309375.00 | 12 | |
Obwohl Valspodar in erster Linie als P-Glykoprotein-Inhibitor bekannt ist, hemmt es auch OATP1B1 und OATP1B3. | ||||||
Naringin | 10236-47-2 | sc-203443 sc-203443A | 25 g 50 g | ¥508.00 ¥1139.00 | 7 | |
Naringin, ein in Grapefruits enthaltenes Flavonoid, kann OATPs hemmen. | ||||||
Probucol | 23288-49-5 | sc-203666 sc-203666A | 100 mg 1 g | ¥891.00 ¥1873.00 | 5 | |
Probucol wird zur Senkung des Cholesterinspiegels eingesetzt und hemmt bekanntermaßen OATPs. | ||||||
Cobicistat | 1004316-88-4 | sc-500831 | 5 mg | ¥3949.00 | 2 | |
Cobicistat wird häufig als pharmakokinetischer Verstärker in Kombination mit anderen antiretroviralen Mitteln eingesetzt und hemmt OATPs. | ||||||