OATP-A-Inhibitoren stellen eine chemisch definierte Klasse von Verbindungen dar, die für ihre ausgeprägte Fähigkeit bekannt sind, die Funktion von Proteinen des organischen Anionen transportierenden Polypeptids A (OATP-A) zu beeinflussen. Diese Transporter sind integrale Bestandteile von Zellmembranen, die in verschiedenen menschlichen Geweben, darunter Leber, Nieren und Darm, besonders häufig vorkommen. OATP-A-Proteine spielen eine wichtige Rolle bei der Erleichterung des Transmembrantransports eines breiten Spektrums von Molekülen, das sowohl endogene Verbindungen wie Bilirubin, Hormone und Metaboliten als auch exogene Substanzen wie Umweltgifte umfasst. Der genaue Mechanismus der OATP-A-Inhibitoren beruht auf ihrer Interaktion mit den Transmembrandomänen der Transporterproteine. Diese Interaktion kann durch reversible Bindung an spezifische Stellen der OATP-A-Proteinstruktur erfolgen. In einigen Fällen konkurrieren diese Inhibitoren direkt mit den Substraten um die Bindungsstellen im Translokationskanal des Transporters und behindern so die Aufnahme der Substrate.
Alternativ können OATP-A-Inhibitoren Konformationsänderungen in der Transporterstruktur hervorrufen, die zu einer verringerten Affinität für Substrate oder einer behinderten Translokation durch die Lipiddoppelschicht führen. Die Entwicklung und Erforschung von OATP-A-Inhibitoren ist von großer Bedeutung, um die Komplexität der zellulären Transportprozesse zu entschlüsseln. Die Untersuchung dieser Inhibitoren ermöglicht es den Forschern, Einblicke in die molekularen Mechanismen zu gewinnen, die der Substraterkennung, -bindung und -translokation durch OATP-A-Proteine zugrunde liegen. Darüber hinaus haben diese Inhibitoren das Potenzial, als unschätzbare Werkzeuge zur Aufklärung der physiologischen und pharmakologischen Rolle von OATP-A-Transportern in verschiedenen Geweben und Organen zu dienen. Obwohl der Schwerpunkt der OATP-A-Inhibitoren in erster Linie auf der Forschung liegt, hat ihre Untersuchung das Potenzial, zu einem umfassenderen Verständnis von zellulären Transportphänomenen und Rezeptor-Ligand-Interaktionen beizutragen. Durch die Aufklärung der Mechanismen der Hemmung und der Interaktion mit OATP-A-Transportern können Forscher ihr Wissen darüber erweitern, wie Moleküle zelluläre Membranen durchqueren, was zu Fortschritten in Bereichen wie Arzneimittelverabreichung, Pharmakologie und Zellbiologie führt.
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| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
Gemfibrozil | 25812-30-0 | sc-204764 sc-204764A | 5 g 25 g | ¥745.00 ¥3012.00 | 2 | |
Ein in der Forschung verwendeter Wirkstoff zur Senkung von Cholesterin und Triglyceriden. Es ist bekannt, dass es OATP1B1 hemmt. | ||||||
Atazanavir | 198904-31-3 | sc-207305 | 5 mg | ¥3294.00 | 7 | |
Ein antiretrovirales Medikament, das OATP1B1 hemmen kann. | ||||||
12β-Hydroxydigitoxin | 20830-75-5 | sc-213604 sc-213604A | 1 g 5 g | ¥1613.00 ¥7830.00 | ||
Ein Mittel, das in der Forschung bei Herzerkrankungen eingesetzt wird. Es ist ein Substrat und ein Hemmstoff für verschiedene OATP-Transporter. | ||||||
Nelfinavir | 159989-64-7 | sc-507314 | 10 mg | ¥1895.00 | ||
Pravastatin, Sodium Salt | 81131-70-6 | sc-203218 sc-203218A sc-203218B | 25 mg 100 mg 1 g | ¥778.00 ¥1828.00 ¥8879.00 | 2 | |
Ein Statin, das in der Forschung zur Senkung des Cholesterinspiegels eingesetzt wird. Es ist ein Substrat und Hemmstoff von OATP1B1. | ||||||
Bosentan | 147536-97-8 | sc-210957 | 10 mg | ¥2200.00 | 3 | |
Wird bei pulmonaler arterieller Hypertonie eingesetzt. Es hemmt OATP1B1 und OATP1B3. | ||||||
Cimetidine | 51481-61-9 | sc-202996 sc-202996A | 5 g 10 g | ¥699.00 ¥970.00 | 1 | |
Ein H2-Rezeptor-Antagonist, der zur Verringerung der Magensäureproduktion eingesetzt wird. Er kann OATP1A2 und OATP1B1 hemmen. | ||||||
Quinidine | 56-54-2 | sc-212614 | 10 g | ¥1173.00 | 3 | |
Wird bei bestimmten Herzrhythmusstörungen eingesetzt. Es kann OATP1B1 hemmen. | ||||||
Rosuvastatin | 287714-41-4 | sc-481834 | 10 mg | ¥1636.00 | 8 | |
Ein weiteres Statin, das zur Senkung des Cholesterinspiegels eingesetzt wird. Es ist ein Substrat und Hemmstoff von OATP1B1. | ||||||