OASL1-Inhibitoren sind eine Klasse chemischer Verbindungen, die speziell dafür entwickelt wurden, die Aktivität des Enzyms OASL1 (2'-5'-Oligoadenylat-Synthetase-ähnliches Protein 1) zu beeinflussen. OASL1 gehört zur Familie der OAS-Proteine (Oligoadenylat-Synthetase), die eine entscheidende Rolle bei der angeborenen Immunantwort gegen Virusinfektionen spielen. Insbesondere OASL1 ist für seine Fähigkeit bekannt, virale RNA zu erkennen und mit ihr zu interagieren, wodurch eine Signalkaskade ausgelöst wird, die zur Hemmung der viralen Replikation führt. OASL1-Inhibitoren werden so entwickelt, dass sie diesen molekularen Mechanismus stören und letztlich die antivirale Reaktion von OASL1 dämpfen. OASL1-Inhibitoren können in ihrer Struktur stark variieren und eine Reihe organischer Verbindungen umfassen. Diese Inhibitoren sind in der Regel so konzipiert, dass sie die RNA-Bindungsdomäne von OASL1 stören oder dessen Fähigkeit, Komplexe mit viraler RNA zu bilden, behindern.
Diese Interferenz kann durch verschiedene Mechanismen erfolgen, wie z. B. sterische Hinderung, elektrostatische Wechselwirkungen oder durch die Inhibitormoleküle induzierte Konformationsänderungen. Im Wesentlichen wirken OASL1-Inhibitoren als molekulare Antagonisten, die der natürlichen Funktion von OASL1 bei der Immunantwort entgegenwirken.
Die Entwicklung von OASL1-Inhibitoren ist für die Molekularbiologie und Virologie von großem Interesse, da sie wertvolle Instrumente zur Untersuchung der Feinheiten der Reaktion des angeborenen Immunsystems auf Virusinfektionen bieten. Forscher verwenden diese Inhibitoren, um die genauen Mechanismen zu analysieren, durch die OASL1 virale RNA erkennt und mit ihr interagiert, und so Licht in die grundlegenden Aspekte der antiviralen Immunität zu bringen. Darüber hinaus trägt die Untersuchung von OASL1-Inhibitoren zu unserem umfassenderen Verständnis von RNA-Protein-Wechselwirkungen bei.
| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
hydroxychloroquine | 118-42-3 | sc-507426 | 5 g | ¥643.00 | 1 | |
Hydroxychloroquin kann die endosomale Ansäuerung hemmen, die für die OASL1-vermittelte antivirale Reaktion notwendig ist, da OASL1 dafür bekannt ist, die Produktion von Interferonen als Reaktion auf virale RNA, die in Endosomen erkannt wird, zu verstärken. | ||||||
Chloroquine | 54-05-7 | sc-507304 | 250 mg | ¥778.00 | 2 | |
Ähnlich wie Hydroxychloroquin stört Chloroquin die endosomale Ansäuerung und beeinträchtigt so den Erkennungsmechanismus von OASL1 für virale RNA, was ein entscheidender Schritt für seine Aktivierung und die anschließenden antiviralen Maßnahmen ist. | ||||||
Zinc | 7440-66-6 | sc-213177 | 100 g | ¥542.00 | ||
1-Hydroxypyridin-2-thion-Zinksalz kann die Phosphorylierung von Proteinen hemmen, die an antiviralen Reaktionen beteiligt sind, was möglicherweise zur funktionellen Hemmung von OASL1 führt, indem es dessen Aktivierung oder die Signalwege, in denen es funktioniert, verhindert. | ||||||
Ribavirin | 36791-04-5 | sc-203238 sc-203238A sc-203238B | 10 mg 100 mg 5 g | ¥711.00 ¥1241.00 ¥2414.00 | 1 | |
Ribavirin, ein Guanosin-Analogon, kann die RNA-Bindung von OASL1 stören, indem es die Struktur von RNA-Nukleotiden nachahmt, wodurch die Fähigkeit von OASL1, sich an die eigentliche virale RNA zu binden und seine Funktion auszuüben, gehemmt wird. | ||||||
BX 795 | 702675-74-9 | sc-281689 sc-281689A sc-281689C sc-281689B sc-281689D sc-281689E | 2 mg 5 mg 10 mg 25 mg 50 mg 100 mg | ¥2471.00 ¥3080.00 ¥3734.00 ¥5585.00 ¥9951.00 ¥16799.00 | 5 | |
BX795 zielt auf TBK1/IKKε ab, Kinasen, die an den Signalwegen beteiligt sind, die zur Produktion von Interferonen führen. Die Hemmung dieser Kinasen könnte indirekt OASL1 hemmen, das die Interferonproduktion verstärkt. | ||||||