Chemische Inhibitoren der Neuraminidase von A. ureafaciens wirken über verschiedene Mechanismen und behindern die Funktion dieses Glykoprotein-Enzyms. Oseltamivir zum Beispiel ahmt das natürliche Substrat der Neuraminidase, die Sialinsäure, nach und bindet sich an das aktive Zentrum des Enzyms. Durch diese Bindung wird die Neuraminidase daran gehindert, Sialinsäurereste zu spalten, ein entscheidender Schritt, der für die Freisetzung der viralen Nachkommen aus den Wirtszellen notwendig ist. Ähnlich interagieren Zanamivir und Peramivir mit dem aktiven Zentrum, das für die katalytische Aktivität des Enzyms entscheidend ist. Diese Inhibitoren ähneln strukturell dem Übergangszustand der Sialinsäure während ihrer Spaltung und hindern das Enzym so an der Ausübung seiner natürlichen Funktion. Laninamivir, ein weiterer Hemmstoff, heftet sich an das aktive Zentrum und bewirkt eine Verringerung der Enzymaktivität, wodurch die Freisetzung neuer Viruspartikel wirksam verhindert wird.
DANA, ein analoger Inhibitor des Übergangszustands, bindet an das aktive Zentrum der Neuraminidase und schränkt deren Fähigkeit ein, Sialinsäure zu spalten. Die Folge dieser Hemmung ist eine verminderte Fähigkeit des Enzyms, die Freisetzung von Viruspartikeln zu unterstützen. Oseltamivir-Carboxylat, die metabolisierte Form von Oseltamivir, zielt auf das aktive Zentrum des Enzyms ab und blockiert so die virale Replikation. Siastatin B und Fluorosialinsäure spielen ebenfalls eine Rolle als Inhibitoren, indem sie an die Neuraminidase binden, wobei erstere die Spaltung der glykosidischen Bindungen der Sialinsäure auf den Wirtszellen blockiert und letztere als Sialinsäure-Imitat fungiert und damit die Rolle des Enzyms bei der Virusfreisetzung behindert. Durch diese verschiedenen, aber spezifischen Wechselwirkungen behindern diese chemischen Hemmstoffe gemeinsam die Aktivität der Neuraminidase von A. ureafaciens.
Siehe auch...
| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
Oseltamivir phosphate | 204255-11-8 | sc-208135 sc-208135A | 10 mg 200 mg | ¥2019.00 ¥7333.00 | 5 | |
Oseltamivir, ein antivirales Medikament, hemmt die Neuraminidase, indem es das natürliche Substrat des Enzyms nachahmt und so die Spaltung von Sialinsäureresten und die Freisetzung von Viruspartikeln verhindert. | ||||||
Zanamivir | 139110-80-8 | sc-208495 | 1 mg | ¥3046.00 | 6 | |
Zanamivir hemmt direkt die Neuraminidase, indem es sich an die aktive Stelle des Enzyms bindet, wodurch die Freisetzung neuer Viruspartikel aus infizierten Zellen verhindert wird. | ||||||
Peramivir | 330600-85-6 | sc-478569 | 1 mg | ¥3576.00 | ||
Peramivir bindet sich an die aktive Stelle der Neuraminidase, was das Enzym daran hindert, Sialinsäure zu spalten, und so die Ausbreitung des Virus stoppt. | ||||||
Laninamivir | 203120-17-6 | sc-488700 sc-488700A sc-488700B sc-488700C sc-488700D sc-488700E | 500 µg 5 mg 50 mg 100 mg 250 mg 1 g | ¥4637.00 ¥30574.00 ¥205468.00 ¥309319.00 ¥463701.00 ¥798224.00 | ||
Laninamivir hemmt durch seine Bindung an die Neuraminidase die enzymatische Aktivität, die für den viralen Lebenszyklus, insbesondere für die Freisetzung von Virionen, entscheidend ist. | ||||||
N-Acetyl-2,3-dehydro-2-deoxyneuraminic acid | 24967-27-9 | sc-215433 sc-215433A sc-215433B | 5 mg 10 mg 25 mg | ¥1895.00 ¥3136.00 ¥6194.00 | ||
DANA wirkt als übergangszustandsanaloger Inhibitor von Neuraminidase, indem es an das aktive Zentrum bindet und die Hydrolyse von Sialinsäure verhindert. | ||||||
Siastatin B microbial | 54795-58-3 | sc-215851 | 5 mg | ¥4840.00 | ||
Siastatin B hemmt die Neuraminidase, indem es sich an das Enzym bindet und so die Spaltung der glykosidischen Verknüpfung von Sialinsäureresten auf den Wirtszellen blockiert. | ||||||