Myo-Inositol-Monophosphatase-1-Inhibitoren (IMPase 1) sind eine Klasse chemischer Verbindungen, die auf die enzymatische Aktivität von Myo-Inositol-Monophosphatase 1 abzielen, einem Enzym, das eine entscheidende Rolle im Phosphatidylinositol-Signalweg spielt. IMPase 1 ist hauptsächlich für die Dephosphorylierung von Inositolmonophosphat verantwortlich, um freies Myo-Inositol zu produzieren, eine entscheidende Komponente bei der Biosynthese von Phosphatidylinositol und seinen Derivaten. Diese Verbindungen binden an das aktive Zentrum von IMPase 1, blockieren dessen katalytische Aktivität und unterbrechen so die Rückführung von Inositolphosphaten zu freiem Myo-Inositol. Durch die Hemmung dieses Enzyms wird der Phosphoinositid-Signalweg moduliert, der an verschiedenen zellulären Prozessen wie der Signaltransduktion, dem Membrantransport und dem Zellwachstum beteiligt ist. Strukturell zeichnen sich IMPase-1-Inhibitoren oft durch ihre Fähigkeit aus, die zweiwertigen Metallionen, typischerweise Magnesium (Mg²⁺), zu chelatisieren, die entscheidende Kofaktoren für die enzymatische Aktivität von IMPase 1 sind. Diese Chelatbildung stört die notwendige Metallionenkoordination im aktiven Zentrum des Enzyms, was zu einem Funktionsverlust führt. Zusätzlich zu ihrer Fähigkeit, Metallionen zu binden, zeigen viele IMPase-1-Inhibitoren spezifische Wechselwirkungen mit Aminosäureresten im aktiven Zentrum des Enzyms, was ihre Bindungsaffinität und Selektivität erhöht. Die Untersuchung dieser Inhibitoren erstreckt sich auf das Verständnis ihrer Struktur-Aktivitäts-Beziehungen, wobei Variationen in chemischen Gerüsten erforscht werden, um ihre Hemmwirkung und Stabilität zu optimieren. Forscher in der Biochemie und Molekularbiologie interessieren sich besonders für diese Inhibitoren, da sie sich zur Untersuchung der mechanistischen Details des Inositolphosphat-Stoffwechsels und ihrer Rolle bei umfassenderen zellulären Funktionen eignen.
Siehe auch...
| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
Lithium | 7439-93-2 | sc-252954 | 50 g | ¥2414.00 | ||
Lithiumcarbonat kann direkt mit Magnesium konkurrieren, einem wesentlichen Kofaktor für IMPase 1, was zu einer Abnahme der Enzymaktivität führt. Diese kompetitive Hemmung kann die Expression von IMPase 1 herunterregulieren, indem sie die normale Funktion des Enzyms im Inositolphosphat-Zyklus stört. | ||||||
Carbamazepine | 298-46-4 | sc-202518 sc-202518A | 1 g 5 g | ¥372.00 ¥801.00 | 5 | |
Carbamazepin kann durch Hemmung von IMPase 1 Inositol-Pools erschöpfen. Diese Erschöpfung könnte eine Rückkopplungsschleife erzeugen, die die Transkription des IMPase-1-Gens herunterreguliert, da die Zelle versucht, ihre Ressourcen zu schonen. | ||||||
Valproic Acid | 99-66-1 | sc-213144 | 10 g | ¥982.00 | 9 | |
Valproinsäure könnte die Expression von IMPase 1 direkt hemmen, indem sie Transkriptionsfaktoren oder Promotoren stört, die für die Genexpression des Enzyms verantwortlich sind, was zu einer verringerten Produktion des Enzyms führt. | ||||||
Fluoxetine | 54910-89-3 | sc-279166 | 500 mg | ¥3588.00 | 9 | |
Fluoxetin kann indirekt die Expression von IMPase 1 durch Veränderung der Konzentration von Neurotransmittern reduzieren, was den Myo-Inositol-Signalweg unterbrechen und zu einer verminderten Synthese des Enzyms führen kann. | ||||||
scyllo-Inositol | 488-59-5 | sc-202808 sc-202808A | 5 mg 25 mg | ¥812.00 ¥2482.00 | ||
Scylloinosit, ein strukturelles Analogon des Substrats von IMPase 1, könnte die Aktivität des Enzyms kompetitiv hemmen. Diese Hemmung könnte eine Rückkopplungsschleife auslösen, die die Expression des Proteins herunterreguliert. | ||||||
Zinc | 7440-66-6 | sc-213177 | 100 g | ¥542.00 | ||
Zinksulfat hat das Potenzial, die enzymatische Aktivität von IMPase 1 durch Veränderung seiner Metallbindungsstelle zu hemmen, was möglicherweise zu einer verringerten Expression des Enzyms aufgrund eines geringeren Funktionsbedarfs führt. | ||||||
Phytic acid solution | 83-86-3 | sc-205806 sc-205806A | 100 ml 500 ml | ¥1704.00 ¥5810.00 | ||
Phytinsäure, ein polyphosphoryliertes Kohlenhydrat, kann Magnesiumionen binden und so die Verfügbarkeit dieses Cofaktors für die IMPase-1-Aktivität verringern, was möglicherweise zu einer Verringerung seiner Expression führt. | ||||||
Sodium Fluoride | 7681-49-4 | sc-24988A sc-24988 sc-24988B | 5 g 100 g 500 g | ¥372.00 ¥440.00 ¥1026.00 | 26 | |
Natriumfluorid kann als Inhibitor verschiedener Enzyme, einschließlich Phosphatasen, wirken. Seine Anwesenheit könnte die Aktivität von IMPase 1 verringern und aufgrund der verminderten Funktionsleistung zu einer Verringerung der Expression des Enzyms führen. | ||||||
Verapamil | 52-53-9 | sc-507373 | 1 g | ¥4219.00 | ||
Verapamil kann durch Blockieren des Calciumeinstroms die calciumvermittelte intrazelluläre Signalübertragung stören. Diese Störung könnte sich auf die calciumabhängige Regulation der IMPase-1-Expression auswirken und zu einer Verringerung der Enzymkonzentration führen. | ||||||