Zu den Inhibitoren des MT 38 kDa-Antigens, eines entscheidenden Bestandteils von Mycobacterium tuberculosis, gehören vor allem Antibiotika und Verbindungen, die verschiedene bakterielle Prozesse stören. Das MT 38 kDa-Antigen, auch bekannt als PstS-1, spielt eine Rolle beim Phosphattransport und ist ein wichtiges Antigen in der Pathogenese der Tuberkulose. Da es sich um ein nicht-enzymatisches Antigen handelt, ist die direkte Hemmung dieses Antigens eine Herausforderung. Stattdessen konzentriert man sich auf Wirkstoffe, die indirekt seine Expression oder Funktionalität beeinflussen, indem sie auf wesentliche Signalwege im Bakterium abzielen. Antibiotika wie Rifampicin, Isoniazid und Pyrazinamid sind klassische Beispiele. Rifampicin hemmt die RNA-Synthese und reduziert dadurch die gesamte Proteinsynthese, zu der auch das MT 38 kDa Antigen gehört. Isoniazid zielt auf die Synthese von Mykolsäuren ab, Schlüsselkomponenten der bakteriellen Zellwand, und wirkt indirekt auf Proteine, die mit der bakteriellen Oberfläche oder Membran verbunden sind. Pyrazinamid unterbricht den Membrantransport und den Energiestoffwechsel und beeinflusst möglicherweise die Funktion von Membranproteinen wie dem MT 38 kDa-Antigen. In ähnlicher Weise beeinflussen Ethambutol und Streptomycin die Zellwandsynthese bzw. die Proteinsynthese und modulieren so die Expression und Stabilität des Antigens.
Die Fluorchinolone, einschließlich Ciprofloxacin und Moxifloxacin, hemmen die DNA-Gyrase und beeinträchtigen damit den bakteriellen DNA-Replikationsprozess. Dieser Mechanismus beeinflusst indirekt die Synthese einer Vielzahl von Proteinen, darunter auch das MT 38 kDa Antigen. Bedaquilin und Linezolid greifen die ATP-Synthase bzw. die bakteriellen Ribosomen an, was zu einer Verringerung der zellulären Energieproduktion und der Proteinsynthese führt, was wiederum die Expression des Antigens beeinflusst. Clofazimin und Amikacin greifen, ähnlich wie andere Antibiotika, in die DNA-Replikation und die Proteinsynthese ein und wirken sich dadurch auf den gesamten Stoffwechselzustand des Bakteriums und die Expression seiner Proteine aus. Ethionamid trägt durch die Hemmung der Mykolsäurebiosynthese zur Störung der bakteriellen Zellwandintegrität bei und wirkt sich damit indirekt auf das MT 38 kDa-Antigen aus.
Siehe auch...
| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
Rifampicin | 13292-46-1 | sc-200910 sc-200910A sc-200910B sc-200910C | 1 g 5 g 100 g 250 g | ¥1094.00 ¥3700.00 ¥7627.00 ¥16551.00 | 6 | |
Eine Verbindung, die die bakterielle RNA-Synthese hemmt; wirkt sich indirekt auf die Expression des MT 38 kDa-Antigens aus, indem es die gesamte Proteinsynthese in Mycobacterium tuberculosis hemmt. | ||||||
Isoniazid | 54-85-3 | sc-205722 sc-205722A sc-205722B | 5 g 50 g 100 g | ¥293.00 ¥1139.00 ¥1647.00 | ||
Greift die Mykolsäuresynthese in Mycobacterium tuberculosis an; wirkt indirekt auf das MT 38 kDa-Antigen, indem es die Integrität der Zellwand und die Lebensfähigkeit der Bakterien stört. | ||||||
Ciprofloxacin | 85721-33-1 | sc-217900 | 1 g | ¥485.00 | 8 | |
Sie hemmen die bakterielle DNA-Gyrase und beeinträchtigen dadurch indirekt die Synthese verschiedener Proteine, einschließlich des MT 38 kDa-Antigens. | ||||||
Ethionamide | 536-33-4 | sc-211429 | 5 g | ¥2821.00 | ||
Hemmt die Mykolsäure-Biosynthese; kann indirekt die Expression und Funktion des MT 38 kDa Antigens in Mycobacterium tuberculosis beeinflussen. | ||||||