MRT4-Inhibitoren sind eine Klasse chemischer Verbindungen, die speziell auf das MRT4-Protein abzielen, einen lebenswichtigen Bestandteil der Ribosomenbiogenese, der insbesondere mit prä-ribosomalen Partikeln im Nukleolus in Verbindung gebracht wird. MRT4, auch bekannt als Mrt4p, ist ein funktionelles Homolog des ribosomalen Proteins P0 und ist an den späten Stadien der Reifung der 60S-ribosomalen Untereinheit beteiligt. MRT4 spielt eine Schlüsselrolle beim Recycling ribosomaler Proteine während der Ribosomenbildung, insbesondere bei der Dissoziation von prä-ribosomalen Komplexen, um die Bindung von P0 zu ermöglichen, wodurch die Bildung der reifen ribosomalen 60S-Untereinheit abgeschlossen wird. Die Hemmung von MRT4 unterbricht diesen entscheidenden Schritt bei der Ribosomenbildung, was wiederum die Proteinsynthese in der Zelle stört. Dies macht MRT4 zu einem zentralen Ziel für die Untersuchung der zellulären Prozesse, die mit der Dynamik und Regulation von Ribosomen verbunden sind. Inhibitoren von MRT4 wirken in der Regel, indem sie seine Interaktion mit ribosomalen Vorläufern blockieren oder seine Dissoziation von Prä-60S-Partikeln behindern. Diese Inhibitoren sind strukturell unterschiedlich und können von kleinen Molekülen, die an die funktionellen Domänen von MRT4 binden, bis hin zu größeren Komplexen reichen, die seine Positionierung oder Bindungskapazität innerhalb des Nukleolus stören. Die Untersuchung von MRT4-Inhibitoren hat neue Wege für das Verständnis der Feinregulierung der Ribosomenbiogenese eröffnet und Einblicke in die strukturellen und biochemischen Wege gegeben, die an der Ribosomenbildung beteiligt sind. Durch die Analyse der molekularen Wechselwirkungen zwischen MRT4 und seinen Inhibitoren können Forscher die Feinheiten der Ribosomenbildung und die wesentlichen Kontrollpunkte aufdecken, die die zelluläre Proteinsynthese regulieren. Diese Forschung trägt dazu bei, das Wissen über die zelluläre Homöostase, die ribosomale Maschinerie und die evolutionäre Erhaltung der Ribosomenbildungsmechanismen über Arten hinweg zu erweitern.
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| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
Actinomycin D | 50-76-0 | sc-200906 sc-200906A sc-200906B sc-200906C sc-200906D | 5 mg 25 mg 100 mg 1 g 10 g | ¥835.00 ¥2742.00 ¥8247.00 ¥29017.00 ¥246489.00 | 53 | |
Bindet DNA und hemmt die RNA-Synthese. Angesichts der Rolle von MRT4 bei der Ribosomenbiogenese kann eine Störung der RNA-Synthese indirekt seine Funktion in der Zelle beeinträchtigen. | ||||||
Fluorouracil | 51-21-8 | sc-29060 sc-29060A | 1 g 5 g | ¥417.00 ¥1715.00 | 11 | |
Beeinflusst die RNA-Verarbeitung und -Funktion. Durch Veränderung der RNA-Stabilität und -Funktion kann es indirekt die Rolle von MRT4 bei der Ribosomenreifung beeinflussen. | ||||||
Pladienolide B | 445493-23-2 | sc-391691 sc-391691B sc-391691A sc-391691C sc-391691D sc-391691E | 0.5 mg 10 mg 20 mg 50 mg 100 mg 5 mg | ¥3373.00 ¥64296.00 ¥125219.00 ¥287691.00 ¥747997.00 ¥32436.00 | 63 | |
Hemmt den SF3b-Komplex des Spleißosoms und beeinträchtigt dadurch das Spleißen der prä-mRNA. Da die Verarbeitung ribosomaler RNA für die Ribosomenbiogenese entscheidend ist, kann sie sich indirekt auf die Funktion von MRT4 auswirken. | ||||||
Spliceostatin A | 391611-36-2 | sc-507481 | 1 mg | ¥20308.00 | ||
Hemmt den SF3b-Komplex des Spleißosoms ähnlich wie Pladienolid B. Diese Hemmung kann sich auf die Verarbeitung ribosomaler RNA und damit auf die Funktion von MRT4 auswirken. | ||||||
BMH-21 | 896705-16-1 | sc-507460 | 10 mg | ¥1862.00 | ||
Hemmt die RNA-Polymerase I, was sich direkt auf die ribosomale RNA-Synthese auswirkt. Dies kann indirekt die Rolle von MRT4 bei der Ribosomenreifung verändern. | ||||||
CX-5461 | 1138549-36-6 | sc-507275 | 5 mg | ¥2764.00 | ||
Hemmt die RNA-Polymerase I. Da die RNA-Polymerase I an der rRNA-Transkription beteiligt ist, kann sich ihre Hemmung auf die Beteiligung von MRT4 an der Ribosomen-Biogenese auswirken. | ||||||
Mycophenolic acid | 24280-93-1 | sc-200110 sc-200110A | 100 mg 500 mg | ¥778.00 ¥3001.00 | 8 | |
Hemmt die Inosinmonophosphat-Dehydrogenase, was zu einer verminderten Guaninnukleotid-Synthese führt, die die RNA-Synthese beeinträchtigen kann. Dies kann indirekt die Funktion von MRT4 beeinflussen. | ||||||
DRB | 53-85-0 | sc-200581 sc-200581A sc-200581B sc-200581C | 10 mg 50 mg 100 mg 250 mg | ¥485.00 ¥2132.00 ¥3565.00 ¥7480.00 | 6 | |
Hemmt die RNA-Polymerase II. Wirkt sich zwar in erster Linie auf die mRNA-Synthese aus, könnte aber auch indirekt Prozesse im Zusammenhang mit MRT4 und der Ribosomenreifung beeinflussen. | ||||||
Oxaliplatin | 61825-94-3 | sc-202270 sc-202270A | 5 mg 25 mg | ¥1264.00 ¥4445.00 | 8 | |
Verknüpft sich mit der DNA, was zu einer Störung der Transkriptionsprozesse führt. Dies könnte indirekt die Rolle von MRT4 bei der Ribosomenbiogenese beeinflussen. | ||||||
α-Amanitin | 23109-05-9 | sc-202440 sc-202440A | 1 mg 5 mg | ¥3035.00 ¥11846.00 | 26 | |
Hemmt die RNA-Polymerase II und beeinträchtigt die mRNA-Synthese. Dies kann nachgelagerte Auswirkungen auf ribosomale Komponenten und die Funktion von MRT4 haben. | ||||||