MAP LC3α-Inhibitoren wirken über unterschiedliche Mechanismen, die jeweils auf bestimmte Aspekte des Autophagie-Signalwegs abzielen, um die Aktivität von MAP LC3α zu regulieren. In erster Linie unterbrechen diese Inhibitoren die Einleitung der Autophagie, indem sie auf Kinasen und Enzyme abzielen, die für die frühen Stadien unerlässlich sind. Diese Unterbrechung führt zu einer verminderten Lipidierung und Rekrutierung von MAP LC3α zu Autophagosomen, wodurch seine entscheidende Rolle bei der Autophagosomenbildung behindert wird. Darüber hinaus konzentrieren sich einige dieser Inhibitoren auf die Produktion wichtiger Lipidsignalmoleküle, was die Beteiligung von MAP LC3α an der Autophagosomen-Keimbildung weiter beeinträchtigt und die Bedeutung der ersten Signalereignisse bei der Autophagie-Regulation unterstreicht.
Ein weiterer entscheidender Aspekt der Hemmung besteht in der Beeinträchtigung der Reifung und des Umsatzes von Autophagosomen. Durch die Blockierung der Fusion von Autophagosomen mit Lysosomen verursachen diese Inhibitoren eine Anhäufung von Autophagosomen, wodurch indirekt die funktionelle Rolle von MAP LC3α eingeschränkt wird, da es in diesen Strukturen eingeschlossen wird. Darüber hinaus verringert die gezielte Hemmung von Enzymen, die für die MAP LC3α-Verarbeitung und -Entfettung verantwortlich sind, die Verfügbarkeit und Funktionalität von MAP LC3α, die für seine autophagische Wirkung unerlässlich sind. Insgesamt zeigen diese Inhibitoren einen vielschichtigen Ansatz zur Modulation der Autophagie und verdeutlichen die Komplexität der Signalwege und molekularen Prozesse, die an diesem entscheidenden zellulären Mechanismus beteiligt sind.
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| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
MHY1485 | 326914-06-1 | sc-507522 | 10 mg | ¥1579.00 | ||
MHY1485 ist ein mTOR-Aktivator. Durch die Aktivierung von mTOR reguliert es die Autophagie negativ und wirkt dem Prozess entgegen, an dem MAP LC3α beteiligt ist. Eine verstärkte mTOR-Aktivität führt zur Hemmung der ULK1-Komplexbildung, die für die Einleitung der Autophagie unerlässlich ist, wodurch die MAP LC3α-Lipidierung und ihre autophagische Aktivität reduziert werden. | ||||||
Verteporfin | 129497-78-5 | sc-475698 sc-475698A | 10 mg 100 mg | ¥3994.00 ¥31183.00 | 5 | |
Verteporfin wirkt ohne Lichtaktivierung als Autophagie-Hemmer, indem es mit YAP1, einem Regulator des Hippo-Signalwegs, interagiert. Diese Interaktion stört die Bildung des YAP1-TEAD-Komplexes, beeinflusst indirekt die Autophagie und führt anschließend zu einer Verringerung der Rekrutierung von MAP LC3α zu Autophagosomen. | ||||||
Concanamycin A | 80890-47-7 | sc-202111 sc-202111A sc-202111B sc-202111C | 50 µg 200 µg 1 mg 5 mg | ¥745.00 ¥1884.00 ¥7593.00 ¥29344.00 | 109 | |
Concanamycin A, ein V-ATPase-Inhibitor wie Bafilomycin A1, verhindert die Autophagosom-Lysosom-Fusion. Diese Hemmung führt zu einer Anhäufung von Autophagosomen und reduziert indirekt die funktionelle Aktivität von MAP LC3α, indem sie dessen Rolle bei der Reifung und dem Umsatz von Autophagosomen behindert. | ||||||
NSC 185058 | 39122-38-8 | sc-507531 | 1 mg | ¥959.00 | ||
NSC 185058 stört die Aktivität von ATG4B, einem Enzym, das für die Verarbeitung von MAP LC3α von entscheidender Bedeutung ist. Durch die Hemmung von ATG4B verhindert diese Verbindung die Delipidierung von MAP LC3α, die für dessen Recycling und den anhaltenden autophagischen Fluss unerlässlich ist, und hemmt so indirekt die Aktivität von MAP LC3α. | ||||||
SAR405 | 1523406-39-4 | sc-507416 | 1 mg | ¥1410.00 | ||
SAR405, ein spezifischer Inhibitor von Vps34, hemmt die Produktion von PI3P, einem wichtigen Initiator der Autophagie. Diese Hemmung verringert die Bildung von Autophagosomen und reduziert in der Folge die Rekrutierung und Lipidierung von MAP LC3α, die für die autophagische Funktion von entscheidender Bedeutung sind. | ||||||
Spautin-1 | 1262888-28-7 | sc-507306 | 10 mg | ¥1895.00 | ||
Spautin-1 zielt auf die deubiquitinierenden Enzyme USP10 und USP13 ab, was zum Abbau des Beclin1-Vps34-Komplexes führt, der für die Bildung von Autophagosomen unerlässlich ist. Dieser Abbau verringert die Rekrutierung und Funktion von MAP LC3α bei der Biogenese von Autophagosomen. | ||||||
PIK-III | 1383716-40-2 | sc-507530 | 5 mg | ¥1918.00 | ||
PIK-III, ein selektiver Inhibitor von Vps34, zielt speziell auf die Produktion von PI3P ab, einem Lipid, das für die Einleitung der Autophagie unerlässlich ist. Durch die Hemmung von Vps34 reduziert PIK-III die Autophagosomen-Keimbildung und damit die Aktivität von MAP LC3α bei der Autophagie. | ||||||
Rocaglamide | 84573-16-0 | sc-203241 sc-203241A sc-203241B sc-203241C sc-203241D | 100 µg 1 mg 5 mg 10 mg 25 mg | ¥3103.00 ¥5348.00 ¥18491.00 ¥28171.00 ¥60291.00 | 4 | |
Rocaglamid, ein Naturprodukt, hemmt nachweislich die Autophagie. Dies geschieht durch Beeinflussung der Signalwege vor der Autophagie-Initiierung, was indirekt zur Verringerung der MAP LC3α-Lipidierung und deren Einbau in Autophagosomen führt. | ||||||