Lamin-C-Inhibitoren sind eine Klasse chemischer Verbindungen, die speziell auf die normale Funktion von Lamin C, einer wichtigen Komponente der Kernlamina, abzielen und diese stören. Die Kernlamina ist ein dichtes fibrilläres Netzwerk, das sich innerhalb der Kernhülle eukaryontischer Zellen befindet. Es bietet dem Zellkern strukturelle Unterstützung und spielt eine wichtige Rolle bei vielen Kernaktivitäten, einschließlich DNA-Replikation, Transkription und Kernaufbau. Lamin C bildet zusammen mit anderen Laminen die wichtigsten Strukturproteine dieses Netzwerks. Bei diesen Proteinen handelt es sich um Intermediärfilamentproteine vom Typ V. Sie spielen eine zentrale Rolle bei der Aufrechterhaltung der Integrität und Form des Kerns und dienen als Gerüst für die Bindung von Chromatin und anderen Kernkomponenten.
Die chemischen Verbindungen, die unter die Kategorie der Lamin-C-Inhibitoren fallen, wirken durch Bindung an Lamin C oder die mit ihm verbundenen Proteine und stören so seine normale Aktivität. Angesichts der komplizierten Rolle von Lamin C bei Kernprozessen können seine Inhibitoren die Stabilität der Kernhülle und die verschiedenen mit der Kernlamina verbundenen Zellfunktionen erheblich beeinträchtigen. Die Spezifität dieser Inhibitoren ist unterschiedlich, wobei einige eine hohe Selektivität für Lamin C aufweisen, während andere mehrere Laminproteine beeinflussen können. Der genaue Wirkmechanismus und die Bindungsstellen können sich zwischen den einzelnen Verbindungen unterscheiden, je nach ihrer chemischen Struktur und der Art ihrer Interaktion mit dem Lamin-C-Protein oder seinen assoziierten molekularen Partnern. Folglich sind die Auswirkungen dieser Inhibitoren vielfältig und reichen von Veränderungen der Kernmorphologie bis hin zu Veränderungen spezifischer zellulärer Funktionen im Zusammenhang mit der Kernlamina.
| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
Retinoic Acid, all trans | 302-79-4 | sc-200898 sc-200898A sc-200898B sc-200898C | 500 mg 5 g 10 g 100 g | ¥745.00 ¥3667.00 ¥6623.00 ¥11485.00 | 28 | |
Retinsäure ist eine oxidierte Form von Vitamin A. Sie spielt eine Rolle bei der Entwicklung, dem Sehvermögen und der Immunantwort. Retinsäure kann die Differenzierung bestimmter Zelltypen beeinflussen, und während dieses Prozesses kommt es zu Veränderungen in den Genexpressionsprofilen. Die Expression von Lamin A/C kann in bestimmten Kontexten durch Retinsäure beeinflusst werden. Retinsäure hemmt Lamin C jedoch nicht direkt, sondern kann stattdessen seine Expression in bestimmten Zellen modulieren. | ||||||
D,L-Sulforaphane | 4478-93-7 | sc-207495A sc-207495B sc-207495C sc-207495 sc-207495E sc-207495D | 5 mg 10 mg 25 mg 1 g 10 g 250 mg | ¥1726.00 ¥3294.00 ¥5517.00 ¥14949.00 ¥95502.00 ¥10526.00 | 22 | |
Sulforaphan ist eine Verbindung, die in Kreuzblütlern wie Brokkoli vorkommt. Sie ist für ihre potenziellen krebshemmenden und antioxidativen Eigenschaften bekannt. Sulforaphan kann bestimmte zytoprotektive Gene induzieren und hat sich in einigen Studien als wirksam für die Kernarchitektur erwiesen. Obwohl es nicht speziell auf Lamin C abzielt, können Veränderungen der Kernarchitektur indirekt Laminine betreffen. | ||||||
Lovastatin | 75330-75-5 | sc-200850 sc-200850A sc-200850B | 5 mg 25 mg 100 mg | ¥327.00 ¥1015.00 ¥3825.00 | 12 | |
Lovastatin gehört zur Klasse der Statine, einer Gruppe von Chemikalien, die hauptsächlich zur Senkung des Cholesterinspiegels im Blut eingesetzt werden. Statine können die Verarbeitung von Prälamin A beeinflussen, da sie sich auf den Mevalonatweg auswirken und die Anzahl der für die posttranslationale Modifikation verfügbaren Farnesylgruppen verringern. Dies hemmt Lamin C nicht spezifisch, kann aber die Lamin-Dynamik und -Verarbeitung in der Zelle beeinflussen. | ||||||
Tipifarnib | 192185-72-1 | sc-364637 | 10 mg | ¥8123.00 | ||
Tipifarnib ist ein Farnesyltransferase-Inhibitor. FTIs wurden ursprünglich als Antikrebsmittel entwickelt. FTIs können die Farnesylierung von Prälamin A verhindern. Mutationen in Lamin A können dazu führen, dass eine Form des Proteins farnesyliert bleibt, was zu Krankheiten wie Progerie beiträgt. Durch die Hemmung der Farnesylierung können FTIs einigen der negativen Auswirkungen dieser Mutationen entgegenwirken. Ihr primäres Ziel ist jedoch nicht Lamin C. | ||||||
Bisphenol A | 80-05-7 | sc-391751 sc-391751A | 100 mg 10 g | ¥3385.00 ¥5528.00 | 5 | |
Bisphenol A (BPA) ist eine organische synthetische Verbindung, die bei der Herstellung bestimmter Kunststoffe verwendet wird. In einigen Studien wurde nachgewiesen, dass BPA die Kernmorphologie beeinflusst. Obwohl es nicht direkt auf Lamin C abzielt, können Veränderungen der Kernmorphologie und -struktur Laminine betreffen, da sie Hauptbestandteile der Kernlamina sind. | ||||||
Nocodazole | 31430-18-9 | sc-3518B sc-3518 sc-3518C sc-3518A | 5 mg 10 mg 25 mg 50 mg | ¥666.00 ¥959.00 ¥1613.00 ¥2787.00 | 38 | |
Nocodazol ist ein bekannter Mikrotubuli-Depolymerisationswirkstoff. Während seine primäre Wirkung auf Mikrotubuli gerichtet ist, kann Nocodazol indirekt die Kernform und möglicherweise die Laminierung beeinflussen. Es ist kein direkter Inhibitor von Lamin C, kann aber zelluläre Strukturen beeinflussen, die mit Laminierung interagieren. | ||||||