Chemische Inhibitoren der β1-Untereinheit des L-Typ-Calciumkanals wirken, indem sie den Durchgang von Calciumionen durch die spannungsabhängigen L-Typ-Calciumkanäle, bei denen die β1-Untereinheit eine entscheidende Rolle spielt, blockieren. Nisoldipin beispielsweise hemmt selektiv den Kalziumeinstrom, indem es an die L-Typ-Kalziumkanäle, zu denen auch die β1-Untereinheit gehört, bindet und diese verändert. Diese Wirkung führt zu einer verminderten Bildung aktiver Kanäle und verhindert so den Eintritt von Kalziumionen in die Zelle. In ähnlicher Weise bindet Nimodipin an diese Kanäle und behindert so den für verschiedene physiologische Funktionen notwendigen Kalziumeinstrom. Die Wirkung von Nimodipin wirkt sich indirekt auf den L-Typ-Calciumkanal β1 aus, indem es die Bildung des aktiven Kanals vermindert, was wiederum den Eintritt von Calcium verringert.
Andere chemische Inhibitoren wie Amlodipin, Verapamil und Diltiazem wirken ebenfalls auf die L-Typ-Calciumkanäle und beeinträchtigen damit die Fähigkeit der β1-Untereinheit, den Calciumeintritt in die Zellen zu erleichtern. Amlodipin zum Beispiel hemmt spezifisch den Kalziumioneneinstrom, was indirekt die Funktion der β1-Untereinheit beeinträchtigt, indem es die Kalziumtransportfähigkeit der Kanäle blockiert. Verapamil und Diltiazem hemmen beide den Eintritt von Kalziumionen in die Zelle, was die Funktion des Herzmuskels und den Gefäßtonus beeinflusst. Durch die Blockierung dieser Kanäle beeinflussen Verapamil und Diltiazem indirekt die Funktion der β1-Untereinheit, indem sie den ordnungsgemäßen Aufbau und Betrieb des Kanals verhindern und so die Kalziumleitfähigkeit verringern. Andere Inhibitoren wie Isradipin, Felodipin, Lacidipin und Nicardipin haben eine ähnliche Wirkungsweise, indem sie die Kalziumkanäle vom L-Typ hemmen, was sich indirekt auf die β1-Untereinheit auswirkt und zu einer Verringerung der Kalziumionendurchlässigkeit und der damit verbundenen Zellfunktionen führt. Clevidipin, Azelnidipin und Benidipin folgen ebenfalls diesem Muster, indem sie auf die Kalziumkanäle vom L-Typ abzielen und folglich die Rolle der β1-Untereinheit im Kanalkomplex beeinträchtigen, wodurch der für verschiedene zelluläre Aktivitäten notwendige Kalziumioneneinstrom verringert wird. Jeder dieser chemischen Inhibitoren interagiert mit den L-Typ-Kalziumkanälen und moduliert dadurch die Funktion der β1-Untereinheit des L-Typ-Kalziumkanals.
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| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
Nimodipine | 66085-59-4 | sc-201464 sc-201464A | 100 mg 1 g | ¥688.00 ¥3464.00 | 2 | |
Nimodipin bindet an L-Typ-Calciumkanäle und hemmt diese. Die Hemmung dieser Kanäle verhindert den Calciumeinstrom, der für verschiedene physiologische Funktionen notwendig ist. Da der L-Typ-Calciumkanal β1 Teil dieser Kanäle ist, hemmt Nimodipin indirekt dessen Funktion, indem es die Bildung des aktiven Kanals und damit den Calciumeinstrom verringert. | ||||||
Amlodipine | 88150-42-9 | sc-200195 sc-200195A | 100 mg 1 g | ¥835.00 ¥1873.00 | 2 | |
Amlodipin hemmt selektiv den Calciumioneneinstrom durch L-Typ-Calciumkanäle. Die Wirkung von Amlodipin kann indirekt den L-Typ-Calciumkanal β1 hemmen, indem es die Fähigkeit dieser Kanäle, Calcium zu transportieren, blockiert, was für die Funktion der glatten Gefäßmuskulatur unerlässlich ist, wodurch die physiologische Rolle des L-Typ-Calciumkanals β1 als Kanaluntereinheit gehemmt wird. | ||||||
Verapamil | 52-53-9 | sc-507373 | 1 g | ¥4219.00 | ||
Verapamil hemmt den Eintritt von Kalziumionen in die Zelle durch L-Typ-Kalziumkanäle, was sich auf die Herzmuskelfunktion und den Gefäßtonus auswirkt. Durch die Blockierung dieser Kanäle hemmt Verapamil indirekt die Funktion des L-Typ-Kalziumkanals β1, indem es den ordnungsgemäßen Aufbau und Betrieb des Kanals verhindert und so die Kalziumleitfähigkeit verringert. | ||||||
Diltiazem | 42399-41-7 | sc-204726 sc-204726A | 1 g 5 g | ¥2358.00 ¥5235.00 | 4 | |
Diltiazem blockiert L-Typ-Calciumkanäle und hemmt dadurch den Einstrom von Calciumionen, die für die Kontraktion des Herzens und der glatten Muskulatur von entscheidender Bedeutung sind. Diese Hemmung des Calciumeinstroms durch die Kanäle hemmt indirekt die Funktion des L-Typ-Calciumkanals β1, indem sie den vollständigen und funktionellen Aufbau des Kanalkomplexes verhindert, an dem die β1-Untereinheit beteiligt ist. | ||||||
Isradipine | 75695-93-1 | sc-201467 sc-201467A | 10 mg 50 mg | ¥993.00 ¥3655.00 | 1 | |
Isradipin ist ein Inhibitor von L-Typ-Calciumkanälen, der den Calciumioneneinstrom in Zellen beeinflusst. Diese Wirkung hemmt indirekt den L-Typ-Calciumkanal β1, da er ein Bestandteil dieser Kanäle ist, und die Hemmung des Kanalkomplexes führt zu einer verminderten Calciumionendurchlässigkeit und den damit verbundenen zellulären Funktionen. | ||||||
Felodipine | 72509-76-3 | sc-201483 sc-201483A | 10 mg 50 mg | ¥1027.00 ¥2505.00 | 1 | |
Felodipin ist dafür bekannt, L-Typ-Calciumkanäle zu hemmen und dadurch den Einstrom von Calciumionen zu reduzieren. Der L-Typ-Calciumkanal β1, als Teil dieser Kanäle, wird indirekt durch Felodipin gehemmt. Die Wirkung des Medikaments stört die Funktion des Kanalkomplexes und hemmt so den Durchtritt von Calciumionen und die daraus resultierenden physiologischen Prozesse. | ||||||
trans Lacidipine | 103890-78-4 | sc-213066 | 10 mg | ¥1726.00 | ||
Lacidipin hemmt L-Typ-Calciumkanäle, was wiederum den Calciumeintritt in die glatten Gefäßmuskelzellen reduziert. Da der L-Typ-Calciumkanal β1 eine Untereinheit dieser Kanäle ist, hemmt Lacidipin indirekt dessen Aktivität, indem es die Kanalbildung und den anschließenden Calciumeinstrom verhindert, der für die Muskelkontraktion und Signalübertragung notwendig ist. | ||||||
Nicardipine hydrochloride | 54527-84-3 | sc-202731 sc-202731A | 1 g 5 g | ¥372.00 ¥936.00 | 5 | |
Nicardipin hemmt L-Typ-Calciumkanäle und verringert so den Calciumioneneintritt in die Zellen, der für die Funktion des Herzens und der glatten Muskulatur von entscheidender Bedeutung ist. Die Hemmung der Kanäle hemmt indirekt den L-Typ-Calciumkanal β1, indem sie die Struktur und Funktion des Kanalkomplexes stört, bei der die β1-Untereinheit eine entscheidende Rolle spielt. | ||||||
Azelnidipine | 123524-52-7 | sc-252395 | 10 mg | ¥970.00 | ||
Azelnidipin hemmt selektiv L-Typ-Calciumkanäle und reduziert so den Einstrom von Calciumionen, die für die Funktion der glatten Gefäßmuskulatur unerlässlich sind. Die Hemmung dieser Kanäle hemmt indirekt den L-Typ-Calciumkanal β1, indem sie den Aufbau und die Funktion des Kanalkomplexes stört, der für eine ordnungsgemäße Calciumleitfähigkeit von der β1-Untereinheit abhängt. | ||||||
Benidipine | 105979-17-7 | sc-278724 | 100 mg | ¥7333.00 | ||
Benidipin wirkt auf L-Typ-Calciumkanäle und verringert den Calciumioneneintritt, der für die Regulierung der Herz- und glatten Muskelaktivität entscheidend ist. Diese Hemmung der Kanalfunktion hemmt indirekt den L-Typ-Calciumkanal β1, indem sie die Bildung funktioneller Kanalkomplexe behindert. | ||||||