KV2.1-Inhibitoren sind eine Gruppe von Verbindungen, die speziell auf den KV2.1-Kaliumkanal abzielen, einen spannungsgesteuerten Kaliumkanal-Subtyp, der eine entscheidende Rolle bei der Regulierung der elektrischen Erregbarkeit von Neuronen und der Freisetzung von Neurotransmittern spielt. Die KV2.1-Kanäle zeichnen sich durch ihre Fähigkeit aus, auf Veränderungen des Membranpotenzials zu reagieren und zur Bildung von Aktionspotenzialen sowie zur Regulierung neuronaler Entlademuster beizutragen. Diese Kanäle sind durch ihre verzögerte Gleichrichterfunktion gekennzeichnet, d. h. sie helfen, das Membranpotenzial nach einem Aktionspotenzial zurückzusetzen, indem sie Kaliumionen aus dem Neuron austreten lassen. Inhibitoren von KV2.1-Kanälen interagieren mit dem Kanalprotein, oft an spezifischen Bindungsstellen, um dessen Leitfähigkeit und Gating-Eigenschaften zu modulieren. Durch Beeinflussung der Aktivität dieser Kanäle können KV2.1-Inhibitoren den Fluss von Kaliumionen durch neuronale Membranen verändern, was sich wiederum auf die gesamte elektrische Aktivität innerhalb neuronaler Netzwerke auswirkt.
Das Verständnis und die Entwicklung von KV2.1-Inhibitoren erfordern einen differenzierten Ansatz in der Kanalpharmakologie und den Feinheiten der Ionenkanalregulierung. Die Entwicklung dieser Inhibitoren basiert auf einem detaillierten Verständnis der Struktur des Kanals, einschließlich der porenbildenden α-Untereinheit, die für die Ionenselektivität und die Gating-Mechanismen verantwortlich ist, sowie der Hilfsuntereinheiten, die das Verhalten des Kanals verändern können. Modernste Techniken wie Kryo-Elektronenmikroskopie, elektrophysiologische Aufzeichnungen und Computermodellierung werden eingesetzt, um die Interaktion zwischen dem Kanal und potenziellen Inhibitoren zu untersuchen. Forscher können eine Vielzahl chemischer Gerüste verwenden, um die gewünschte Hemmung zu erreichen, von kleinen organischen Molekülen bis hin zu Peptiden und größeren Makromolekülen, die eine hohe Spezifität der Interaktion bieten können. Der Entwicklungsprozess umfasst die iterative Synthese und Prüfung von Verbindungen, um ihre Wirksamkeit und Selektivität für KV2.1-Kanäle zu verfeinern.
| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
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2,3-Butanedione 2-Monoxime | 57-71-6 | sc-203774 sc-203774A sc-203774B sc-203774C | 25 g 100 g 250 g 500 g | ¥474.00 ¥880.00 ¥1816.00 ¥3227.00 | ||
2,3-Butandion-2-Monoxim ist ein selektiver Modulator von KV2.1-Kanälen, der sich durch seine Fähigkeit auszeichnet, Wasserstoffbrücken mit wichtigen Aminosäureresten innerhalb der Kanalpore zu bilden. Durch diese Wechselwirkung wird eine geschlossene Konformation stabilisiert und der Ionenfluss wirksam reduziert. Die einzigartigen elektronischen Eigenschaften der Verbindung fördern spezifische elektrostatische Wechselwirkungen, die die Gating-Kinetik beeinflussen. Darüber hinaus erhöhen ihre lipophilen Eigenschaften ihre Affinität für Membranumgebungen, was eine gezielte Kanalaktivierung erleichtert. | ||||||