Chemische Inhibitoren von Kir3 bieten eine Reihe von Mechanismen, mit denen sie den Fluss von Kaliumionen durch diese Kanäle hemmen, was sich direkt auf die Funktion des Proteins auswirkt. Tertiapin-Q wirkt spezifisch, indem es sich an die Pore des Kir3-Kanals bindet und den Durchfluss der Ionen wirksam blockiert. Diese Bindung ist hochselektiv und stellt sicher, dass die Kir3-Kanäle genau getroffen werden, was zu einer robusten Blockade der Kaliumionenleitung führt. Barium hat eine ähnliche porenblockierende Funktion; indem es in den Kanal eindringt, verhindert es physisch den Durchgang von Kaliumionen, was die Aktivität von Kir3 direkt hemmt. Ein weiterer Hemmstoff, Correolide, interagiert mit den Gate-Eigenschaften von Kir3-Kanälen und verhindert, dass sie sich wie üblich als Reaktion auf zelluläre Signale öffnen, wodurch der Ionenfluss gehemmt wird.
Spartein und Norfluoxetin üben ihre Wirkung durch Stabilisierung der geschlossenen Konformation von Kir3-Kanälen bzw. durch Veränderung der Lipidumgebung um den Kanal aus, um die Hemmmechanismen genauer zu beschreiben. Beide führen zu einer Verringerung des Kaliumionenflusses. Chinidin und Haloperidol hemmen Kir3, indem sie die Konformation des Kanals verändern, wodurch seine Fähigkeit, Ionen zu leiten, vermindert wird. Ononetin und Pregnenolonsulfat modulieren die Gating-Dynamik von Kir3-Kanälen, was zu einer verringerten Ionenleitfähigkeit durch diese Kanäle führt. Charybdotoxin, das für seine Breitspektrum-Hemmung von Kaliumkanälen bekannt ist, bindet sich an den äußeren Teil von Kir3-Kanälen und bewirkt so eine Blockade der Ionenpassage. Clofilium schließlich interagiert mit der zytoplasmatischen Domäne von Kir3, was das Gating-Verhalten des Kanals verändert und zu einer geringeren Wahrscheinlichkeit der Kanalöffnung führt, wodurch die Leitfähigkeit der Kaliumionen verringert wird. Jede Chemikalie nutzt eine bestimmte Wechselwirkung mit dem Kir3-Protein, was zu einer funktionellen Hemmung der Ionenkanalaktivität führt.
Siehe auch...
| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
Quinidine | 56-54-2 | sc-212614 | 10 g | ¥1173.00 | 3 | |
Chinidin hemmt Kir3-Kanäle, indem es sich an den Kanal bindet und seine Konformation verändert, wodurch die Fähigkeit des Kanals, Kaliumionen zu leiten, verringert wird. | ||||||
Haloperidol | 52-86-8 | sc-507512 | 5 g | ¥2144.00 | ||
Haloperidol hemmt nachweislich Kir3-Kanäle, indem es sich an den Kanal bindet und dessen Konformation verändert, wodurch sich die Wahrscheinlichkeit verringert, dass sich der Kanal als Reaktion auf Stimuli öffnet. | ||||||
Pregnenolone sulfate sodium salt | 1852-38-6 | sc-301609 | 50 mg | ¥1117.00 | 2 | |
Pregnenolonsulfat hemmt Kir3-Kanäle, indem es die Gating-Eigenschaften des Kanals moduliert, wodurch der Kaliumionenfluss durch den Kanal verringert wird. | ||||||
Charybdotoxin | 95751-30-7 | sc-200979 | 100 µg | ¥4524.00 | 9 | |
Charybdotoxin wird zwar häufig mit der Hemmung von Ca2+-aktivierten K+-Kanälen mit großer Leitfähigkeit in Verbindung gebracht, hemmt aber auch Kir3-Kanäle, indem es an den äußeren Vorhof des Kanals bindet und so die Ionenleitfähigkeit blockiert. | ||||||
Clofilium tosylate | 92953-10-1 | sc-391228 sc-391228A | 25 mg 100 mg | ¥4930.00 ¥11733.00 | 1 | |
Clofilium hemmt Kir3-Kanäle, indem es an die zytoplasmatische Domäne des Kanals bindet und dessen Gating-Eigenschaften verändert, wodurch die Wahrscheinlichkeit einer Kanalöffnung verringert und somit die Kaliumionenleitfähigkeit gehemmt wird. | ||||||