Chemische Inhibitoren von Kininogen I wirken über eine Reihe von Mechanismen, um die normale Funktion dieses Proteins zu verhindern. Aprotinin zielt direkt auf Kininogen I ab, indem es die Serinproteasen hemmt, die für die Spaltung in aktive Kininpeptide verantwortlich sind, und so die Integrität des Kininogen I-Moleküls aufrechterhält und die Bildung von Bradykinin, einem starken Vasodilatator, verhindert. Ecallantide ist ein selektiver Hemmstoff des Plasmakallikreins und reduziert die Spaltung von Kininogen I durch dasselbe Enzym, wodurch die Produktion von Kininen kontrolliert wird. Icatibant hemmt die Funktion von Kininogen I indirekt, indem es die Bradykinin-Rezeptoren blockiert, was den Bedarf an Bradykinin-Produktion und folglich die Verarbeitung von Kininogen I verringert.
Zu den Inhibitoren gehören auch Verbindungen, die die der Verarbeitung von Kininogen I vor- oder nachgelagerten enzymatischen Aktivitäten beeinflussen. Sojabohnen-Trypsin-Inhibitor beispielsweise hemmt die Aktivität verschiedener Serinproteasen, die andernfalls Kininogen I spalten könnten. Nafamostat wirkt auf ein breiteres Spektrum von Proteasen, einschließlich derjenigen, die direkt an der Aktivierung von Kininogen I beteiligt sind, und schützt es so vor der Umwandlung in seine aktiven Kininformen. Tranexamsäure hemmt die Plasminogenaktivierung, ein Prozess, der zu einer Kaskade von Ereignissen führen kann, die schließlich die Aktivierung von Kininogen I nach sich ziehen. Captopril beeinflusst indirekt die Funktion von Kininogen I, indem es das Angiotensin-konvertierende Enzym (ACE) hemmt, das für den Abbau von Bradykinin verantwortlich ist. Infolgedessen kann diese Hemmung die Dynamik der Verarbeitung und Verwendung von Kininogen I verändern. Phosphoramidon hemmt Endopeptidasen, die Bradykinin, ein Nebenprodukt der Spaltung von Kininogen I, abbauen, und beeinflusst so die Verfügbarkeit und Funktion von Bradykinin und indirekt die Verwendung von Kininogen I. Lanadelumab, ein monoklonaler Antikörper, hemmt die Plasmakallikrein-Aktivität, die bei der Spaltung von Kininogen I in seine aktive Form eine zentrale Rolle spielt. Berinert schließlich bietet eine exogene Quelle für einen C1-Inhibitor, der mit Kininogen I um die Bindung an Kallikrein konkurriert und dadurch die Spaltung und Aktivierung von Kininogen I hemmt. Durch diese verschiedenen Mechanismen sind die ausgewählten Chemikalien in der Lage, die funktionelle Verarbeitung von Kininogen I im Körper zu hemmen.
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| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
Aprotinin | 9087-70-1 | sc-3595 sc-3595A sc-3595B | 10 mg 100 mg 1 g | ¥1264.00 ¥4603.00 ¥33846.00 | 51 | |
Ein Serinproteaseinhibitor, der Kininogen I direkt hemmt, indem er dessen Spaltung in Kininpeptide verhindert. | ||||||
Trypsin Inhibitor, soybean | 9035-81-8 | sc-29129 sc-29129A sc-29129B sc-29129C sc-29129D sc-29129F sc-29129E | 50 mg 250 mg 1 g 5 g 10 g 25 g 100 g | ¥463.00 ¥1523.00 ¥3249.00 ¥12410.00 ¥18051.00 ¥29333.00 ¥118461.00 | 14 | |
Hemmt verschiedene Serinproteasen, die Kininogen I spalten könnten, und verhindert so dessen Aktivierung. | ||||||
Nafamostat mesylate | 82956-11-4 | sc-201307 sc-201307A | 10 mg 50 mg | ¥925.00 ¥3452.00 | 4 | |
Hemmt mehrere Proteasen, einschließlich derjenigen, die an der Aktivierung von Kininogen I beteiligt sind, wie z. B. Kallikrein. | ||||||
Tranexamic acid | 1197-18-8 | sc-204921 sc-204921A | 5 g 10 g | ¥327.00 ¥564.00 | 10 | |
Hemmt die Plasminogenaktivierung, was zu einer Kaskade führen kann, die indirekt die Aktivierung von Kininogen I einschließt. | ||||||
Captopril | 62571-86-2 | sc-200566 sc-200566A | 1 g 5 g | ¥553.00 ¥1027.00 | 21 | |
Hemmt das Angiotensin-konvertierende Enzym (ACE), was indirekt den Bradykinin-Abbau verringern kann, was sich auf die Verwendung von Kininogen I auswirkt. | ||||||
Phosphoramidon | 119942-99-3 | sc-201283 sc-201283A | 5 mg 25 mg | ¥2245.00 ¥7130.00 | 8 | |
Ein Endopeptidase-Inhibitor, der indirekt den Abbau von Bradykinin hemmen kann, das sich von Kininogen I ableitet. | ||||||