Chemische Inhibitoren von KCNT2 greifen über verschiedene Mechanismen in die Funktionalität dieses natriumaktivierten Kaliumkanals ein. Chinidin hemmt KCNT2 durch seine Wirkung als Blocker von spannungsabhängigen Kaliumkanälen, indem es das für die Öffnung dieser Kanäle erforderliche Membranpotenzial verändert. In ähnlicher Weise binden Clofiliumtosylat und Correolid an den Kaliumkanalkomplex, stabilisieren den geschlossenen Zustand des Kanals und verhindern so den für die Funktion von KCNT2 entscheidenden Ausfluss von K+-Ionen. Dendrotoxin und Tertiapin üben ihre Wirkung aus, indem sie spezifisch an Kaliumkanäle binden und so den Fluss von Kaliumionen durch KCNT2 behindern. Diese Wirkung beeinträchtigt direkt die Fähigkeit des Kanals, seine normale Funktion zu erfüllen. Tetraethylammonium (TEA) ist ein weiterer klassischer Kaliumkanalblocker, der KCNT2 hemmt, indem er den Kaliumionenfluss blockiert und so die Aktivität des Kanals direkt hemmt.
Darüber hinaus kann Slotoxin, das spezifisch für Slo2-Kaliumkanäle ist, KCNT2 hemmen, indem es die Leitfähigkeit und die Gating-Eigenschaften verändert und so die Aktivität des Kanals wirksam reduziert. Paxillin, Penitrem A, Iberiotoxin, Charybdotoxin und Apamin wirken zwar in erster Linie auf andere Kaliumkanäle wie BK- und SK-Kanäle, hemmen aber indirekt auch KCNT2. So verändern Paxillin und Penitrem A die Kalziumempfindlichkeit und Spannungsabhängigkeit von BK-Kanälen, was sich indirekt auf KCNT2 auswirkt, indem es dessen Aktivierung verhindert. Die Wirkung von Iberiotoxin auf BK-Kanäle wirkt sich auf das Membranpotenzial aus, das ebenfalls für die Aktivierung und ordnungsgemäße Funktion von KCNT2 entscheidend ist. Charybdotoxin blockiert die Kaliumkanäle durch Bindung an ihre porenbildenden Alpha-Untereinheiten, wodurch der Durchgang von K+-Ionen durch KCNT2 ebenfalls blockiert würde. Die Wirkung von Apamin auf Kaliumkanäle mit kleiner Leitfähigkeit, die durch Kalzium aktiviert werden, führt zu Veränderungen in der zellulären Umgebung, z. B. zu Veränderungen des intrazellulären Kalziumspiegels, die indirekt die normale Funktion von KCNT2 hemmen können, indem sie die elektrochemischen Gradienten verändern, auf die es angewiesen ist.
Siehe auch...
| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
Quinidine | 56-54-2 | sc-212614 | 10 g | ¥1173.00 | 3 | |
Quinidin, ein bekannter Blocker spannungsabhängiger Kaliumkanäle, kann KCNT2, einen natriumaktivierten Kaliumkanal, hemmen, indem es das Membranpotenzial verändert und verhindert, dass der Kanal die zum Öffnen erforderliche Spannungsschwelle erreicht, was zu einer funktionellen Hemmung von KCNT2 führt. | ||||||
Clofilium tosylate | 92953-10-1 | sc-391228 sc-391228A | 25 mg 100 mg | ¥4930.00 ¥11733.00 | 1 | |
Clofiliumtosylat ist ein Kaliumkanalblocker, der KCNT2 hemmen kann, indem er den geschlossenen Zustand des Kanals stabilisiert und so den für die Funktion des Kanals notwendigen Ausstrom von K+-Ionen verhindert. | ||||||
Tetraethylammonium chloride | 56-34-8 | sc-202834 | 25 g | ¥508.00 | 2 | |
Tetraethylammonium (TEA) ist ein klassischer Kaliumkanalblocker, der KCNT2 hemmen kann, indem er den Kaliumionenfluss durch den Kanal blockiert, wodurch seine Funktion direkt gehemmt wird. | ||||||
Iberiotoxin | 129203-60-7 | sc-3585 sc-3585A | 10 µg 100 µg | ¥3103.00 ¥5641.00 | 16 | |
Iberiotoxin ist ein selektiver Blocker von BK-Kanälen. Durch die Hemmung dieser Kanäle kann es zu einer indirekten Hemmung von KCNT2 kommen, indem die notwendigen Veränderungen des Membranpotenzials verhindert werden, die KCNT2 für seine Aktivierung und ordnungsgemäße Funktion benötigt. | ||||||
Charybdotoxin | 95751-30-7 | sc-200979 | 100 µg | ¥4524.00 | 9 | |
Charybdotoxin ist ein Toxin, das Kaliumkanäle blockiert, indem es an die porenbildenden Alpha-Untereinheiten bindet. Diese Bindung kann KCNT2 hemmen, indem sie den Durchgang von K+-Ionen durch den Kanal verschließt, wodurch der Kanal direkt daran gehindert wird, seine normale Funktion zu erfüllen. | ||||||
Apamin | 24345-16-2 | sc-200994 sc-200994A | 500 µg 1 mg | ¥1929.00 ¥3227.00 | 7 | |
Apamin blockiert die Calcium-aktivierten Kaliumkanäle mit geringer Leitfähigkeit (SK-Kanäle). Obwohl KCNT2 nicht direkt gehemmt wird, kann die Blockade der SK-Kanäle mit Apamin zu Veränderungen in der zellulären Umgebung führen, die indirekt die normale Funktion von KCNT2 verhindern, z. B. durch Veränderung der intrazellulären Calciumspiegel, die die Funktion verschiedener Kaliumkanäle beeinflussen können. | ||||||