IFN-δ-Inhibitoren sind eine Kategorie chemischer Verbindungen, die auf den Interferon-Signalweg wirken und speziell auf die Delta-Variante der Interferon-Proteine abzielen. Interferone sind eine Gruppe von Signalproteinen, die von Wirtszellen als Reaktion auf die Anwesenheit verschiedener Krankheitserreger wie Viren, Bakterien, Parasiten und Tumorzellen gebildet und freigesetzt werden. Das Interferonsystem stellt eine entscheidende Komponente der angeborenen Immunantwort dar und wird in mehrere Typen unterteilt, wobei IFN-δ eine der selteneren Varianten ist. Diese spezielle Klasse von Interferonen ist an einer Reihe von zellulären Prozessen beteiligt, darunter die Aktivierung von Immunzellen und die Hochregulierung der Antigenpräsentation. IFN-δ-Inhibitoren sind daher Moleküle, die selektiv an IFN-δ binden oder dessen normale Funktion stören, indem sie die nachgeschalteten Signalwege, die normalerweise durch dieses Interferon aktiviert werden, beeinträchtigen.
Die Interaktion von IFN-δ-Inhibitoren mit ihrem Ziel ist mit komplexen biochemischen Mechanismen verbunden. Diese Inhibitoren können wirken, indem sie die Bindung von IFN-δ an seinen Rezeptor auf der Zelloberfläche verhindern und so die anschließende Kaskade intrazellulärer Signalereignisse blockieren. Alternativ dazu könnten sie mit intrazellulären Signalmolekülen interagieren, die Teil des IFN-δ-Signalwegs sind. Die Entwicklung dieser Inhibitoren erfordert ein tiefes Verständnis der Struktur und Funktion sowohl des Interferons selbst als auch seines Rezeptors sowie der verschiedenen Proteine, die an dem Signalweg beteiligt sind. Indem sie die Wirkung von IFN-δ hemmen, verändern diese Verbindungen die zelluläre Reaktion auf das Interferonsignal. Die Spezifität von IFN-δ-Inhibitoren ist von entscheidender Bedeutung, da sie minimale Off-Target-Effekte auf andere Arten von Interferonen und verwandte Proteine gewährleistet und sich somit auf bestimmte molekulare Signalwege konzentriert.
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| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
Ruxolitinib | 941678-49-5 | sc-364729 sc-364729A sc-364729A-CW | 5 mg 25 mg 25 mg | ¥2832.00 ¥5641.00 ¥6171.00 | 16 | |
Ein JAK1- und JAK2-Inhibitor. Ruxolitinib bindet spezifisch an JAK1 und JAK2, verhindert deren Aktivierung und die anschließende Phosphorylierung von STAT-Proteinen und unterbricht so die IFN-vermittelte JAK-STAT-Signalübertragung. | ||||||
Baricitinib | 1187594-09-7 | sc-364730 sc-364730A | 5 mg 25 mg | ¥2256.00 ¥7491.00 | ||
Inhibitor von JAK1 und JAK2. Baricitinib verhindert die Aktivierung dieser Kinasen und hemmt damit die JAK-STAT-Signalübertragung, die eine Schlüsselkomponente der Interferonreaktionen ist. | ||||||
Stat3 inhibitor V, stattic | 19983-44-9 | sc-202818 sc-202818A sc-202818B sc-202818C sc-202818D sc-202818E sc-202818F | 25 mg 100 mg 250 mg 500 mg 1 g 2.5 g 5 g | ¥1467.00 ¥2211.00 ¥3091.00 ¥5776.00 ¥8247.00 ¥15885.00 ¥23591.00 | 114 | |
STAT3-Inhibitor. Stattic hemmt direkt die Aktivierung, Dimerisierung und nukleare Translokation von STAT3 und behindert dadurch IFN-vermittelte zelluläre Prozesse, die auf STAT3 angewiesen sind. | ||||||
Nifuroxazide | 965-52-6 | sc-204128 sc-204128A | 500 mg 5 g | ¥2290.00 ¥5867.00 | 5 | |
STAT3-Hemmer. Nifuroxazid hemmt direkt die Aktivierung von STAT3, was sich möglicherweise auf die durch Interferone ausgelösten zellulären Prozesse auswirkt. | ||||||
Niclosamide | 50-65-7 | sc-250564 sc-250564A sc-250564B sc-250564C sc-250564D sc-250564E | 100 mg 1 g 10 g 100 g 1 kg 5 kg | ¥429.00 ¥891.00 ¥2121.00 ¥5867.00 ¥14080.00 ¥66902.00 | 8 | |
Da Niclosamid bekanntlich STAT3 hemmt, kann es die Aktivierung und die nachfolgenden Funktionen von STAT3 im JAK-STAT-Stoffwechselweg verhindern und dadurch die durch Interferon vermittelten Wirkungen beeinflussen. | ||||||
WHI-P 154 | 211555-04-3 | sc-204395 sc-204395A | 10 mg 50 mg | ¥1726.00 ¥7254.00 | 3 | |
Ein JAK3-Inhibitor. WHI-P154 bindet an JAK3 und hemmt dessen Aktivierung, was die nachgeschaltete JAK-STAT-Signalübertragung unterbrechen und damit indirekt die Interferonaktivität hemmen kann. | ||||||
Tyrphostin B42 | 133550-30-8 | sc-3556 | 5 mg | ¥293.00 | 4 | |
JAK2-Hemmer. AG-490 bindet und hemmt JAK2, wodurch die nachgeschaltete Aktivierung von STAT-Proteinen verhindert und die Interferon-vermittelte Signalübertragung gestört werden kann. | ||||||
Stat3 Inhibitor III, WP1066 | 857064-38-1 | sc-203282 | 10 mg | ¥1489.00 | 72 | |
Zweifacher Inhibitor von JAK2 und STAT3. WP1066 zielt direkt auf JAK2 und STAT3 ab und behindert deren Aktivierung und Funktionalität, was interferonbezogene zelluläre Aktivitäten dämpfen kann. | ||||||
Stat3 Inhibitor VI, S3I-201 | 501919-59-1 | sc-204304 | 10 mg | ¥1704.00 | 104 | |
STAT3-Inhibitor. S3I-201 zielt direkt auf STAT3 ab und verhindert dessen Aktivierung und Funktionalität, was sich auf die Interferon-vermittelten zellulären Reaktionen auswirken kann. | ||||||
Cryptotanshinone | 35825-57-1 | sc-280649 | 10 mg | ¥1343.00 | 1 | |
Cryptotanshinon ist dafür bekannt, dass es die Aktivierung von STAT3 direkt hemmt, und kann daher die Interferonsignalisierung durch Blockierung der Funktionen von STAT3 innerhalb des JAK-STAT-Signalwegs beeinträchtigen. | ||||||