Histaminhemmer sind eine Klasse von Chemikalien, die hauptsächlich die Wirkung oder Freisetzung von Histamin hemmen, einer biologisch aktiven Verbindung, die bei verschiedenen physiologischen Prozessen eine entscheidende Rolle spielt. Histamin, ein Amin, das durch Decarboxylierung der Aminosäure Histidin entsteht, wirkt als Mediator in zahlreichen biochemischen Stoffwechselwegen. In bestimmten Systemen wird Histamin in spezialisierten Zellen wie Mastzellen und Basophilen gespeichert, wo es als Reaktion auf bestimmte Reize freigesetzt werden kann. Histaminhemmer sind so konzipiert, dass sie die Synthese, Freisetzung oder rezeptorvermittelte Wirkung von Histamin hemmen. Diese Hemmer können durch Bindung an Histaminrezeptoren, Modulation der Rezeptoraktivierung oder Beeinflussung der zellulären Mechanismen, die an der Histaminspeicherung und -freisetzung beteiligt sind, wirken. Histaminrezeptoren werden in mehrere Subtypen eingeteilt, darunter H1, H2, H3 und H4, die jeweils unterschiedliche Funktionen in verschiedenen Geweben und Systemen haben. Histaminhemmer können je nach ihrer chemischen Struktur und Bindungsaffinität für einen oder mehrere dieser Rezeptor-Subtypen spezifisch sein. H1-Rezeptorhemmer können beispielsweise den Calciumionenfluss verändern, während H2-Rezeptorhemmer die zyklischen AMP-Spiegel beeinflussen können. Darüber hinaus verringern Hemmer, die auf Histaminsyntheseenzyme wie die Histidin-Decarboxylase abzielen, die Gesamtverfügbarkeit von Histamin. Außerdem können bestimmte Verbindungen die Degranulation von Mastzellen stören und dadurch die Freisetzung von gespeichertem Histamin einschränken. Dieser vielschichtige Ansatz zur Histaminhemmung unterstreicht die Komplexität dieser chemischen Klasse und ihre vielfältigen Wirkmechanismen in biologischen Systemen.
Siehe auch...
| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
Fexofenadine | 83799-24-0 | sc-218475 | 100 mg | ¥3362.00 | 1 | |
Durch die kompetitive Bindung an H1-Rezeptoren kann Fexofenadin die rezeptorvermittelte Freisetzung von Histamin aus Mastzellen und Basophilen verringern und so den Histaminspiegel senken. | ||||||
JNJ7777120 | 459168-41-3 | sc-252930 | 5 mg | ¥1365.00 | 1 | |
Dieser selektive H4-Rezeptor-Antagonist könnte die Histamin-Expression verringern, indem er die autokrine und parakrine Signalübertragung hemmt, die die Histamin-Synthese in den Mastzellen fördert. | ||||||
Omeprazole | 73590-58-6 | sc-202265 | 50 mg | ¥756.00 | 4 | |
Durch die Hemmung der Protonenpumpen des Magens könnte Omeprazol die histaminvermittelte Magensäuresekretion verringern, was möglicherweise zu einem geringeren Bedarf und einer geringeren Synthese von Histamin führt. | ||||||
Quercetin | 117-39-5 | sc-206089 sc-206089A sc-206089E sc-206089C sc-206089D sc-206089B | 100 mg 500 mg 100 g 250 g 1 kg 25 g | ¥124.00 ¥192.00 ¥1241.00 ¥2821.00 ¥10560.00 ¥564.00 | 33 | |
Quercetin könnte die Aktivität der Histidindecarboxylase hemmen, was zu einer Verringerung der Histaminsynthese aus der Aminosäure Histidin führt. | ||||||
Ranitidine | 66357-35-5 | sc-203679 | 1 g | ¥2177.00 | ||
Ranitidin könnte die Histamin-Expression in den parietalen Zellen des Magens verringern, indem es H2-Rezeptoren blockiert, die für die Stimulation der Säuresekretion verantwortlich sind. | ||||||