γA-Crystallin-Inhibitoren, auch CRYGA-Inhibitoren genannt, bestehen aus verschiedenen Wirkstoffen, von denen bekannt ist, dass sie mit den Strukturproteinen der Augenlinse, insbesondere γA-Crystallin, interagieren und diese verändern. Diese Inhibitoren sind nicht selektiv im traditionellen Sinne von Zielwechselwirkungen, sondern beeinflussen γA-Crystallin durch eine Reihe unspezifischer Wechselwirkungen, die zur Destabilisierung, Fehlfaltung oder Aggregation des Proteins führen können. Die Folgen dieser Wechselwirkungen sind erheblich, da γA-Crystallin für die Aufrechterhaltung der Transparenz und des Brechungsindex der Linse entscheidend ist. Wirkstoffe, die mit γA-Crystallin interagieren, können oxidativen Stress auslösen oder Aminosäurereste verändern, was wiederum die empfindliche Anordnung der Proteine stört, die für die Klarheit der Linse notwendig ist. Andere Wirkstoffe können als chaotrope Substanzen wirken, die den hydrophoben Kern von γA-Crystallin beeinträchtigen, was zu einem Verlust seiner nativen Struktur führt und die Proteinaggregation fördert.
Die Mechanismen, über die diese Chemikalien mit γA-Crystallin interagieren, sind vielfältig. Von einigen ist bekannt, dass sie kovalente Modifikationen mit bestimmten Aminosäureresten bilden und dadurch die Struktur und Löslichkeit des Proteins verändern, während andere essenzielle Metallionen aus Metalloproteinen verdrängen und dadurch die Proteinkonformation und -stabilität verändern können. Darüber hinaus kann der Redoxzustand in der Linsenumgebung durch bestimmte Chemikalien gestört werden, was sich indirekt auf das γA-Kristallin auswirken kann, indem das Gleichgewicht zwischen reduzierenden und oxidierenden Stoffen gestört wird. Die Folge solcher Wechselwirkungen ist häufig eine Zunahme der Proteinaggregation, die zu einer Linsentrübung führen kann. Wichtig ist, dass sich diese Wechselwirkungen nicht nur auf γA-Crystallin beschränken, sondern häufig eine umfassendere Auswirkung auf das Proteom der Linse widerspiegeln. Aufgrund der entscheidenden Rolle von γA-Crystallin bei der Aufrechterhaltung der Linsentransparenz ist seine Veränderung durch diese Wirkstoffe jedoch besonders bemerkenswert. Die Wirkstoffe, die mit γA-Crystallin interagieren, zeigen die Anfälligkeit des Proteins für umweltbedingte und chemische Belastungen, was unterstreicht, wie wichtig das Verständnis der Proteinchemie ist, um die strukturelle Integrität der Linsenproteine zu schützen.
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| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
Hydrogen Peroxide | 7722-84-1 | sc-203336 sc-203336A sc-203336B | 100 ml 500 ml 3.8 L | ¥350.00 ¥688.00 ¥1072.00 | 28 | |
Verursacht eine oxidative Veränderung von Aminosäuren in CRYGA, was zu Proteinfehlfaltung, Aggregation und Linsentrübung führt. | ||||||
Methylglyoxal solution | 78-98-8 | sc-250394 sc-250394A sc-250394B sc-250394C sc-250394D | 25 ml 100 ml 250 ml 500 ml 1 L | ¥1647.00 ¥4930.00 ¥5393.00 ¥8507.00 ¥16314.00 | 3 | |
Reagiert mit Arginin-, Lysin- und Cysteinresten in CRYGA und bildet AGEs, die CRYGA durch Aggregation hemmen könnten. | ||||||
Urea | 57-13-6 | sc-29114 sc-29114A sc-29114B | 1 kg 2 kg 5 kg | ¥350.00 ¥485.00 ¥880.00 | 17 | |
In hohen Konzentrationen können Wasserstoffbrückenbindungen und hydrophobe Wechselwirkungen in CRYGA gestört werden, was CRYGA durch Denaturierung und mögliche Aggregation hemmen könnte. | ||||||
Guanidine Hydrochloride | 50-01-1 | sc-202637 sc-202637A | 100 g 1 kg | ¥688.00 ¥3497.00 | 1 | |
Wirkt als chaotropes Mittel, entfaltet CRYGA und erhöht das Risiko einer Proteinaggregation, die CRYGA hemmen könnte. | ||||||
Sodium iodate | 7681-55-2 | sc-251029 sc-251029A | 100 g 500 g | ¥530.00 ¥2132.00 | 1 | |
Verursacht oxidative Schäden an Linsenproteinen wie CRYGA, die CRYGA durch Störung seiner Struktur hemmen und zur Kataraktbildung führen könnten. | ||||||
Acrylamide Solution, 40% | 79-06-1 | sc-3721 | 1 L | ¥1128.00 | ||
Kann Addukte mit Lysinresten in CRYGA bilden, was möglicherweise zu einer veränderten Proteinkonformation und -aggregation führt, was CRYGA hemmen könnte. | ||||||
Cadmium chloride, anhydrous | 10108-64-2 | sc-252533 sc-252533A sc-252533B | 10 g 50 g 500 g | ¥632.00 ¥2065.00 ¥3971.00 | 1 | |
Bindet sich an Proteine und kann Metallionen in Metalloproteinen ersetzen, wodurch sich die Struktur und Funktion von CRYGA verändern kann, was dessen normale Funktion beeinträchtigen könnte. | ||||||
Paraquat chloride | 1910-42-5 | sc-257968 | 250 mg | ¥1895.00 | 7 | |
Erzeugt Superoxid-Radikale, die zu oxidativem Stress und einer potenziellen Veränderung von CRYGA führen, was dessen Funktion hemmen könnte. | ||||||