Gβ₄-Inhibitoren gehören zu einer Klasse von Verbindungen, die speziell auf die Aktivität der Untereinheit des Gβ₄-Proteins, einer Komponente der G-Proteine, abzielen und diese hemmen. G-Proteine spielen eine entscheidende Rolle bei der zellulären Signalübertragung und fungieren als molekulare Schalter, die Signale von Zelloberflächenrezeptoren an intrazelluläre Effektoren weiterleiten. Die Gβ₄-Untereinheit ist insbesondere ein Teil des Gβγ-Dimers, das zusammen mit der Gα-Untereinheit den heterotrimeren G-Protein-Komplex bildet. Gβ₄-Inhibitoren werden synthetisiert und so konzipiert, dass sie selektiv an diese Untereinheit binden, ihre Interaktion mit anderen Proteinen modulieren und folglich die nachgeschalteten Signalwege beeinflussen.
Die Entwicklung und Erforschung von Gβ₄-Inhibitoren beruht auf einem tiefen Verständnis der Strukturbiologie und Biochemie von G-Proteinen. Es ist bekannt, dass die Gβ₄-Untereinheit im Vergleich zu anderen Gβ-Untereinheiten eine einzigartige Struktur aufweist, und diese Einzigartigkeit wird bei der Entwicklung von selektiven Inhibitoren ausgenutzt. Diese Verbindungen interagieren typischerweise mit spezifischen Aminosäureresten oder Regionen der Gβ₄-Untereinheit und stabilisieren oder destabilisieren ihre Konformation auf eine Weise, die ihre Aktivität moduliert. Die Hemmung von Gβ₄ kann zu Veränderungen in der subzellulären Lokalisierung, der Stabilität oder den Protein-Protein-Interaktionen der Gβ₄-Untereinheit führen, was sich letztlich auf die zellulären Reaktionen auswirkt, die durch die Aktivierung des G-Protein-gekoppelten Rezeptors ausgelöst werden. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Gβ₄-Inhibitoren eine Klasse von Molekülen darstellen, die speziell auf die Interaktion mit der Gβ₄-Proteinuntereinheit zugeschnitten sind und darauf abzielen, deren Rolle in zellulären Signalwegen durch präzise molekulare Interaktionen zu modulieren.
Siehe auch...
| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
FR 900359 | 107530-18-7 | sc-507357 | 500 µg | ¥2550.00 | ||
Strukturelle Ähnlichkeit mit YM-254890, von dem bekannt ist, dass es die Thrombozytenaggregation hemmt und bei Ratten eine Vasorelaxation bewirkt, was auf einen möglichen Einfluss auf die G-Protein-Signalübertragung hindeutet | ||||||
YM 254890 | 568580-02-9 | sc-507356 | 1 mg | ¥5754.00 | ||
Ein zyklisches Depsipeptid, das spezifisch die GDP/GTP-Austauschreaktion der Gα-Untereinheit des G-Proteins hemmt und dadurch möglicherweise die G-Protein-Signalübertragung beeinflusst | ||||||
Suramin sodium | 129-46-4 | sc-507209 sc-507209F sc-507209A sc-507209B sc-507209C sc-507209D sc-507209E | 50 mg 100 mg 250 mg 1 g 10 g 25 g 50 g | ¥1715.00 ¥2414.00 ¥8213.00 ¥29344.00 ¥123707.00 ¥246376.00 ¥463645.00 | 5 | |
Wirkt als G-Protein-Inhibitor, indem es den geschwindigkeitsbeschränkenden Schritt bei der Aktivierung der Gα-Untereinheit, den Austausch von GDP gegen GTP, hemmt | ||||||
NF449 | 627034-85-9 | sc-478179 sc-478179A sc-478179B | 10 mg 25 mg 100 mg | ¥2290.00 ¥5291.00 ¥17025.00 | 1 | |
Wird als G-Protein-Hemmer identifiziert, obwohl der spezifische Wirkmechanismus in den verfügbaren Quellen nicht beschrieben wird | ||||||