ERK-4-Inhibitoren stellen eine Klasse kleiner Moleküle dar, die auf ein spezifisches Kinase-Enzym abzielen, das als Extrazelluläre Signal-regulierte Kinase 4 (ERK4), auch MAPK4 (Mitogen-aktivierte Proteinkinase 4) genannt, bekannt ist. Diese Inhibitoren sind so konzipiert, dass sie die Aktivität von ERK4, einem Mitglied der Familie der Mitogen-aktivierten Proteinkinasen (MAPK), beeinträchtigen. MAPKs spielen eine entscheidende Rolle in intrazellulären Signaltransduktionswegen und regulieren verschiedene zelluläre Prozesse wie Zellproliferation, Differenzierung, Überleben und Apoptose. ERK4 ist ein relativ wenig bekanntes Mitglied der MAPK-Familie, das jedoch aufgrund seiner zunehmenden Bedeutung in der Zellbiologie Aufmerksamkeit erregt hat. ERK4-Inhibitoren sind so konzipiert, dass sie mit dem aktiven Zentrum von ERK4 interagieren und seine Phosphorylierung und anschließende Aktivierung verhindern. Indem sie ERK4 hemmen, unterbrechen diese Wirkstoffe die nachgeschalteten Signalkaskaden, an denen ERK4 beteiligt ist, und beeinflussen so die zellulären Reaktionen. ERK4 selbst ist an verschiedenen zellulären Funktionen beteiligt, darunter die Zellmotilität, die Organisation des Zytoskeletts und die Reaktion auf zellulären Stress. Daher kann die Entwicklung und Untersuchung von ERK4-Inhibitoren Licht in das komplizierte Netzwerk der zellulären Signalwege und ihre potenzielle Rolle bei physiologischen und pathologischen Prozessen bringen.
Das Verständnis der Spezifität und der Wirkmechanismen von ERK-4-Inhibitoren kann wertvolle Einblicke in die Feinheiten der zellulären Signalübertragung liefern und möglicherweise neue Wege für die Forschung in der Zellbiologie aufzeigen. Darüber hinaus können diese Inhibitoren weitere Auswirkungen haben, wie z. B. die Aufklärung der grundlegenden Mechanismen, die verschiedenen Zellfunktionen zugrunde liegen, und ein tieferes Verständnis des MAPK-Signalnetzwerks ermöglichen. Die weitere Erforschung von ERK-4-Inhibitoren könnte ihren potenziellen Nutzen bei der kontrollierten und präzisen Beeinflussung zellulärer Reaktionen ans Licht bringen und so zu einem umfassenderen Verständnis der Zellbiologie und ihrer Bedeutung in verschiedenen wissenschaftlichen Bereichen beitragen.
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| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
SCH772984 | 942183-80-4 | sc-473205 | 5 mg | ¥4174.00 | 5 | |
Ein selektiver, nicht-ATP-kompetitiver ERK-Inhibitor, der die nachgeschaltete Signalübertragung von ERK4 behindern kann. | ||||||
Trametinib | 871700-17-3 | sc-364639 sc-364639A sc-364639B | 5 mg 10 mg 1 g | ¥1286.00 ¥1873.00 ¥10684.00 | 19 | |
Ein reversibler, allosterischer Inhibitor von MEK1/2, der die nachgeschaltete ERK4-Phosphorylierung verhindern würde. | ||||||
Cobimetinib | 934660-93-2 | sc-507421 | 5 mg | ¥3046.00 | ||
Ein potenter und selektiver Inhibitor von MEK1/2, der möglicherweise die ERK4-Aktivität durch Hemmung des Signalwegs beeinflusst. | ||||||
Selumetinib | 606143-52-6 | sc-364613 sc-364613A sc-364613B sc-364613C sc-364613D | 5 mg 10 mg 100 mg 500 mg 1 g | ¥327.00 ¥925.00 ¥4738.00 ¥21402.00 ¥34083.00 | 5 | |
Ein MEK1/2-Inhibitor, der die Aktivierung von ERK1/2 verhindert, was auch die Funktion von ERK4 beeinflussen kann. | ||||||
MEK 162 | 606143-89-9 | sc-488879 | 10 mg | ¥3452.00 | ||
Zielt auf MEK1/2 mit dem Ergebnis einer verringerten ERK1/2-Aktivierung, die sich möglicherweise auf ERK4 auswirkt. | ||||||
BAY 869766 | 923032-37-5 | sc-364427 sc-364427A | 5 mg 10 mg | ¥2764.00 ¥4829.00 | 1 | |
Selektiver allosterischer Inhibitor von MEK1/2, der indirekt die ERK4-Aktivität verringert. | ||||||
PD 98059 | 167869-21-8 | sc-3532 sc-3532A | 1 mg 5 mg | ¥451.00 ¥1038.00 | 212 | |
Ein selektiver MEK-Inhibitor, der die Phosphorylierung von ERK1/2 blockiert und ERK4 beeinflussen könnte. | ||||||
PD 184,352 | 212631-79-3 | sc-202759 sc-202759A | 1 mg 5 mg | ¥451.00 ¥2933.00 | 34 | |
Ein starker und selektiver MEK-Inhibitor, der auch den Phosphorylierungszustand von ERK4 beeinflussen kann. | ||||||
GDC0994 | 1453848-26-4 | sc-507297 | 10 mg | ¥1467.00 | ||
Ein ERK1/2-Inhibitor, der die Signalkaskade unter Beteiligung von ERK4 unterbrechen könnte. | ||||||