Die als eIF1-Inhibitoren bekannte Substanzklasse umfasst eine Vielzahl von chemischen Substanzen, die die Fähigkeit besitzen, die Aktivität des eukaryotischen Translationsinitiationsfaktors 1 (eIF1) zu stören. Die Initiierung der Translation ist ein komplexer und streng regulierter Prozess, der für die Proteinsynthese von entscheidender Bedeutung ist. eIF1 spielt dabei eine zentrale Rolle, da er an verschiedenen Phasen des Ribosomenaufbaus und der Bildung des Initiationskomplexes beteiligt ist. eIF1-Inhibitoren wirken, indem sie selektiv in die Funktionen von eIF1 eingreifen und dadurch die Initiierung der Proteintranslation in eukaryontischen Zellen beeinflussen. Auf molekularer Ebene zielen die eIF1-Inhibitoren in der Regel auf spezifische Bindungsstellen oder Interaktionen innerhalb des eIF1-Proteins oder seiner assoziierten molekularen Partner ab. Diese Inhibitoren können die Wechselwirkungen zwischen eIF1 und anderen Translationsinitiationsfaktoren, ribosomalen Untereinheiten oder mRNA-Molekülen behindern und so die Bildung des Präinitiationskomplexes effektiv beeinträchtigen.
Einige eIF1-Inhibitoren wirken, indem sie die Konformation oder Dynamik von eIF1 modulieren und dadurch seine Fähigkeit zur Interaktion mit der ribosomalen Maschinerie in den frühen Phasen der Translation verändern. Andere können die Rolle von eIF1 beim Scannen von mRNA-Sequenzen und der Identifizierung des Startcodons stören, was ein entscheidender Schritt bei der Initiierung der Translation ist. Diese Verbindungen gehören zu verschiedenen chemischen Klassen, darunter Naturstoffe und synthetische Moleküle, und weisen oft unterschiedliche strukturelle Merkmale auf, die es ihnen ermöglichen, die komplexen Funktionen von eIF1 zu stören. Aufgrund der zentralen Rolle von eIF1 bei der Orchestrierung des Translationsinitiierungsprozesses haben diese Inhibitoren großes Interesse als Forschungsinstrumente zur Entschlüsselung der molekularen Mechanismen der Proteinsynthese geweckt. Indem sie die Initiierung der Translation durch ihre Wechselwirkung mit eIF1 selektiv stören, tragen diese Verbindungen zu einem tieferen Verständnis des komplizierten Netzwerks molekularer Ereignisse bei, die die Genexpression in eukaryontischen Zellen steuern.
| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
eIF4E/eIF4G Interaction Inhibitor, 4EGI-1 | 315706-13-9 | sc-202597 | 10 mg | ¥2990.00 | 14 | |
Blockiert die Interaktion zwischen EIF4E und eIF4G und verhindert so die Bildung des eIF4F-Komplexes, der für die Initiierung der Translation unerlässlich ist. | ||||||
Rocaglamide | 84573-16-0 | sc-203241 sc-203241A sc-203241B sc-203241C sc-203241D | 100 µg 1 mg 5 mg 10 mg 25 mg | ¥3103.00 ¥5348.00 ¥18491.00 ¥28171.00 ¥60291.00 | 4 | |
Hemmt die Aktivität der EIF4A-Helikase, wodurch die Entfaltung von Sekundärstrukturen in der mRNA gestört und die Translation gehemmt wird. | ||||||
4E1RCat | 328998-25-0 | sc-361085 sc-361085A | 10 mg 50 mg | ¥2177.00 ¥9172.00 | ||
Unterbricht die Interaktion zwischen EIF4E und eIF4G und hemmt die Initiierung der Translation und die cap-abhängige Proteinsynthese. | ||||||
Tomatidine hydrochloride | 6192-62-7 | sc-200931 | 25 mg | ¥756.00 | 1 | |
Unterdrückt die EIF4E-Aktivität, beeinträchtigt die cap-abhängige Translation und moduliert die Translation bestimmter mRNAs. | ||||||
CGP-60474 | 164658-13-3 | sc-507525 | 5 mg | ¥1862.00 | ||
Hemmt die EIF4E-Phosphorylierung, wodurch die Bildung des EIF4F-Komplexes verhindert und letztlich die Translation gestoppt wird. | ||||||
Silvestrol | 697235-38-4 | sc-507504 | 1 mg | ¥10379.00 | ||
Unterbricht die Interaktion zwischen EIF4A und RNA, hemmt die Helikaseaktivität und die Initiierung der Translation. | ||||||