Die Klasse der DNASE1L2-Inhibitoren umfasst eine Vielzahl von Chemikalien, die die Aktivität des DNASE1L2-Proteins beeinträchtigen können. Dieses Protein ist bekanntermaßen am Abbau der DNA beteiligt, einem Prozess, der für die Aufrechterhaltung der zellulären Integrität entscheidend ist. Inhibitoren dieser Klasse können über verschiedene Mechanismen wirken, z. B. über die kompetitive Hemmung, bei der die Verbindung direkt mit dem DNA-Substrat um die aktive Stelle des Enzyms konkurriert. G-Actin ist ein Paradebeispiel für diese Art der Hemmung, bei der es an DNASE1L2 bindet und so dessen Interaktion mit der DNA verhindert. Nicht-kompetitive Inhibitoren wie Aurintricarbonsäure hingegen binden an das Enzym an einer anderen Stelle als der aktiven Stelle, was zu Veränderungen der Form des Enzyms führen und seine Aktivität verringern kann, ohne direkt mit dem Substrat zu konkurrieren.
Darüber hinaus zielen viele Inhibitoren auf die katalytische Aktivität von DNASE1L2 ab, indem sie die Metallionen chelatieren, die für die Funktion des Enzyms wesentlich sind. So sind beispielsweise Verbindungen wie EDTA und EGTA bekannte Chelatoren, die Metallionen wie Mg2+ und Ca2+, die für die Aktivität des Enzyms entscheidend sind, binden können. In ähnlicher Weise können 1,10-Phenanthrolin und Neocuproin Metall-Cofaktoren entfernen und so die enzymatische Funktion von DNASE1L2 wirksam hemmen. Metalle selbst können im Überschuss, wie ZnSO4 und CuSO4, als Inhibitoren wirken, indem sie entweder mit anderen notwendigen Metallionen konkurrieren oder durch unspezifische Bindung die Enzymfunktion behindern. Darüber hinaus können bestimmte Verbindungen die strukturelle Integrität von DNASE1L2 beeinträchtigen; so können beispielsweise HgCl2 und Cadmiumacetat an spezifische funktionelle Gruppen innerhalb des Enzyms binden, was zu einem Verlust der strukturellen Integrität und Funktion führt.
| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
Aurintricarboxylic Acid | 4431-00-9 | sc-3525 sc-3525A sc-3525B sc-3525C | 100 mg 1 g 5 g 10 g | ¥226.00 ¥361.00 ¥542.00 ¥1061.00 | 13 | |
Bindet nicht-kompetitiv an DNASE1L2 und kann dessen katalytische Aktivität beeinträchtigen. | ||||||
Plumbagin | 481-42-5 | sc-253283 sc-253283A | 100 mg 250 mg | ¥587.00 ¥699.00 | 6 | |
Chelatiert Metallionen, die für die katalytische Aktivität von DNASE1L2 erforderlich sind, und hemmt dadurch indirekt das Enzym. | ||||||
EGTA | 67-42-5 | sc-3593 sc-3593A sc-3593B sc-3593C sc-3593D | 1 g 10 g 100 g 250 g 1 kg | ¥237.00 ¥733.00 ¥1354.00 ¥2832.00 ¥9195.00 | 23 | |
chelatiert bevorzugt Kalziumionen, was die Struktur oder Funktion von DNASE1L2 stören könnte. | ||||||
1,10-Phenanthroline | 66-71-7 | sc-255888 sc-255888A | 2.5 g 5 g | ¥259.00 ¥361.00 | ||
Metallionenchelator, der die für die Enzymfunktion von DNASE1L2 erforderlichen Metall-Cofaktoren entfernen könnte. | ||||||
Zinc sulfate solution | 7733-02-0 | sc-251451 | 250 ml | ¥1264.00 | ||
Überschüssiges Zink kann Nukleasen hemmen, indem es mit anderen notwendigen Metallionen konkurriert oder die Aktivität direkt hemmt. | ||||||
Neocuproine | 484-11-7 | sc-257893 sc-257893A sc-257893B sc-257893C sc-257893D | 1 g 5 g 25 g 100 g 250 g | ¥384.00 ¥1015.00 ¥3351.00 ¥12500.00 ¥26941.00 | 1 | |
Kupfer(I)-spezifischer Chelator, der die Aktivität von DNASE1L2 durch Sequestrierung von Metallionen indirekt beeinflussen kann. | ||||||
Phenylarsine oxide | 637-03-6 | sc-3521 | 250 mg | ¥463.00 | 4 | |
Bindet an vicinale Dithiole und kann Protein-Protein-Wechselwirkungen stören, wodurch DNASE1L2 möglicherweise gehemmt wird. | ||||||
Copper(II) sulfate | 7758-98-7 | sc-211133 sc-211133A sc-211133B | 100 g 500 g 1 kg | ¥519.00 ¥1376.00 ¥2132.00 | 3 | |
Kupferionen in hohen Konzentrationen können Nukleasen wie DNASE1L2 unspezifisch hemmen. | ||||||