DNA-Polymerase-κ-(pol κ)-Inhibitoren bilden eine besondere Klasse chemischer Verbindungen, die sorgfältig hergestellt wurden, um die Aktivität des DNA-Polymerase-κ-Enzyms auf komplexe Weise zu stören. DNA-Polymerase κ, die zur Y-Familie der DNA-Polymerasen gehört, spielt eine besondere Rolle bei Prozessen der DNA-Replikation und -Reparatur, insbesondere bei beschädigten DNA-Templates. Die Inhibitoren dieser Klasse zeichnen sich durch ihre ausgeprägte Fähigkeit aus, sich auf komplexe Weise an das katalytische aktive Zentrum von pol κ zu binden. Durch diese Bindungsinteraktion stören sie die grundlegende Funktion des Enzyms, die Anlagerung von Nukleotiden an den verlängerten DNA-Strang während Replikations- und Reparaturprozessen zu koordinieren. Diese bindungsinduzierte Behinderung führt zu einer erheblichen Störung in der natürlichen Abfolge der Nukleotidinkorporation, was wiederum zu einem Stillstand des Replikations- oder Reparaturmechanismus führt. Diese Auswirkung wird besonders deutlich, wenn Zellen durch DNA-Schäden gefährdet sind, da Pol κ eine zentrale Komponente des Translesionssynthesewegs (TLS) ist.
Der TLS-Signalweg fungiert als molekulare Umgehungslösung, die es Zellen ermöglicht, verschiedene Arten von DNA-Läsionen zu umgehen und anschließend die DNA-Replikation wieder aufzunehmen. Diese Art der Replikation ist jedoch fehleranfällig und führt häufig zur Einführung von Mutationen, wodurch die genomische Integrität beeinträchtigt wird. DNA-Pol-κ-Inhibitoren sind strategische Werkzeuge mit dem Potenzial, die Genauigkeit der DNA-Reparatur fein zu regulieren. Indem sie die fehlerhafte Insertion von Nukleotiden gegenüber beschädigten DNA-Basen verhindern, besitzen diese Inhibitoren die Fähigkeit, die Gesamtgenauigkeit von DNA-Reparaturprozessen zu beeinflussen. Die Konstruktion solcher Inhibitoren erfordert ein tiefgreifendes Verständnis der dreidimensionalen strukturellen Feinheiten des aktiven Zentrums der DNA-Polymerase κ. Folglich erfordert ihre Entwicklung eine sorgfältige Integration von strukturellen Erkenntnissen und chemischen Designprinzipien, was die Herstellung von Verbindungen ermöglicht, die die Präzision besitzen, diese spezifische DNA-Polymerase selektiv anzusteuern und zu manipulieren.
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| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
Dinaciclib | 779353-01-4 | sc-364483 sc-364483A | 5 mg 25 mg | ¥2787.00 ¥10018.00 | 1 | |
Dinaciclib ist ein Cyclin-abhängiger Kinase (CDK)-Inhibitor, der die Progression des Zellzyklus unterbricht und die DNA-Reparaturmechanismen beeinflusst. | ||||||
ETP-46464 | 1345675-02-6 | sc-497432 | 10 mg | ¥6205.00 | ||
ETP-46464 hemmt pol κ durch Bindung an seine aktive Stelle und verhindert so den Nukleotideinbau während der DNA-Synthese. | ||||||
VE 821 | 1232410-49-9 | sc-475878 | 10 mg | ¥4062.00 | ||
VE-821 ist ein ATR-Kinase-Hemmer, der den ATR-CHK1-Signalweg beeinträchtigt und so die Fähigkeit der Zellen zur Reparatur von DNA-Schäden beeinträchtigt. | ||||||
G007-LK | 1380672-07-0 | sc-507467 | 1 mg | ¥542.00 | ||
G007-LK ist ein Inhibitor von pol κ, der Krebszellen durch Unterdrückung der Translesionssynthese für DNA-Schäden sensibilisiert. | ||||||
BI 2536 | 755038-02-9 | sc-364431 sc-364431A | 5 mg 50 mg | ¥1704.00 ¥5923.00 | 8 | |
BI-2536 zielt auf mehrere Kinasen ab, darunter CDK1, was zum Stillstand des Zellzyklus führt und die Reparatur von DNA-Schäden beeinträchtigt. | ||||||
A-196 | 1982372-88-2 | sc-507414 | 1 mg | ¥812.00 | ||
A-196 hemmt pol κ, indem es dessen aktives Zentrum besetzt und die korrekte Nukleotideinfügung während der DNA-Synthese verhindert. | ||||||