CMAS (Cytidinmonophosphat-N-Acetylneuraminsäure-Synthetase) spielt eine zentrale Rolle im Sialylierungsprozess, einer posttranslationalen Modifikation, die für die ordnungsgemäße Funktion von Glykoproteinen und Glykolipiden entscheidend ist. Dieses Enzym katalysiert die Umwandlung von N-Acetylneuraminsäure (Neu5Ac) in ihre aktivierte Form, Cytidinmonophosphat-N-Acetylneuraminsäure (CMP-Neu5Ac), die ein entscheidendes Donormolekül für Sialinsäuretransferasen im Sialylierungsprozess ist. Die Sialylierung beeinflusst eine Vielzahl von Zellfunktionen, darunter die Zell-Zell-Erkennung, die Signaltransduktion und die Modulation der Immunantwort. Durch die Regulierung der Verfügbarkeit von CMP-Neu5Ac wirkt sich CMAS direkt auf das Ausmaß und das Muster der Sialylierung auf Zelloberflächen und sekretierten Proteinen aus und beeinflusst so verschiedene physiologische und pathologische Prozesse.
Die Hemmung von CMAS stellt einen strategischen Ansatz zur Modulation von Sialylierungsmustern auf Glykoproteinen und Glykolipiden dar, die tiefgreifende Auswirkungen auf das Zellverhalten und den Krankheitsverlauf haben können. Die Hemmung kann über verschiedene Mechanismen erfolgen, z. B. durch die Bindung kleiner Moleküle an das aktive Zentrum von CMAS, wodurch seine Fähigkeit, Neu5Ac in CMP-Neu5Ac umzuwandeln, beeinträchtigt wird. Ein anderer Ansatz besteht darin, die Interaktion des Enzyms mit seinen Substraten oder Cofaktoren zu stören, die für seine katalytische Aktivität unerlässlich sind. Darüber hinaus können allosterische Inhibitoren die Aktivität des Enzyms modulieren, indem sie an andere Stellen als das aktive Zentrum binden und so Konformationsänderungen bewirken, die die Affinität des Enzyms für Substrate oder seine katalytische Effizienz verringern. Diese Mechanismen verdeutlichen die Komplexität der Hemmung der CMAS-Aktivität und das Potenzial für selektive Eingriffe in den Sialylierungsweg. Durch das Verständnis der Feinheiten der CMAS-Funktion und der biochemischen Grundlagen ihrer Hemmung können Forscher die Rolle der Sialylierung bei Gesundheit und Krankheit aufklären und Einblicke in neue Strategien zur Modulation zellulärer Interaktionen und Funktionen gewinnen.
| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
Siastatin B microbial | 54795-58-3 | sc-215851 | 5 mg | ¥4840.00 | ||
Diese Verbindung wirkt als kompetitiver Inhibitor von CMAS, indem sie dem natürlichen Substrat ähnelt und an das aktive Zentrum des Enzyms bindet. | ||||||
Zanamivir | 139110-80-8 | sc-208495 | 1 mg | ¥3046.00 | 6 | |
Obwohl es sich in erster Linie um ein antivirales Mittel handelt, lässt die strukturelle Ähnlichkeit von Zanamivir mit Sialinsäure darauf schließen, dass es CMAS durch Bindung an dessen aktives Zentrum hemmen kann. | ||||||
N-Acetyl-2,3-dehydro-2-deoxyneuraminic acid | 24967-27-9 | sc-215433 sc-215433A sc-215433B | 5 mg 10 mg 25 mg | ¥1895.00 ¥3136.00 ¥6194.00 | ||
N-Acetyl-2,3-dehydro-2-deoxyneuraminsäure (Neu5Ac2en) ist ein weiteres Sialinsäure-Analogon, das an das Enzym binden und seine Wirkung hemmen kann. | ||||||
Oseltamivir phosphate | 204255-11-8 | sc-208135 sc-208135A | 10 mg 200 mg | ¥2019.00 ¥7333.00 | 5 | |
Oseltamivirphosphat kann CMAS aufgrund seiner strukturellen Ähnlichkeit mit Sialinsäure hemmen und so möglicherweise das aktive Zentrum des Enzyms blockieren. | ||||||
(Z)-Pugnac | 132489-69-1 | sc-204415A sc-204415 | 5 mg 10 mg | ¥2527.00 ¥4287.00 | 3 | |
O-(2-Acetamido-2-desoxy-D-glucopyranosyliden)amino-N-phenylcarbamat (PUGNAc) ist ein kompetitiver Inhibitor, der sich an das aktive Zentrum von CMAS binden kann und den Zugang zum Substrat verhindert. | ||||||
L-(−)-Fucose | 2438-80-4 | sc-221792 sc-221792A sc-221792B sc-221792C | 10 mg 5 g 50 g 100 g | ¥350.00 ¥1726.00 ¥5122.00 ¥9477.00 | ||
Fucose ähnelt strukturell den Zuckereinheiten, die mit CMAS interagieren, und kann die Aktivität des Enzyms kompetitiv hemmen, indem sie dessen aktives Zentrum besetzt. | ||||||