BRM-Inhibitoren stellen eine Klasse chemischer Verbindungen dar, die ihre Wirkung durch gezielte Beeinflussung der Aktivität von Brahma (BRM), einer Schlüsselkomponente des SWI/SNF-Chromatinumbaukomplexes, entfalten. Der SWI/SNF-Komplex spielt eine zentrale Rolle bei der Regulierung der Genexpression, indem er die Zugänglichkeit der DNA für Transkriptionsfaktoren und andere zelluläre Maschinen moduliert. BRM, eine katalytische Untereinheit dieses Komplexes, ist ein ATP-abhängiger Chromatinumwandler, der für die Veränderung der Nukleosomenstruktur verantwortlich ist und dadurch den Zugang zu bestimmten Genomregionen ermöglicht oder einschränkt. BRM-Inhibitoren sind so konzipiert, dass sie die Funktion des BRM stören, indem sie häufig an sein aktives Zentrum oder seine allosterischen Regionen binden und so seine enzymatische Aktivität unterbrechen. Diese Störung führt zu Veränderungen in der Chromatinstruktur und kann wiederum die Genexpressionsmuster beeinflussen, was Auswirkungen auf verschiedene biologische Prozesse haben kann.
Strukturell können BRM-Inhibitoren verschiedene Formen annehmen, die von kleinen Molekülen bis hin zu Peptiden oder Antikörpern reichen und jeweils über unterschiedliche Mechanismen auf BRM einwirken sollen. Bei niedermolekularen BRM-Inhibitoren handelt es sich in der Regel um synthetische Verbindungen, die chemisch so optimiert sind, dass sie mit bestimmten Regionen des BRM interagieren und seine ATPase-Aktivität hemmen. Andererseits können BRM-Inhibitoren auf Peptid- oder Antikörperbasis funktionieren, indem sie an BRM binden und seine Interaktion mit anderen Proteinen oder Nukleosomen innerhalb des SWI/SNF-Komplexes verhindern. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass BRM-Inhibitoren wertvolle Werkzeuge in der Molekularbiologie und Biochemie sind, die es Wissenschaftlern ermöglichen, Genexpressionsmuster zu manipulieren, indem sie die Chromatinumbauaktivität des SWI/SNF-Komplexes durch die Hemmung der BRM-Untereinheit selektiv steuern.
| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
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(±)-JQ1 | 1268524-69-1 | sc-472932 sc-472932A | 5 mg 25 mg | ¥2606.00 ¥9736.00 | 1 | |
JQ1 ist ein bekannter Hemmstoff, der auf BET-Proteine (Bromodomain und Extra-Terminal) abzielt und durch die Störung der Genregulation eine wichtige Rolle in der Krebsforschung spielt. | ||||||
(S)-2-(4-(4-Chlorophenyl)-2,3,9-trimethyl-6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin-6-yl)-N-(4-hydroxyphenyl)acetamide | 202590-98-5 | sc-501130 | 2.5 mg | ¥3723.00 | ||
OTX-015 ist ein BRM-Inhibitor, der für die Bekämpfung hämatologischer Malignome entwickelt wurde, wo er in die Genexpression eingreift, um das Wachstum von Krebszellen zu hemmen. | ||||||