PFK-2-Hemmer für Gehirn und Plazenta umfassen eine Reihe von Verbindungen, die indirekt die Aktivität von PFK-2 beeinflussen. Diese Verbindungen können in Signaltransduktionswege oder Stoffwechselprozesse eingreifen, die der PFK-2 vor- oder nachgeschaltet sind, und so letztlich deren Funktion beeinflussen. So modifizieren beispielsweise PI3K/Akt-Inhibitoren wie Quercetin, LY294002 und Wortmannin die Aktivität eines Signalwegs, der für die Regulierung von PFK-2 entscheidend ist, was zu Veränderungen in der Aktivität des Enzyms führt. In ähnlicher Weise zielen Verbindungen wie 3PO auf Isoformen von PFK-2 wie PFKFB3 ab, indem sie den Gehalt an Fructose-2,6-Bisphosphat, einem starken Aktivator von PFK-1, verringern und damit den Glukosestoffwechsel und indirekt die Aktivität von PFK-2 beeinflussen.
Staurosporin und andere Breitspektrum-Kinaseinhibitoren können die Aktivität von PFK-2 nicht selektiv beeinflussen, indem sie den Phosphorylierungszustand des Enzyms oder verwandter regulatorischer Proteine verändern. Im Gegensatz dazu modulieren Substanzen wie Rapamycin und AICAR die Aktivität von Enzymen oder zellulären Stoffwechselwegen, die den metabolischen Kontext beeinflussen, in dem PFK-2 arbeitet. So wirkt sich beispielsweise die Aktivierung von AMPK durch AICAR auf den zellulären Energiehaushalt aus, was sich auf PFK-2 auswirken kann. Darüber hinaus konkurrieren Stoffwechselinhibitoren wie 2-Desoxy-D-Glukose mit Substraten um die Bindung an wichtige glykolytische Enzyme, wodurch der gesamte glykolytische Fluss und indirekt auch die Rolle von PFK-2 beeinflusst werden kann. Es ist wichtig anzumerken, dass diese Verbindungen zwar die PFK-2-Aktivität beeinflussen, ihre Auswirkungen jedoch Teil umfassenderer Regulationsmechanismen sind, die den Zellstoffwechsel beeinflussen.
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